Krise in Buspor

Wescor. Buspor steckt in Schwierigkeiten. Bereits vor Monaten war klar, dass die Wirtschaft Buspors dringend wachsen muss um die Schulden, die durch mehrere Investitionen entstanden sind zurückzuzahlen, und so eine Insolvenz zu vermeiden. Dies ist jedoch scheinbar nicht gelungen, denn letzte Woche wurde, laut Medienberichten zufolge, ein Insolvenzverfahren gegen das Königreich Buspor eingeleitet.

Die Bevölkerung macht nun Buspors König Tohov III. dafür verantwortlich, da dieser es nicht für nötig hielt die Beziehungen zu anderen Staaten zu verbessern oder einem Bündnis/Pakt beizutreten, denn seiner Meinung nach sei man ,,stark genug, um nicht auf die Hilfe andere angewiesen zu sein‘‘.

Nun droht die Wirtschaft Buspors komplett zu Grunde zu gehen, nachdem bereits die ersten Firmen ankündigten einen Großteil ihrer Arbeiter zu kündigen, um schlimmeres zu vermeiden. Demnach wird die Anzahl Arbeitsloser in den nächsten Tagen und Wochen wohl drastisch steigen. Außerdem wurden vorsichtshalber schon die ersten Kindergärten, Schulen und Universitäten geschlossen, was für weitere Unruhen sorgte. In den letzten Tagen gingen bereits tausende Menschen auf die Straße und forderten König Tohov III. auf endlich zu handeln. Teilweise wurde sogar gefordert das politische System zu ändern, da das Volk in der Politik mitwirken und mitentscheiden will um solch eine Krise zukünftig zu vermeiden.

Der König selbst hat sich bisher noch nicht zur aktuellen Lage geäußert, was für viele ein weiterer Fehler seitens des Monarch ist. Noch ist nicht klar wie es weitergeht. Man werde wohl vorerst die Reaktion Tohovs abwarten müssen. Bis dahin wird es mit Sicherheit weitere Aufstände und Krawalle seitens der Bürger geben.

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Wirtschaftswachstum von bis zu 3% prognostiziert

Luuv. Die Interessengemeinschaft dianische Wirtschaft geht von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukt von bis zu 3 Prozent aus. Grund dafür sind der akronoische Zollraum, der Staatenverbund Akronor und die Währungsunion.

Die Interessengemeinschaft rechnet mit einem Bruttoinlandsprodukt von bis zu 1 530 Milliarden Akron im Jahr 2519, dies entspräche einem Wachstum von knapp drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Interessengemeinschaft dianische Wirtschaft ist ein Zusammenschluss aus Politikern, Unternehmern, Experten und Firmen, welche am Dienstag ihren Erwartungsbericht vorstellten.

Als Hauptgrund nennt die Gemeinschaft die Intensivierung der Beziehungen zu den Nachbarländern durch STAVA und dem seit März 2518 existierenden akronoische Zollraum, durch den der Austausch von Waren erheblich erleichtert wird, da Grenzkontrollen weitestgehend abgeschafft sind. Die Anzahl von Exporten, insbesondere von mechanischen Teilen, Fahrzeugen und Maschinen, sei bereits seit März erheblich gestiegen, so der Vorstandsvorsitzende Tegovic Graat. Aber auch der Import von Lebensmitteln und anderen Gütern nehme zu.

Der Dianische Verkehrsverband DFF, welcher ebenfalls mit der Interessengemeinschaft zusammenarbeitete, verzeichnet eine Zunahme des LKW-Verkehrs in der DZR. „Die DZR selbst befördert den Großteil aller Wirtschaftsgüter auf Schienen, dies ist aufgrund der guten Infrastruktur kostengünstiger als ein Transport mit dem LKW.“, sagte der Sprecher des DFF, Elered Weiser. „Für ausländische Transporte kann es jedoch sehr attraktiv sein, durch den akronoischen Zollraum zu transportieren, weil es viel schneller und einfacher geht, trotz der Regel, dass Transporte, welche von außerhalb des AZR stammen, auch zwischen den Staaten kontrolliert werden können, nicht nur an den Außengrenzen des Raumes.“, so Weiser. Generell nehme der allgemeine Verkehr zu, so rechnet die Interessengemeinschaft mit einer Umsatzsteigerung von etwa 10% im touristischen Bereich aufgrund des einfacheren Zugangs in die DZR. „Das ist großartig.“, kommentierte Tegovic Graat.

Doch auch mit Ländern außerhalb des AZR werden die wirtschaftlichen Beziehungen intensiviert, so die Interessengemeinschaft. Die Währungsunion, welcher fast alle STAVA-Staaten angehören, vereinfacht den Handel im STAVA enorm. „Das haben wir bereits 2518 gesehen und die positive Entwicklung setzt sich fort.“

Doch nicht alles, was die Interessengemeinschaft berichtet, ist positiv. Im Vergleich zu Ländern im Akronoischen Zollraum, fällt die wirtschaftliche Entwicklung in Staaten außerhalb des Raumes langsamer aus. Kleinere Firmen mit der größten Wirtschaftskraft in einem der Mitgliedsländer zeigten so in weiten Teilen die Tendenz, eher in Länder des Raumes zu expandieren, statt in andere STAVA-Staaten

„Diese Länder leiden natürlich darunter, weil sie unattraktiver sind. Das kann den AZR-Ländern entweder egal sein, oder man schafft Anreize, nicht nur im Raum zu wirtschaften. Oder mehr Länder treten dem Raum bei.“

Gebäudeeinsturz in Daht: Wenn der Fortschritt vom Fortschritt eingeholt wird

Daht. Am 21. April stürzte in Daht ein 164 Meter hohes Gebäude ein und ging in Flammen auf. Heute stellte die Oberstaatsermittlung erste Ergebnisse vor.

Nachdem es in Daht tagelang geregnet hatte, senkte sich der Boden unter dem Gebäude aufgrund einer Baustelle, in welche Wasser eingedrungen war, um fast 11 Piet (2,7 Meter) ab. Das 488 Piet (164 Meter) hohe Gebäude einer lokalen Versicherungsagentur fiel daraufhin schräg auf mehrere Wohnhäuser, eine Gasleitung wurde beschädigt, Teile der Trümmer gingen in Flammen auf.

Die Oberstaatsermittlung geht derzeit davon aus, dass in der Verankerung des Gebäudes mehrere Verstrebungen mit dem Untergrund abgerutscht seien. Das Gebäude hätte somit über 40% seiner Auflagefläche auf der linken Seite verloren und begann, direkt nach der Absenkung nach links zu kippen. Dies brachte weitere der aus den 70er Jahren stammenden Verankerungen zum bersten, das Gebäude verlor sämtlichen Halt und viel auf insgesamt drei Wohnhäuser, welche in der Mitte vom Bürogebäude durchtrennt wurden, die Wände des Gebäudes mit mehreren Dutzend Wohnungen, welches sich direkt neben dem Hochhaus befand, stürzten komplett ein, die des zweiten Gebäudes hielten stand, genau wie die Außenmauern des dritten Gebäudes.

Bagger bei Aufräumarbeiten an einem der Wohngebäude

Teile des hinteren Trümmerfeldes gingen in Flammen auf, welche erst in den frühen Morgenstunden vollständig gelöscht werden konnten. die große Hitzeentwicklung behinderte Rettungsaktionen an zugänglichen Bereichen. Die Feuerwehr war mit 250 Männern im Einsatz, die Polizei sperrte das Gebiet großräumig ab, das Notfall- und Schutzbataillon der Zentralwehr übernahm Teile der Rettung.

Von knapp 220 Vermissten Personen konnten 178 lebend gerettet werden, einige davon waren schwer verletzt. 42 Personen starben, 6 erlagen ihren Verletzungen im Krankenhaus.

Die Materialaufsichtsbehörde Ricii (MAB) stufte das Gebäude in einer Untersuchung 2516 als „standhaft, sicher und mängelfrei“ ein, die nächste Überprüfung wäre 2521 fällig gewesen. Laut Oberstaatsermittler Micail Frev untersuchte die Materialaufsichtsbehörde das Haus ordnungsgemäß, es konnten keine Fehler der Behörde gefunden werden.
Alle „Gebäude mit besonderer Belastung“, also öffentliche Gebäude, in denen sich viele Menschen bewegen, sowie Hochhäuser und Bauwerke, welche älter als 30 Jahre sind, müssen alle 5 Jahre von einer Behörde geprüft werden. Dabei sei die MAB „ohne Fehler und nach Vorschrift vorgegangen. Der Unfall hätte von der Behörde nicht verhindert oder festgestellt werden können.“, sagte Frev auf der Pressekonferenz am Montag.

Das Unglück ist durch das Abesenken des Bodens ausgelöst worden, das bestätigten die Ermittler. Diese sehen einen Zusammenhang zum Baugutachten der Baustelle, in diesem seien keine Angaben über Änderungen der Bodenbeschaffenheit durch Flüssigkeit getätigt worden. „Diese Bohrung hätte dort so nicht durchgeführt werden dürfen.“, äußerte sich Frev. Zwei Gutachter seien festgenommen worden.

Bei einer Baustelle muss in der gesamten DZR ein Baugutachten erstellt werden. Wie Dieses genau auszusehen hat, bestimmen die Teilstaaten. Nach riciianischem Teilstaatsrecht muss sich ein Baugutachten immer mit möglichen Folgen von Wassereindringen beschäftigen. Dies habe das besagte Gutachten nicht als Thema gehabt. Es drohen bis zu 24 Monaten Haft aufgrund von §67 DSTS Rechtsbruch bei der Aktenführung. Die Staatsanwaltschaft kündigte ebenfalls eine Klage wegen fahrlässiger Tötung an, was eine Haftstrafe von bis zu 8 Jahren zur Folge haben kann.

Weiteres „Hotel Ultos“ in Trance Nation geplant

pahragrauer nationalblatt Weiteres „Hotel Ultos“ in Trance Nation geplant

TN. „Ein Luxushotel soll es sein.“ so verriet der Geschäftsführer von „Hotel Ultos“ seine nächsten Pläne.

Bisher gibt es „Hotel Ultos“ nur in Littra. Dieses ist aber nicht nur ein Luxushotel, sonders es gibt dort vier Preisklassen: Favorable, eine günstige Preisklasse. Favorable plus, eine mittlerere Preisklasse. Zusätzlich gibt es noch eine luxuriöse mittlere Preisklasse. Ganz luxuriös ist die vierte Preisklasse.

In Trance Nation soll es nur die vierte Preisklasse geben. Man macht gerade Baupläne.

Das Hotel soll auch eine Präsidentensuite besitzen, mit Suiten für jeweilige „Mitreisende“ (Minister, Übersetzer, Berater,…). „Nicht alle Staatsoberhäupter haben einen Schlafplatz für eine oder mehrere Nächte bei Staatsbesuchen. Sie müssen dann in anderen Gebäuden nächtigen. Dies wollen wir ändern und Suiten in die Hotels unterbringen, wo sich Politiker auf ihrem angemessen Standart wohlfühlen“, so der Geschäftsführer.


					

Murabien gibt es nicht – sind ausserultische Wesen am Werk?

Lotental, 11. Siptil 2519 (04.06. GZR).  Verschwörungstheorien gibt es wie Sand am Meer. Die meisten sind harmlos und es handelt sich um einen Ulk von Studenten, Rentnern oder aporistischen Wandermönchen.

Die neueste Verschwörungstheorie behauptet jetzt, dass Murabien überhaupt nicht existiert, sondern sämtliche Hinweise auf seine Existenz nur Teil und Werk der gross angelegten Murabienverschwörung sind. Die Existenz des Kontinents werde der Bevölkerung vorgetäuscht, um an dieser Stelle etwas ganz anderes zu verbergen.

Die unbekannten Drahtzieher der Verschwörung werden meist nur geheimnisvoll als „SIE“ bezeichnet. Hinter „IHNEN“ werden beispielsweise der KNG, der Stern von Singollo oder Ausserultische vermutet, die ihr gewaltiges Raumschiff als Landmasse getarnt haben. Eine Gruppe von Verschwörern vermutet an der Stelle des vorgetäuschten Kontinents gar einen Übergang nach Gaia.

Sämtliche Fotos aus Murabien seien tatsächlich auf anderen Kontinenten aufgenommen und teilweise zu einem fiktiven Kontinent montiert worden. Auch Flugzeiten, die zum Überflug des Kontinents erstaunlich wenig Zeit benötigen, werden als Beleg angeführt. Selbst Berichte über Bamberg, den Horla und Neu Weimar seien nur zu Tarnungszwecken verbreitet worden.

Die neueste Variante berichtet gar von einer Gruppe von Ausserultischen, die den ganzen Planeten Ultos als Verschwörungstheorie aufgebaut haben sollen. Sogar deren Namen werden genannt: A-Ka, Em-Ge, Jot-Ha, Eff-Es, We-Ka, Em-Es, Es-We, Es-El und Te-We sollen einige dieser ausserultischen Wesen sein, die als Macht im Hintergrund wirken.

Nun, seien wir ehrlich. Solch hanebüchener Unfug kann niemals die Wahrheit sein. Eher ist Gaia die Realität. Obwohl …

Tris Bayviz – Feanaro Times

Neu im Trifolium – mit Rohtma rückt eine Unabhängigkeit der FRNW in weite Ferne

Neu Weimar, 20. Apora 2519 (26.05. GZR). Findor, der aus Trifo RohtmaKängdorf stammende und seit 2514 amtierende Trifol, hatte vor kurzem seine fünfjährige Amtszeit beendet und verzichtete auf eine Wiederwahl. So galt es, einen neuen Trifol aus Kängdorf zu finden und zu bestimmen. Die Wahl der Eldaner fiel mangels geeigneter Kandidaten auf Rohtma, einen zwar jung aussehenden, geistig aber uralten Kängdorfer. Rohtma gilt als erzkonservativ, gehört keiner Glaubensgemeinschaft an und opponiert eigentlich gegen alles, was mit Fortschritt zu tun haben könnte. Auch spricht sich der Hornbrillenträger vehement gegen eine Unabhängigkeit von Neu Weimar aus.

Fingon, der starke Mann im Trifolium von Neu Weimar, wollte sich auf Anfrage nicht äussern. Trifol Andras, der als Fingos Vertrauter gilt, war da schon deutlicher: „Sein altkluges Gequatsche kann er sich an der Backe abwischen!“

Helmar von Huncis, Feanaro Times

Kristallbaronie in der Krise – Alice Blacker kämpft für Gleichberechtigung

Anders, 20. Apora 2519 (26.05. GZR). Unerhörtes und nie dagewesenes erschüttert derzeit die Kristallbaronie Anders und Rosenstiel (KBAR). Eine immer größer werdende Bewegung von Männern und Frauen unter der Führung einer gewissen Alice Blacker fordert gleiche Rechte für Alle!

Nun muss man wissen, dass durch die agnostische Weltanschauung der KBAR die Entwicklung anders als in den durch Religionen geprägten Ländern von Ultos verlief. Ingo Anders verstand es, seinen Part mit Hilfe einer Haupt- und drei Nebenfrauen zu einer Erbbaronie zu formen. Holger Rosenstiel hingegen wählte sich einen Mann und drei Nebenmänner und sein Part entwickelte sich zu einer Wahlbaronie. An diesem System hat sich seit den beiden Gründungsbaronen in rund zweitausenddreihundert Jahren nichts geändert.

Reizwort Gleichberechtigung

Gleichberechtigung lautet das Reizwort dieser Tage. Männer wollen auf einmal ebenfalls Haupt- und Nebenfrauen des Erbbarons werden. Passend dazu wollen Frauen am Wahlium teilnehmen. Sogar die Positionen des Erb- und Wahlbarons werden in Frage gestellt.

Man stelle sich nur vor, dass sich Erbbaron Prestos Anders die Macht mit einer Wahlbaronin Alice Blacker teilen müsste. Und dass es gar zu einer bunten Mischung aus Haupt- und Nebengemahlen käme. Nicht auszudenken. Sodom und Gomorra mitten in den Karpaten wäre die Folge.

Helmar von Huncis, Feanaro Times

 

Der Großpakt Internationalen Friedens hat sich konstituiert.

Was Gularsks neues humanitäres Bündnis leisten will und kann – und wie Kjamon darauf Einfluss nimmt.

Mit dem Austritt von Lagland und Pahragrau aus der Internationalen Allianz Demokratischer Nationen und dem kurz zuvor stattgefunden bewaffneten Konflikt in Pahragrau hat Alfons Gularsk, Direktor der Trance Nation und des Staatenbundes Karpatischer Staaten angekündigt, einen Großpakt zu initiieren, der sich unabhängig von Politik und Ideologie mit humanitären Fragen beschäftigen soll. Was steckt hinter diesem Pakt und welche Chancen kann man ihm zusprechen?

Es ist durchaus verwunderlich, dass ausgerechnet seitens des radikal antidemokratischen Staatenbundes Karpatischer Staaten ein Bündnis ausgehen soll, das sich vordergründig um die Menschlichkeit in Krisengebieten bemüht. Die ausdrückliche Distanz von Ideologie und Politik kommt dabei allerdings sicherlich nicht von ungefähr, denn nach wie vor ist der SKS kein Mitglied der ITUF mehr. Doch kann der GIF ein erster Schritt zurück zum größten und wichtigsten Völkerbündnis Ultos werden. Letzten Endes wird in den Statuten des GIF im Artikel 2 Ausdrücklich ein Bekenntnis zur ITUF festgehalten: »(1) Der GIF nimmt die ITUF als höchstes Bündnis aller Völker Ultos war. (2) Die Förderung und Umsetzung der Beschlüsse der ITUF wird als selbstverständliche Verpflichtung aller Mitgliedstaaten konstituiert. (3) Die Mitgliedstaaten des GIF sind sich darüber einig, dass eine Mitgliedschaft bei der ITUF für eine friedliche Diplomatie zwingend notwendig ist.«

Eine Annäherung zur ITUF ist also nicht von der Hand zu weisen. Und dennoch ist jede Skepsis berechtigt, handelt es sich doch bei Alfons Gularsk um ein sehr willkürliches Staatsoberhaupt, welches De Facto über die Hoheit aller Mitgliedstaaten des Staatenbundes Karpatischer Staaten verfügt und zuvor mehrmals die Demokratie als gescheitertes Konzept abgelehnt hat. Der Umstand, dass ausgerechnet dieser Herr Gularsk nun die Demokratie zur Grundlage des neugegründeten – wohlgemerkt ausschließlich humanitären – Paktes erkoren hat ist durchaus verwunderlich. Es gilt allerdings die liberale Haltung des SKS auch aus seiner aktuellen politischen Situation heraus zu betrachten: Immerhin sind alle Bündnisstaaten geschlossen aus der ITUF ausgetreten, haben der Völkergemeinschaft den Rücken gekehrt. Mit dem neugegründeten Großpakt Internationalen Friedens will Gularsk seine Position vermutlich in den Hintergrund rücken. Man soll über den SKS nicht wegen seines ITUF Austrittes reden, sondern wegen seines neuen, revolutionären und humanitären Auftretens.

Auch wenn man den politischen Umstand nie aus den Augen verlieren darf, sind die Inhalte, die der GIF vertritt alles andere als ideologisch. Der Großpakt Internationalen Friedens unterstellt sich den Gulmer Konventionen der Menschenrechte und macht sich zur Kernaufgabe diese zu schützen und zu halten.

Heute gab der GIF im neu errichteten Hauptsitz in Härlighet Stad in Lagland eine erste Pressekonferenz. Hierzu sprach im Namen der Trance Nation der Staatssekretär und Föderalherr der Imagi-Inseln Emanuel Kjamon:

»Die Notwendigkeit und die Pflicht humanitär zu agieren, steht über allen anderen Pflichten der Menschlichkeit. Die Staatengemeinschaft Ultos hat sich bisher auf die Fähigkeiten und den Einsatz privater oder halbprivater Organisationen ausgeruht, die selbst aber mit keinen oder nur wenigen staatlichen Mitteln unterstützt wurden. Die Komission vom Roten Brett, mit welcher der GIF beispielsweise bereits in Kontakt getreten ist, beklagt sich regelmäßig über diesen Missstand. Finanzielle Mittel sind schwer zu beschaffen. Teilweise muss über groß angelegte Aktionen Menschen auf der Straße ansprechen und für Spenden werben.

Dass ein solches Verhalten notwendig ist um humanitäre Hilfe überhaupt anbieten zu können, ist ein Armutszeugnis und ein schweres Laster, das wir alle mit uns tragen mussten. Der GIF ist nun das erste rein staatliche Gremium dass sich um Einsätze in Krisengebiete bemüht.

Ich möchte deshalb nochmals ausdrücklich aufrufen, dem GIF beizutreten. Es geht hierbei nicht um Politik. Über Politik kann man sich unterhalten, wenn in den entsprechenden Krisengebieten keine Menschen mehr in Lebensgefahr schweben oder in menschenunwürdigen Verhältnissen leben müssen. Der erste und wichtigste Auftrag jeden Staates in einem jeden Konflikt ist der Schutz des Menschengeschlechtes, nicht der Ideologie. Wer seine ideologischen Grundlagen über die Grundlagen der Menschenrechte anordnet, stellt eine umittelbare Gefahr für die gesamte Welt dar. Denn aus solchen Haltungen entstehen, Tyrannei, Armut, Ausbeutung. Der GIF kann ein klares Zeichen für eine weltoffene und zivile Gemeinschaft sein.«

Mit diesem Apell setzt Kjamon ein eindeutiges Zeichen. Er bekennt sich zur internationalen Staatengemeinschaft strebt wie kein anderer im SKS eine Einigung an und will mit allen Mitteln die humanitären Ziele des GIF vor den ideologischen – auch den der Trance Nation – stellen. Die Aussage von Kjamon ist auch deshab brisant, weil die Vermutung besteht, dass er sich mit den Worten »Wer seine ideologischen Grundlagen über die Grundlagen der Menschenrechte anordnet, stellt eine umittelbare Gefahr für die gesamte Welt dar.« auch Position gegenüber der Trance Nation bezieht. Ein Statement Gularsks zu dieser Vermutung ist noch nicht bekannt.

Kjamon muss sich entscheiden

Für den Staatssekretär und Föderalherr Kjamon scheint sich die politische Situation zunehmend zuzuspitzen. Aus den einst starken und rhetorisch brillanten Bekenntnissen zum SKS und zur Trance Nation ist Stück für Stück eine etwas ruhigere und liberalere Haltung geworden. Unterschwellige Kritik am System Gularsks scheint sich zu häufen. Noch gelingt Kjamon der Spagat zwischen den strengen Prinzipien des Gularsk-Regimes und dem gemäßigten Ton. Doch könnte ihm das zum Verhängnis werden, denn in seiner Willkürlichlkeit hat Gularsk schon manchen Freund fallengelassen.

Auf den Imagi-Inseln ist Kjamon inzwischen ein gefeierter Held. Waren die Imagi-Inseln einst ein bloses Anhängsel der Trance Nation sind sie seit ihrer föderalen Separation ein Stück näher ihrer gewünschten Unabhängigkeit. Kjamon hat die Wahl und sicherlich auch die Möglichkeiten sich mit den Imagi-Inseln von Gularsk zu separieren. Abgeneigt von der Idee scheint er nicht zu sein, denn als Separatist hat er sich bereits für die Unabhängigkeit von Neu-Weimar stark gemacht und fährt auch gegenüber der EBR eine deutlich liberalere Linie als es im SKS Umfeld gewöhnlich ist. Diesbezüglich ist Kjamon der wahrscheinlich einflussreichste – wenn nicht gar der einzige – liberale Politiker im SKS. Die Vermutung liegt nahe, dass die Idee des Großpakt Internationalen Friedens auch seitens Kjamon liegt. Im Moment ist Gularsk auf die liberalen Ideen des Kjamon angewiesen. Denn gilt es für ihn eine Gradwanderung zu absolvieren, in den ungenauen Grauzonen zwischen ITUF-Mitgliedschaft und Anarchie. Der aktuelle noch souveräne Status des SKS ist vermutlich auf die Annäherungspolitik Kjamon zurückzuführen.

Kjamons Einsatz und das Auftreten des GIF sind wichtige Aspekte, die den SKS in Richtung ITUF bewegen. Und eine Annäherung zur ITUF ist inzwischen dringender den je. Schließlich ist der Austritt der Bündnismitglieder inzwischen fast ein halbes Jahr her. Nun steht Kjamon vor einer wichtigen Entscheidung. Denn auf der einen Seite hat er die Möglichkeit die Unabhängigkeit der Imagi-Inseln zu erwirken. Eine Möglichkeit, die Kjamon mit sicherheit bereits wahrgenommen hat. Aber das bedeute auf der anderen Seite, dass er sich deutlich vom SKS distanzieren muss. Damit würde er nicht nur Alfons Gularsk fallen lassen sondern auch 7 souveräne Staaten dem politischen Chaos aussetzen. Die Chance, die Imagi-Inseln ohne Gewalt zur Unabhängigkeit zu bewegen ist aktuell größer als zuvor, ebenso jedoch auch die Gefahr, dass sich in dessen Folge der SKS extrem radikalisiert.

Der Großpakt Internationalen Friedens als mögliche Doppellösung

Der Großpakt Internationalen Friedens kann aber auch als einzige Chance für Kjamon gesehen werden, einen politischen Spagat hinzulegen, wie es ihn zuvor nicht gegeben hat. Wenn es gelingt, die Trance Nation und den SKS an den GIF zu binden und anschließend unter der Regentschaft des pahrischen Rudolph Raath, ersten Generalsekretär des Großpaktes, sowohl die Imagi-Inseln als auch die SKS-Staaten in einem humanitären Bündnis zu halten. Denn klar ist auch, dass Gularsk nicht auf die liberale Linie verzichten kann, wenn ihm etwas daran liegt in die ITUF aufgenommen zu werden und den SKS zu erhalten.

Jedoch darf man den GIF und dessen Fähigkeiten nicht überschätzen, mit seinen aktuell 10 Bündnismitgliedern, davon 7 vom SKS ist er momentan noch sehr einseitig besetzt. Es gilt zu hoffen, dass sich dem GIF weitere Staaten anschließen und damit die SKS Staaten in die Schranken der Rechtstaatlichkeit und Demokratie zu weisen. Wenn diese Chancen wahrgenommen werden und die Trance Nation sich gemeinsam mit einer großen Staatengemeinschaft solidarisiert, könnte dies ein riesiger Schritt im sinne des wahren internationalen Friedens sein.

Große Anteilnahme – weltweite Trauer um Zara II.

OE-200Erigon, 8. Apora 2519 (14.05. GZR). Ultosweit betrauern nicht nur Aporisten den Tod des emeritierten Mahtan Zara II. Auch viele Religions- und Staatsführer haben dem Mahtanat und der UAF ihren Respekt und ihre Trauer bekundet.

Stellvertretend für alle veröffentlicht der Osservatore Erigon nachstehendes Schreiben von Alfons Gularsk, dem Direktor des SKS:

„Ich bedauere das Ableben des Mahtan Zara II.

Apor ist Liebe! Sind die Worte, mit denen er seiner Zeit die Völker einander näher brachte.

Denn Zara II. war seiner Zeit nicht nur eine Ikone des Religionsfriedens, sondern des Friedens überhaupt. Meine Gedanken sind bei allen Aporisten und der weltweiten Trauergemeinde.

Im Staatenbund Karpatischer Staaten wurden ebenfalls Totenfeiern angekündigt. Hiermit hebe ich die Arbeits und Schulpflicht anlässlich der Totenfeier auf. Jeder der sich berufen oder angehörig fühle, wohne der Gemeinde bei. Ich wünsche uns allen und der Welt, dass wir die Botschaft der Liebe weiter in die Welt tragen, so wie es Zara II. unermüdlich bis zu seinem Tode getan hat.

In tiefer Trauer

Alfons Gularsk, Anonitist“

Zur Beisetzung am 10. Apora (16.05. GZR) haben sich über fünfundneunzig Staatsoberhäupter, Regierungschefs und Religionsführer angemeldet.

Joreth Borsilra ist Anion für Aporismus und Weltanschauung und schreibt regelmäßig für den Osservatore Erigon

Zara II. gestorben – Aporisten weltweit trauern um großen Religionsführer

OE-200Erigon, 7. Apora 2519 (13.05. GZR). Der emeritierte Mahtan Zara II. (Bild rechts) ist tot. Er starb am Sonntagabend um 21.37 Uhr in der Kelch-Klink in Erigon an Organversagen. Das teilte Lindalbewahrer Miupesfu Tepefso bei einer Gebetsfeier mit. Zara II. leitete die gläubigen Aporisten mit ihren rund 155 Millionen Aporisten rund zehn Jahre.

Zuletzt war das greise Kirchenoberhaupt nach Angaben seines Sprechers immer wieder in Bewusstlosigkeit gefallen. Bereits am Freitagabend erhielt ZarZaraa II. nach einer drastischen Verschlechterung seines Zustands die letzte Eichung. Im Meira musste er wegen akuter Atemkrisen zwei Mal in die Kelch-Klinik eingeliefert werden. Nach einer Luftröhren-Operation konnte er kaum noch sprechen.

Zara II. war Anfang 2518 als Mahtan zurückgetreten. Ausschlaggebend war schon damals die gesundheitliche Situation des Kirchenführers. Seither lebte er zurückgezogen in einem Aporkelch in den mahtanischen Gärten von Erigon.

Sein Nachfolger Cada VI.  würdigte Zara II. als einen der großen Mahtane der Neuzeit, der stets um den Frieden auf Ultos rang und sich wiederholt um den Ausgleich zwischen den Religionen bemühte. Begam Nodecano Furyatan äußerte sich bestürzt, aber dankbar: „Zara II. war mir ein Ratgeber, auf den ich mich immer verlassen konnte.“ Die Regierung der UAF ordnete eine fünftägige Staatstrauer an. Die Beisetzung findet am 10. Apora (16.05. GZR) statt. Seine letzte Ruhestätte findet Zara II. im Sipe-Kelch.

Joreth Borsilra ist Anion für Aporismus und Weltanschauung und schreibt regelmäßig für den Osservatore Erigon