Die Karpaten bluten

Skythea. Seit nunmehr einem Monat sitzen im Hauptsitz der ITUF wieder Abgeordnete der Heiligen Küste und beteiligen sich an der internationalen Arbeit. Gemeinsam mit allen SKS-Bündnispartnern waren sie vor mehr als einem halben Jahr aus der ITUF ausgetreten. Mag man auch zum SKS stehen wie man will, ein diplomatisches Laster ist der sich häufende Austritt aus der ITUF definitiv, auch wenn der vorhergehende Austritt der sogenannten Schwarzen Liga (STLD) kaum eine Belastung für die ITUF war, zeichnete sich damit der Anfang einer ITUF-kritischen Tendenz ab.

Die Reaktion aus Skythea folgte konsequent den dafür geschaffenen Rahmen. Die Souveränität der SKS Staaten steht damit auf dem Spiel. Direktor des Staatenbundes, Alfons Gularsk transportierte mit der Austrittserklärung eine klare Botschaft: Man sei sich darüber im klaren, dass man sich auch im wörtlichsten Sinne angreifbar mache, zögere als Staatenbund jedoch nicht im Ernstfall mit aller härte auf militärische Interventionen zu reagieren. Auf das vorhandensein von ABC (Atomare, Biologische, Chemische) und DEF-Waffen (Defensive, Elektronische, Folternde)  wurde explizit aufmerksam gemacht um einem Präventivschlag von politischen Gegnern vorzubeugen.

Mehrere Monate blieb es ruhig rings um den SKS austritt. Lediglich aus den Reihen von Allmeeren häuften sich diverse Forderungen, den Austritt zu festigen und einen wiedereintritt zu erschweren. Eingereichte Anträge bei der ITUF wurden jedoch aufgrund mangelnder Völkerrechtlicher Grundlage zurückgezogen. Die ITUF ging wieder ihrem Tagewerk nach und die Distanz zu den betroffenen Staaten in den Karpatischen Inseln wurde weiter aufgebaut.

Über den politischen Status des SKS herrschten in den langen Monaten verschiedene Meinungen vor. Der Konsens tendiert allerdings dahin, mindestens die Grenzen der einzelnen Staaten des SKS anzuerkennen. Während das Bündnis selbst als nichtig erklärt wird, oder gar die Souveränität der einzelnen Staaten in Frage gestellt wird. Der Handlungsspielraum des SKS dünnt sich aus. Handelsbeziehungen außerhalb der Asgarden-Staaten werden mit hohen Zöllen belegt oder ganz unterbunden. Güter werden nicht mehr über die Grenzen des SKS transportiert sondern teilweise über aufwendige Umwege verladen, um nicht das Hoheitsgebiet der souveränen Staaten zu verlassen. Zu groß ist die Angst vor Überfällen, denn besonders in den Grenzgebieten herrschen inzwischen nahezu anarchistische Zustände vor.

Auch die Gewässer im EInflussbereich des SKS sind in der Schiffahrt stark gefürchtet. Freibeuter und Piraten genießen Asyl unter der Schirmherrschaft des SKS. Zustände wie vor 400 Jahren stellen sich ein, in denen Handelsschiffe mit Verteidigungstechnologie ausgerüstet werden müssen, wenn sie den karpatischen Seeraum befahren wollen. Schwer bewaffnete Piraten verschanzen sich auf verlassenen Fischerboten, warten die Nacht ab und gelangen mit Schlauboten meist unbemerkt bis auf das Deck der zivilen Schiffe. Das Resultat ist nicht selten ein Massaker unbeschreiblichen Ausmaßes.

All diese Umstände werden von der ITUF meist kleingehalten, finden in der Presse wenn überhaupt nur selten Erwähnung. Auch die souveränen Staaten in den Karpaten leiden aktuell unter den Umständen, die mit dem Austritt des SKS einhergehen. Geltendes internationales Recht wird konsequent und bewusst vom Direktorat des Gularsk ignoriert. Die Nachbarstaaten stehen im Schatten der Piraterie, leiden sichtlich unter wirtschaftlichen einbüßen, die nur von diversen Subventionen der eigenen Bündnisse gedeckt werden können.

Mit dem Wiedereintritt der Heiligen Küste in der ITUF wird sie einer großen Herausforderung gegenübergestellt. Es gilt, die Straftaten aufzuarbeiten, angeordnete Schutzverfahren zur Sicherung der Grenzen einzuhalten und sich an der internationalen Politik zu beteiligen. Die Auflagen der ITUF sind eindeutig, klar, und dulden keine ausweichende Reaktion. Wird die Heilige Küste gegen den SKS ausgespielt?

Gularsk gibt sich momentan unerwartet gelassen. Fisasa sicherte ihm zuletzt bei einem gemeinsamen treffen in Skythea weiterhin seine Treue zu. Beim anstehenden Weltgipfel wird Fisasa persönlich auch für die Interessen der Bündnisstaaten eintreten und eine entsprechende Stellvertretung übernehmen. Klar ist: Der Beitritt zur ITUF war nicht mit dem Direktor Gularsk abgesprochen. Gularsk kann es sich im Moment jedoch nicht leisten, aus der Ruhe zu geraten. Denn das Beispiel Heilige Küste beweist, wie heikel die Situation ist.

Gularsk befreit den SKS vom Bündniszwang

Der Beitritt der Heiligen Küste zum SKS wurde maßgeblich von Emanuel Kjamon vorangetragen, der in mehreren geheimen Treffen mit Fisasa und Vertretern des Tanmats Karpaten Ladislavien die Vorkehrungen verhandelt und vollzogen hat, die zum Beitritt in die ITUF nötig sind. Auch dies geschah ohne das Mitwissen des Direktors Gularsk. Damit zeichnete Kjamon ein weiteres mal eine harte Linie gegenüber seines Direktors.

Mit dem Beitritt der Heiligen Küste zur ITUF kündigte Gularsk auf drängen des Staatssekretärs und Föderalherrs Kjamon an, den bestehenden Bündniszwang im SKS aufzuheben. Damit steht es den Mitgliedstaaten des SKS frei, ob sie den Bund verlassen wollen, auch steht es ihnen frei der ITUF beizutreten und wider den gefassten Statuten des SKS zu handeln. In gewisser Weise hat Kjamon damit den Weg zu einem Mistrauensvotum geebnet – sofern man diesen demokratischen Begriff überhaupt in den Konsens des SKS übertragen darf. Zum erstaunen aller jedoch blieb der SKS geschlossen. Der Schwur auf den Direktor Gularsk bleibt ungebrochen. Fest steht, der Fall Heilige Küste wird vorerst einmalig bleiben. Denn nun hat der SKS einen mündigen Vertreter in der ITUF. Die Interessen der souveränen Staaten können wahrgenommen werden und auch diplomatisch thematisiert werden. Nur auf diesem Wege scheint ein Beitritt zur ITUF überhaupt möglich.

Die Zeichen stehen nicht auf Entspannung.

Bei all dieser Euphorie zum Beitritt der Heiligen Küste darf nicht vergessen werden, dass die Problematiken rund um Wegelagerer, Piraten und Freibeuter im SKS nach wie vor aktuell ist. Denn das Asyl für solche Straftäter bleibt ungebrochen. Der Einsatz von Kriminalität als diplomatisches Druckmittel darf von der ITUF nicht länger geduldet werden, besonders im Interesse der benachbarten Souveränen Staaten.

Der Konflikt der daraus entsteht zeugt von Brillanz: Denn wenn die ITUF intervenieren will, muss sie als Institution erstmals offiziellen Schriftverkehr mit dem SKS aufnehmen. Somit wird der SKS als de facto Bündnis anerkannt, ebenso die darin enthaltenen Staaten. Das würde allerdings dem fundamentalistischem Lager der IADN – allen voran Allmeeren – sehr missfallen, da die ITUF dadurch eventuell Schwäche zeigen würde. Noch steht aus, auf welchem Weg die Konflikte gelöst werden können.

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Der Großpakt Internationalen Friedens hat sich konstituiert.

Was Gularsks neues humanitäres Bündnis leisten will und kann – und wie Kjamon darauf Einfluss nimmt.

Mit dem Austritt von Lagland und Pahragrau aus der Internationalen Allianz Demokratischer Nationen und dem kurz zuvor stattgefunden bewaffneten Konflikt in Pahragrau hat Alfons Gularsk, Direktor der Trance Nation und des Staatenbundes Karpatischer Staaten angekündigt, einen Großpakt zu initiieren, der sich unabhängig von Politik und Ideologie mit humanitären Fragen beschäftigen soll. Was steckt hinter diesem Pakt und welche Chancen kann man ihm zusprechen?

Es ist durchaus verwunderlich, dass ausgerechnet seitens des radikal antidemokratischen Staatenbundes Karpatischer Staaten ein Bündnis ausgehen soll, das sich vordergründig um die Menschlichkeit in Krisengebieten bemüht. Die ausdrückliche Distanz von Ideologie und Politik kommt dabei allerdings sicherlich nicht von ungefähr, denn nach wie vor ist der SKS kein Mitglied der ITUF mehr. Doch kann der GIF ein erster Schritt zurück zum größten und wichtigsten Völkerbündnis Ultos werden. Letzten Endes wird in den Statuten des GIF im Artikel 2 Ausdrücklich ein Bekenntnis zur ITUF festgehalten: »(1) Der GIF nimmt die ITUF als höchstes Bündnis aller Völker Ultos war. (2) Die Förderung und Umsetzung der Beschlüsse der ITUF wird als selbstverständliche Verpflichtung aller Mitgliedstaaten konstituiert. (3) Die Mitgliedstaaten des GIF sind sich darüber einig, dass eine Mitgliedschaft bei der ITUF für eine friedliche Diplomatie zwingend notwendig ist.«

Eine Annäherung zur ITUF ist also nicht von der Hand zu weisen. Und dennoch ist jede Skepsis berechtigt, handelt es sich doch bei Alfons Gularsk um ein sehr willkürliches Staatsoberhaupt, welches De Facto über die Hoheit aller Mitgliedstaaten des Staatenbundes Karpatischer Staaten verfügt und zuvor mehrmals die Demokratie als gescheitertes Konzept abgelehnt hat. Der Umstand, dass ausgerechnet dieser Herr Gularsk nun die Demokratie zur Grundlage des neugegründeten – wohlgemerkt ausschließlich humanitären – Paktes erkoren hat ist durchaus verwunderlich. Es gilt allerdings die liberale Haltung des SKS auch aus seiner aktuellen politischen Situation heraus zu betrachten: Immerhin sind alle Bündnisstaaten geschlossen aus der ITUF ausgetreten, haben der Völkergemeinschaft den Rücken gekehrt. Mit dem neugegründeten Großpakt Internationalen Friedens will Gularsk seine Position vermutlich in den Hintergrund rücken. Man soll über den SKS nicht wegen seines ITUF Austrittes reden, sondern wegen seines neuen, revolutionären und humanitären Auftretens.

Auch wenn man den politischen Umstand nie aus den Augen verlieren darf, sind die Inhalte, die der GIF vertritt alles andere als ideologisch. Der Großpakt Internationalen Friedens unterstellt sich den Gulmer Konventionen der Menschenrechte und macht sich zur Kernaufgabe diese zu schützen und zu halten.

Heute gab der GIF im neu errichteten Hauptsitz in Härlighet Stad in Lagland eine erste Pressekonferenz. Hierzu sprach im Namen der Trance Nation der Staatssekretär und Föderalherr der Imagi-Inseln Emanuel Kjamon:

»Die Notwendigkeit und die Pflicht humanitär zu agieren, steht über allen anderen Pflichten der Menschlichkeit. Die Staatengemeinschaft Ultos hat sich bisher auf die Fähigkeiten und den Einsatz privater oder halbprivater Organisationen ausgeruht, die selbst aber mit keinen oder nur wenigen staatlichen Mitteln unterstützt wurden. Die Komission vom Roten Brett, mit welcher der GIF beispielsweise bereits in Kontakt getreten ist, beklagt sich regelmäßig über diesen Missstand. Finanzielle Mittel sind schwer zu beschaffen. Teilweise muss über groß angelegte Aktionen Menschen auf der Straße ansprechen und für Spenden werben.

Dass ein solches Verhalten notwendig ist um humanitäre Hilfe überhaupt anbieten zu können, ist ein Armutszeugnis und ein schweres Laster, das wir alle mit uns tragen mussten. Der GIF ist nun das erste rein staatliche Gremium dass sich um Einsätze in Krisengebiete bemüht.

Ich möchte deshalb nochmals ausdrücklich aufrufen, dem GIF beizutreten. Es geht hierbei nicht um Politik. Über Politik kann man sich unterhalten, wenn in den entsprechenden Krisengebieten keine Menschen mehr in Lebensgefahr schweben oder in menschenunwürdigen Verhältnissen leben müssen. Der erste und wichtigste Auftrag jeden Staates in einem jeden Konflikt ist der Schutz des Menschengeschlechtes, nicht der Ideologie. Wer seine ideologischen Grundlagen über die Grundlagen der Menschenrechte anordnet, stellt eine umittelbare Gefahr für die gesamte Welt dar. Denn aus solchen Haltungen entstehen, Tyrannei, Armut, Ausbeutung. Der GIF kann ein klares Zeichen für eine weltoffene und zivile Gemeinschaft sein.«

Mit diesem Apell setzt Kjamon ein eindeutiges Zeichen. Er bekennt sich zur internationalen Staatengemeinschaft strebt wie kein anderer im SKS eine Einigung an und will mit allen Mitteln die humanitären Ziele des GIF vor den ideologischen – auch den der Trance Nation – stellen. Die Aussage von Kjamon ist auch deshab brisant, weil die Vermutung besteht, dass er sich mit den Worten »Wer seine ideologischen Grundlagen über die Grundlagen der Menschenrechte anordnet, stellt eine umittelbare Gefahr für die gesamte Welt dar.« auch Position gegenüber der Trance Nation bezieht. Ein Statement Gularsks zu dieser Vermutung ist noch nicht bekannt.

Kjamon muss sich entscheiden

Für den Staatssekretär und Föderalherr Kjamon scheint sich die politische Situation zunehmend zuzuspitzen. Aus den einst starken und rhetorisch brillanten Bekenntnissen zum SKS und zur Trance Nation ist Stück für Stück eine etwas ruhigere und liberalere Haltung geworden. Unterschwellige Kritik am System Gularsks scheint sich zu häufen. Noch gelingt Kjamon der Spagat zwischen den strengen Prinzipien des Gularsk-Regimes und dem gemäßigten Ton. Doch könnte ihm das zum Verhängnis werden, denn in seiner Willkürlichlkeit hat Gularsk schon manchen Freund fallengelassen.

Auf den Imagi-Inseln ist Kjamon inzwischen ein gefeierter Held. Waren die Imagi-Inseln einst ein bloses Anhängsel der Trance Nation sind sie seit ihrer föderalen Separation ein Stück näher ihrer gewünschten Unabhängigkeit. Kjamon hat die Wahl und sicherlich auch die Möglichkeiten sich mit den Imagi-Inseln von Gularsk zu separieren. Abgeneigt von der Idee scheint er nicht zu sein, denn als Separatist hat er sich bereits für die Unabhängigkeit von Neu-Weimar stark gemacht und fährt auch gegenüber der EBR eine deutlich liberalere Linie als es im SKS Umfeld gewöhnlich ist. Diesbezüglich ist Kjamon der wahrscheinlich einflussreichste – wenn nicht gar der einzige – liberale Politiker im SKS. Die Vermutung liegt nahe, dass die Idee des Großpakt Internationalen Friedens auch seitens Kjamon liegt. Im Moment ist Gularsk auf die liberalen Ideen des Kjamon angewiesen. Denn gilt es für ihn eine Gradwanderung zu absolvieren, in den ungenauen Grauzonen zwischen ITUF-Mitgliedschaft und Anarchie. Der aktuelle noch souveräne Status des SKS ist vermutlich auf die Annäherungspolitik Kjamon zurückzuführen.

Kjamons Einsatz und das Auftreten des GIF sind wichtige Aspekte, die den SKS in Richtung ITUF bewegen. Und eine Annäherung zur ITUF ist inzwischen dringender den je. Schließlich ist der Austritt der Bündnismitglieder inzwischen fast ein halbes Jahr her. Nun steht Kjamon vor einer wichtigen Entscheidung. Denn auf der einen Seite hat er die Möglichkeit die Unabhängigkeit der Imagi-Inseln zu erwirken. Eine Möglichkeit, die Kjamon mit sicherheit bereits wahrgenommen hat. Aber das bedeute auf der anderen Seite, dass er sich deutlich vom SKS distanzieren muss. Damit würde er nicht nur Alfons Gularsk fallen lassen sondern auch 7 souveräne Staaten dem politischen Chaos aussetzen. Die Chance, die Imagi-Inseln ohne Gewalt zur Unabhängigkeit zu bewegen ist aktuell größer als zuvor, ebenso jedoch auch die Gefahr, dass sich in dessen Folge der SKS extrem radikalisiert.

Der Großpakt Internationalen Friedens als mögliche Doppellösung

Der Großpakt Internationalen Friedens kann aber auch als einzige Chance für Kjamon gesehen werden, einen politischen Spagat hinzulegen, wie es ihn zuvor nicht gegeben hat. Wenn es gelingt, die Trance Nation und den SKS an den GIF zu binden und anschließend unter der Regentschaft des pahrischen Rudolph Raath, ersten Generalsekretär des Großpaktes, sowohl die Imagi-Inseln als auch die SKS-Staaten in einem humanitären Bündnis zu halten. Denn klar ist auch, dass Gularsk nicht auf die liberale Linie verzichten kann, wenn ihm etwas daran liegt in die ITUF aufgenommen zu werden und den SKS zu erhalten.

Jedoch darf man den GIF und dessen Fähigkeiten nicht überschätzen, mit seinen aktuell 10 Bündnismitgliedern, davon 7 vom SKS ist er momentan noch sehr einseitig besetzt. Es gilt zu hoffen, dass sich dem GIF weitere Staaten anschließen und damit die SKS Staaten in die Schranken der Rechtstaatlichkeit und Demokratie zu weisen. Wenn diese Chancen wahrgenommen werden und die Trance Nation sich gemeinsam mit einer großen Staatengemeinschaft solidarisiert, könnte dies ein riesiger Schritt im sinne des wahren internationalen Friedens sein.

Wahlen in der Trance Nation: Die Absurdität einer fatalen Politik

Tranceheaven. Vor vier Jahren, im Sommer 2515 ordnete Direktor Alfons Gularsk erstmalig einheitliche und gleiche Wahlen an, die zudem als Pflicht aller Bürger deklariert wurden. Der Trick: Bereits vor der Wahl kündigte Gularsk an, das Parlament eigenhändig zu entmächtigen. Er wolle mit den Wahlen die Willkür der Demokratie und die Infunktionalität der demokratischen Ideologien demonstrieren.

Noch etwas sprach damals für die Wahlen: Es war ein symbolischer Schritt in Richtung des Volkes, welches er mit willkürlicher Gewalt in seinen Bann gezogen hatte. All diese Menschen sind unter einem demokratischen Regime aufgewachsen, all diese Menschen waren es gewohnt zu wählen. „Das Volk, das aus den Irrungen der Demokratie entsprungen ist wäre doch zu verwirrt, wenn man es mit der realen Diktatur konfrontieren würde“ schreibt Gularsk in eine seiner vielzähligen autobiografischen Werke – und gibt damit einen wichtigen Hinweis auf seine damalige Intention. Er gründete fünf Parteien, die als einzige eine Wahlberechtigung erhielten und lies tatsächlich legitime Wahlen abhalten. Die Absurdität jeder einzelnen Partei stand dabei außer Frage – die Redundanz der Wahl ebenso. Doch ist Gularsk kein dummer Mann: im Gegenteil. Er schaffte mit diesem Zug eine Möglichkeit, die Parlamentarier in den Parlamenten zu lassen. Die Demokraten unter sich, mit normalen Diäten. Politikexperten und Meinungsforscher sind inzwischen sicher, dass dieser Umstand eventuell sogar einen Aufstand in der kritischen Situation verhindert hat. Manch Dümmling dachte womöglich in diesem Moment noch, dass die Demokratie nie beendet worden wäre, dass Gularsk gekommen wäre um die kleine Insel vor dem politischen Untergang zu retten.

Jedoch war nach beachtlich kurzer Zeit vermutlich allen klar, dass es Alfons Gularsk gelang, eine Diktatur aufzusetzen und das vor den Augen eines unterdrückten Volkes. Dennoch steht inzwischen auch laut objektiven Studien ein großteil der Bevölkerung voll und ganz hinter ihm, ein weiterer großer Teil gibt an, im weitesten Sinne mit dem Diktator zu sympathisieren. Die Zahl der Kritiker ist schwindend gering. Womöglich auch deshalb, weil der Direktor Gularsk nicht nur sich selbst groß gemacht hat, sondern auch die Trance Nation auf ein global relevantes Level gehoben hat. Auf einmal war dieses kleine Volk eine große Nummer in der internationalen Politik. Wurde wahrgenommen, kontrovers diskutiert. Trotz der fragwürdigen Politik Gularsk schoss die Wirtschaft und der Tourismus in die Höhe. Binnen weniger Monate brach ein goldenes Zeitalter an, das bis heute kaum abgeklungen ist.

Mit diesen Erfolgen rühmt sich nicht nur Alfons Gularsk allein, sondern lässt er keine Möglichkeit aus, seine autokratische Ideologie dabei zu bekräftigen und in den Vordergrund zu stellen. Dass er dabei Erfolg hat, zeigen unzählige Studien verschiedener Agenturen – auch von Außerhalb. Auch damit rühmt sich der Diktator. Seine Herrschaft ist unangefochten, seine Gefolgsleute stehen hinter ihm und seiner Idee. Und dennoch stehen in diesem Sommer wieder Wahlen an. Um welchen Preis?

Auch wenn die Bekanntheit der Trance Nation enormen Zuwachs erlangt hat, wird sie auf dem Internationalen Kabinett eher kritisch beäugt. Aus der ITUF ist sie nach heftigem Streit mit den demokratischen Nationen ausgetreten, in Bangabandhu ist sie einmarschiert – überall mischt sich die Trance Nation ein. Ohne Rücksicht auf andere, mit entschiedener Konsequenz. Sicher: Nicht mit einer Wimper zu zucken und aus der ITUF austreten ist eine beeindruckende Leistung, besonders weil es sich hierbei sogar – anders als bei der Schwarzen Liga – um einen seriösen diplomatischen Prozess handeln könnte. Und doch steht die Trance Nation mit ihrem Staatenbund nun völlig allein da. Allein der Asgarden-Pakt hegt noch diplomatischen Kontakt zum Staatenbund Karpatischer Staaten ansonsten sieht es recht Mau aus. Die freiheitlichen Wahlen könnten vom Direktor als Anlass genommen werden, um wieder wilde Behauptungen aufzustellen, um sich beispielsweise mit dem IADN gut zu stellen.

Ob dieses Unterfangen von Erfolg gekrönt werden würde gilt es weiter zu bezweifeln. Die IADN hat in den letzten Jahren mehrmals bewiesen, dass sie bei Menschenrechten keine Grenze kennen – die Demokratie sei zweifelsfrei ein Menschenrecht. So skandiert es Al Köh, damaliger Premierminister der FRNX. Die Wiederherstellung der Reputation der Trance Nation und Alfons Gularsk ist vermutlich nichts was mit einer Wahl entschieden werden könne. Und dennoch lassen manch helle Momente hoffen, dass Alfons Gularsk eines Tages die Kehrtwende gelingen wird.

Zurück aus der Sommerpause

Liebe Freunde der IAVNU!

Von Mai bis Oktober haben wir mit unserem Blog eine Sommerpause eingelegt, nun sind wir jedoch alle mit neuen Kräften wieder tatkräftig am Werk. Zurück vom Urlaub auf den südkarpatischen Inseln, zurück aus einer Ruhezeit.

Doch waren wir derweil nicht untätig, im Gegenteil! Ganze drei Ausgaben des Norsbrôker Nystabladen reihen sich wieder ein in eine inzwischen lange Tradition der Berichterstattung im Bereich der virtuellen Nationen. Inzwischen zählen wir 44 Ausgaben, die neuesten drei kann man hier herunterladen: Norsbrôker Nystabladen. In der Zeit der Sommerpause gab es auch einen Wechsel in der Redaktion des NN: Samuel Winkler aka Ephraim Eduart Krøger ist seit dem NN42 der neue Chefredakteur. Seither soll das NN wieder regelmäßig erscheinen!

Weiterhin haben wir uns IAVNU-Intern auf eine neue Führung des Blogs geeinigt. Fortan wird nicht nur einmal im Monat auf alle Errungenschaften zurückgeblickt, sondern jede Bearbeitung von Bedeutung hier aufgelistet, damit Ihr, werte Leser, immer den sofortigen Überblick über neue Beiträge auf unserem Blog habt. Ein Besuch unserer Website lohnt also immer 🙂

Wir wünschen nun erstmal viel Spaß beim Lesen der neuen NN Ausgaben und sind stets offen für Fragen, Anregungen oder Kommentare!
Euer Team der IAVN Ultos

Vier Jahre Ultos!

Ein Dankwort von Schmuel

Hallo und ein herzliches Willkommen! Seit nunmehr als vier Jahren existiert der erste Gedanke dieses Projektes, von Ultos! Inzwischen schauen wir zurück auf eines der größten Weltenbastelprojekten im deutschsprachigen Raum, der Internationalen Assoziation Virtueller Nationen mit den meisten Mitgliedstaaten! Ultos ist nicht aus dem nichts aufgewachsen, nein, wir haben bereits mit viel angefangen: Mit viel Motivation zur Kontinuität, mit viel Kreativität, mit viel Humor! Über die Jahre hat sich eine immer größer werdende Kerngruppe um Ultos gebildet. Regelmäßig begrüßen wir freudig neue Nutzer, die bisher fast immer eine lange Mitgliedschaft bei uns antreten. Die Gemeinde aus ursprünglich vier Personen hat sich innerhalb der letzten vier Jahre mehr als verfünffacht. Aus bleibender Schaffenskraft und stetig weiterentwickelter Erfahrung wurde das Projekt Ultos nicht nur immer komplexer, sondern auch schöner. Hätte man vor vier Jahren gedacht, dass eine einfache Spielidee zu einem derart großartigem Projekt werden könnte? Längst streckt sich Ultos nicht nur über politische sondern auch über künstlerische und wissenschaftliche Bereiche. Kontinuierlich sorgen neue Impulse für neue Projekte.

Aus diesem Chatverlauf ging das Projekt Ultos hervor

Hervorheben möchte ich an dieser Stelle den Kontinent Akronor, welcher besonders in jüngster Zeit durch unseren neuesten Zugänge verwaltet wird. Er ist ein makelloses Beispiel dafür, dass Ultos die Kapazität hat, neue Mitglieder problemlos in den Alltag von Ultos zu integrieren. Ein nahtloser Übergang zeugt von einer einzigartigen Persönlichkeit dieses Projektes. Auch damals schon, als ich vor knapp drei Jahren aufgenommen wurde, war ich begeistert von der freundlichen Atmosphäre die Ultos bis zum heutigen Tage nicht verloren hat. Das Projekt bietet Freiraum um jede Form der Kreativität auszuleben; schnelles Feedback und eine ungezwungene Atmosphäre halten die Motivation hoch. Davon zeugen auch nun schon inzwischen 41 Ausgaben des Norsbrôker Nystablåden, der immerhin annähernd regelmäßig erscheinenden Zeitung auf dem Planeten, an welchem SimOff nahezu jedes Mitglied bereits mitgewirkt hat.

Das Erste, was ich mit Ultos verbinde ist Zusammenhalt. Seit nunmehr vier Jahren. Eine sehr besondere Form des Austauschs, gerade in einem so sehr polarisiertem Internet wie dem von Heute. Deshalb nutze ich die Gelegenheit zum vierten Geburtstag von Ultos, um einmal mehr Danke zu sagen für all das, was dieses Projekt zu bieten hat. Ein Projekt, das mir die Freiheit gibt jeder Idee – und sei sie noch so bescheuert – eine unverlachte Umsetzung zu geben.

Danke.

Monatsrückblick Juli 2017

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Titelseite der 33. Ausgabe des NN

Wir freuen uns, dass auch die 33. Ausgabe des Norsbrôker Nystablåden wie (fast) immer pünktlich erschienen ist und online zum Download vorliegt.

In dieser Ausgabe werden politische Themen wie ein Militärleak bei der Lussischen Marine behandelt. Heikel ist die Situation auch in Tegrim, welches mit weiteren politischen und militärischen Eskalationen zu kämpfen hat. Dennoch gibt es einen Lichtblick des internationalen Friedens: So haben DVD und Sval endlich den einen Freundschaftsvertrag ausgearbeitet, um die grauen des weißen Kriegs vergessen zu lassen. Ein weiterer Erfolg hinsichtlich der Einigung von Nationen konnte durch einen neuen Zusammenschluss verschiedener Wissenschaftler erreicht werden. Unbeirrt vom internationalen Trubel führt.

Einen weiteren Fortschritt konnte Ultos im Bereich der Nutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit erzielen. So wurde nun zur Umrechnung von Währungen und Einheiten ein Umrechner entwickelt, welcher unter http://umrechner.ultos.de/ kostenlos genutzt werden kann. Somit ist es nun um einiges einfacher, Ultos-übliche Einheiten, Maße und Währungen in Irdische umzuwandeln.

Akronor
Karte von Akronor

Im Juli durften wir zwei neue Mitglieder der IAVNU begrüßen. Ein herzliches Willkommen geht an die Bundesrepublik San Davide und an die Republik Ospor, die fortan das Projekt Ultos mitgestalten und erweitern. Die neuen Staaten sind nun auf dem Kontinent Akronor vertreten, welches in diesem Monat auch ein umfangreiches Karten-Update erfahren hat. Weitere Karten-Updates gab es auch für Balmanien und Groß Lussilien mit einer detaillierten Infrastrukturkarte.

Des Weiteren wurde die Karte von Murabien grundlegend überarbeitet. Murabien war ursprünglich als Verbindung zwischen Nord- und Südpol konzipiert. Nun fahren wir mit einem Konzept auf, dass um einiges ansprechender und realistischer ist: Murabien endet nun bereits auf ca. 60° nördlicher Breite. Durch das Update ergibt sich somit ein tektonisch-geologisch realistischeres Modell des Planeten.

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Neue Weltkarte, mit der neuen Form von Murabien

Ohnehin war der murabische Kontinent bisher vom Team der IAVNU kaum erschlossen gewesen, spielen sich die Meisten politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Elemente Ultos doch eher auf den übrigen Kontinenten ab. Mit der Etablierung von Staaten wie der Unionsrepublik Ancalim-Feanaro und Espinien sowie den Siedlungsprojekten Framtia und Nytorunia durch die FRNX soll Murabien eine völlig neue Gewichtung erhalten. Hierzu präsentieren wir nun auch stolz die Ausarbeitungen zur auf Murabien verbreiteten Sprache Whymant.

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Titelseite der 32. Ausgabe des NN

Die 32. Ausgabe des Norsbrôker Nystablåden erschien bereits zu Anfang des Monats Juli und kann hier gelesen werden, falls noch nicht geschehen. Thema waren neben der diplomatischen Auseinandersetzung zwischen FRNX und DVD im Falle des wegen Voodoos angeklagten 131-jährigen Dèter Dèmon Valhar ein Terroranschlag in einem Skigebiet im Reich von Tegrim sowie die Beitrittsverhandlungen zwischen der Ehrbaren Bangabandhischen Republik und der IADN.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen des NN, beim erkunden der neuen Staaten und beim ausprobieren unseres neuen Umrechners!

1095 Tage…

Einen wunderschönen guten Tag wünscht das Team der IAVN Ultos!

Genau Heute, vor 3 Jahren entstand dieses Projekt, Ultos! Was damals in einer harmlosen Skype-Chat-Konversation entstanden ist, kann sich heute die größte Assoziation Virtueller Nationen in ganz Europa nennen! Die umfassende Komplexität der letzten drei Jahre wird täglich erweitert, nicht zuletzt auch durch unseren neuen Zuwachs, der Republik Grundistan und dem Königreich Groß-Lussilen. Mit inzwischen 80 Staaten auf fünf Kontinenten gibt sich ein sehr stimmiges Gesamtbild, welches sich um ein Vielfaches von dem abhebt, was man vor drei Jahren auch nur hätte erahnen können.

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Aktuelle Weltkarte von Ultos

Noch einmal erinnern wir uns an die komplexe Entwicklung der politischen Verflechtungen, noch einmal schauen wir zurück auf umfassende physikalische, astronomische und technologische Errungenschaften, noch einmal hören wir uns die größten HelG-Hits der letzten drei Jahre an und sagen DANKE. Danke an all jene, die uns über die gesamte Zeit so tatkräftig unterstützt haben.

Euer Team der IAVNU!

Monatsrückblick April 2017

Neue IAVNU-Mitglieder, NN28 & NN29 und Einwohnerliste

Guten Tag!

Wir schauen zurück auf einen der produktivsten Monate im bisherigen Kalenderjahr 2517. Das Norsbrôker Newsblættle erscheint wie immer fast pünktlich und ist ab sofort zu lesen! Die 28. Ausgabe des Magazins beinhaltet auffrischende, aber auch alamierende Geschehnisse um den Bau des NX-Tunnels. Was es damit auf sich hat und welche Konsequenzen zu erwarten sind, wird dort gut recherchiert dargestellt. In der 29. Ausgabe erwarten euch auf fünf Seiten spannende Themen rund um Politik, Panorama und Feuilleton. Mit dabei sind in dieser Ausgabe unter anderem gibt es neue Informationen um den Prozess des Opi von Kènobi, aber auch über die anstehenden Wahlen in der FRNX.

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Titelseite des NN29
NN28-titelseite
Titelseite des NN28

Aber nicht nur im Bereich der Berichterstattung erlangt Ultos eine Bereicherung, auch zählen wir seit April ein neues Mitglied in unseren Reihen. Die Republik Grundistan wurde in die IAVNU aufgenommen. Wir heißen die Republik herzlich auf Ultos willkommen und freuen uns auf zukünftig produktive Zusammenarbeit. Zeitgleich meldete sich ein weiterer Neuzugang bei der IAVNU: Das Königreich Groß-Lussilien ist ebenfalls ein neues Mitglied auf unserem Planeten.

Die Republik Grundistan und das Königreich Groß-Lussilien werden die ersten Staaten sein, welche auf einem neuen Kontinent platziert werden. Über twitter hattet ihr die Möglichkeit, über den Namen abzustimmen und die Entscheidung fiel – mit einem Großteil der Stimmen – auf Akronor. Somit begrüßen wir mit dem neuen Staat auch einen komplett neuen Kontinent.

Nicht zuletzt können wir auf ein gelungenes Projekt des Monats zurückblicken: die Einwohnerliste wurde komplett überarbeitet und ist bereits online. Wir haben alle NN-Ausgaben durchforstet und jede einzelne Person mit einer kurzen Beschreibung ihrer Tätigkeit aufgelistet.

Wagen wir nun einen Blick in die Zukunft, so erwartet uns im Mai auch ein fabelhaftes neues Projekt des Monats: Die Karte Daviens wird derzeit komplett überarbeitet und aktualisiert. Weitere Informationen dazu wird es im nächsten Monat geben. Direkt hier auf dem Blog, oder auch regelmäßige Statusupdates über Facebook und Twitter.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen des NN’s, beim Durchstöbern der Einwohnerliste und natürlich auch beim erkunden der neuen Staaten, der Republik Grundistan und dem Königreich Groß-Lussilien.

Euer Team der Internationalen Assoziation Virtueller Nationen „Ultos“!

Radio Ultos

Nach vielen Monaten Planung und mehreren Stunden Arbeit präsentieren wir Ihnen voller Stolz Radio Ultos! Die Internetradiostation wird von nun an durchgängig online zu erreichen sein und über aktuelle Geschehnisse berichten. Ferner liefert unser Programm stets coole Musik um Sie durch den perfekten Tag zu begleiten.

Bitte beachten Sie, dass die Radiostation noch im Aufbau ist. Die vielfältigkeit des Programms wird im laufe der nächsten Tage noch erweitert. Wir wünschen viel Spaß beim Reinhören!

Externer Internetauftritt: radio.ultos.de
Interner Seite: Radio Ultos