Neuer Job für Alt-Vizebegam – Neuer Chef beim SvS – Neue Siedlungen in Korangar

Finrod, 1. Laub 2522 (23.05. GZR)

Neue Vorsitzende

Critana Romir

Die Aporisten von Mi Wath haben eine neue Vorsitzende. Critana Romir, Aniona für Justiz der UAF, wurde am Wochenende mit überwältigender Mehrheit von 86,4 Prozent gewählt. Sie ist die erste Frau auf diesem Posten und löst den Interims-Vorsitzenden Chiros Wimenesse ab; dieser bleibt Generalsekretär der CaA der UAF.

Neuer Chef

Paukenschlag beim Geheimdienst der UAF. Marschall Albus Rosanfang, (all)mächtiger Chef des UAF-Geheimdienstes Stern von Singollo (SvS), hat Begam Lutanis Gulantir um seine Versetzung in den Ruhestand gebeten. Nachfolger wird dem Vernehmen nach Janes á Mabaw. Janes á Mabaw ist Generalleutnant im SvS und dem breiten Publikum eher unbekannt.

Janes á Mabaw

Was den alten Fuchs Albus Rosanfang bewogen hat, sich zurück zu ziehen, wird wohl ein Geheimnis bleiben. Zwar wird geraunt, seine Demission habe „irgendwas mit dem Tracon“ zu tun – aber sowohl der Kristallpalast als auch der SvS halten sich wie gewohnt bedeckt.

Neuer Plan

Das was seit der Übernahme Korangars durch die UAF hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wurde, kristallisiert sich allmählich heraus. Der sog. „Generalplan Korangar“ (GPK) wurde offenbar in Kraft gesetzt. Er sieht vor, die am Meer gelegenen Territorien in Korangar zu besiedeln. Damit will man wohl der städtischen Bevölkerung der UAF die Möglichkeit geben, neuen Lebensraum für sich zu entdecken und zu besiedeln. Bekannlich sucht die Überbevölkerung in den großen Städten der UAF, besonders auf Ancalim und Feanaro, schon seit längerem ein Ventil.

Maroth Wylmona

Alt-Vizebegam Maroth Wylmona wurde zu diesem Zwecke von Begam Lutanis Gulantir zum GPK-Direktor ernannt. Die sog. „Dienststelle Wylmona“ ist unmittelbar dem Begam unterstellt und verfügt über ein Anfangsbudget vom 100 Milliarden Asco. UAF-Finanzaniona Lula Saonar stellt diese Summe aus einem „Sondervermögen“ bereit. Laut Maroth Wylmona bekommt jede umsiedlungswillige Familie ein Grundkapital von 50.000 Asco zur Verfügung gestellt. In der ersten Siedlungswelle sollen zunächst Handwerker und Dienstleister nach Korangar übersiedeln.

Helmar von Huncis, Feanaro Times

Taurien erstmals mit einer Reichskanzlerin – Sozialisten verteidigen absolute Mehrheit

Golgathan, 1. Luch 2522 (02.05. GZR) Das gab es noch nie in der Geschichte des Königreichs: erstmals wurde eine Frau zur Reichkanzlerin berufen. König Jadan verkündete im Morgenmagazin des taurischen Fernsehens höchstselbst diese Botschaft: „Auf Grund der Tatsache, dass die Sozialistische Partei Tauriens (SPT) ihre absolute Mehrheit im Kronrat verteidigt hat, habe ich Coriana Chandil in das Amt der Reichskanzlerin berufen.“

Coriana Chandil

Sympathie – und große Zustimmung

Coriana Chandil ist seit einem halben Jahr Vorsitzende der SPT und wurde kurz darauf auch als Spitzenkandidatin nominiert. In der Geschichte der taurischen Sozialisten war schon das ein Novum. Die Sympathie der Taurier hatte sie sich allerdings schon länger erworben. Dieser Umstand und eine fast neunundneunzigprozentige Zustimmung der Wählerinnen und Wähler im Wahlkreis waren sicherlich ausschlaggebend für die Entscheidung des Königs.

Der im Vorfeld für diesen Posten ebenfalls hochgehandelte Geheimdienstchef, General Vinew Selrúnya, kam in seinem Wahlkreis auf gerade mal 15 Prozent, war allerdings über die Liste abgesichert.

Die Wahlergenisse vom 22. Mudo 2522 (01.05. GZR) im einzelnen

Sozialistische Partei Taurien / SPT – 53,30 % – 86 Sitze

Taurisch Grün / TG – 13,15 % – 21 Sitze

Taurische Thronpartei / TTP – 11,00 % – 18 Sitze

Demokratische Union Taurien / DUT – 22,55 % – 37 Sitze

General Vinew Selrúnya

Die endgültige Kabinettsliste wird im Laufe der nächsten Tage bekanntgegeben. Wie aus gut unterrichteten Kreisen des Palastes durchgestochen wurde, gibt es zwei Personalentscheidungen, die bereits feststehen. So soll General Vinew Selrúnya neuer Innen- und Heimatschutzminister werden. Der bisherige Reichskanzler Olras Kainew wird neuer Vorsitzender des Kronrates, dem erweiterte Legislativrechte eingeräumt wurden.

Asgarden sei Dank

König Jadan macht seinem Ruf als Modernisierer alle Ehre. Selten wurde eine Monarchie auf Ultos so schnell und umfassend in Richtung Demokratie umgekrempelt. Was sicherlich nicht zuletzt auch der Mitgliedschaft in der Asgardischen Union zu verdanken ist.

Dirwen Faryat, Chefredakteur des Taurischen Beobachters

TEaA und TaA vereint und mit Doppelspitze – Tulemisten der UAF stellen sich neu auf

Singollo, 16. Lian 2522 (05.04. GZR) Nach der Wahlniederlage bei den Wahlen zum Ablatium der UAF im vergangenen Jahr und dem durchwachsenen Wahlerfolg in Amranien (stärkste Partei, aber Niederlage bei der Wahl des Administrators) haben sich die Tulemisten der UAF jetzt neu aufgestellt. So wird die amranische Taron as Amrania (TaA) ab sofort dem Gesamtverband der Tomrodulas Eadil as Ancalim (TEaA) angehören. Der Interimsvorstand um Borgon Riratan, den Oberbürgermeister von Asgarden, beendete seine von vornherein zeitlich begrenzte Amtszeit und ermöglichte so den Neustart mit frischem Personal.

Doppelspitze – unbelasteter Aufbruch

Letana Ban

Erstmals in der Geschichte der Partei werden die Tulemisten von einer Doppelspitze geführt. Letana Ban (AMR) und Lotan Cren (ANC) wurden mit 84,11 Prozent bzw. 77,72 Prozent zu gleichberechtigten Vorsitzenden gewählt. Beide sind relativ neu in der Politik und sollen einen unbelasteten Aufbruch gewährleisten.

Generalsekretärin – bestes Ergebnis

Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Maroth Wylmona (FEA – 77,85 % – Alt-Vize-Begam) und Elmalas Firyatan (FVE – 74,64 % – AP-Vizepräsident) gewählt. Beisitzer sind Daladan Panare (FKA – 70,38 % – Anion für Innovation, Forschung und Wissenschaft UAF) und Viran Ordaron (KOR – 66,78 %). Zur Generalsekretärin wurde Anara Vasaman (MWA – 86,49 % – Aniona für Asgardenbelange UAF) gewählt; sie erreichte das beste Ergebnis der Vorstandswahlen.

Lotan Cren

Kurfürsten – erweiterter Vorstand

Aus den Unionsstaaten wurden per Akklamation sieben sogenannte Kurfürstinnen und Kurfürsten in den erweiterten Vorstand entsandt: Carna Piralonde (ANC), Bros Analim (FEA), Wegla Malimau (AMR -Aniona für Inneres Heimatschutz AMR ), Tylag Wulrunya (FVE), Bato Meotti (FKA – Administrator FKA), Luw Kneanár (MWA) und Maran Lesartir (KOR).

Vier aus vierzehn – Frauenanteil unter 30 Prozent

Der scheidende Vorsitzende Borgon Riratan hätte sich „mehr Frauen“ gewünscht. In der Tat sind von vierzehn Vorstandsmitgliedern nur vier Frauen. Da ist also noch Luft nach oben. Man mag das bedauern; zur Wahrheit gehört aber auch, dass schlicht und ergreifend nicht mehr Frauen kandidiert haben.

Helmar von Huncis, Feanaro Times

Tote bei Erdbeben vor Korangar – Tsunamiwarnung aufgehoben

Moruca, 17. Kaja 2522 (17.03. GZR) Ein schweres und langanhaltendes Erdbeben hat gestern den Nordosten von Korangar erschüttert. Vierzehn Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Der Administrator von Korangar, Trev Dopartan sagte heute, die genauen Todesursachen seien noch nicht bekannt. Weitere 216 Menschen wurden seinen Angaben zufolge verletzt. Die Bewohnerinnen und Bewohner in der besonders betroffenen Region Moruca begannen mit den Aufräumarbeiten.

130 Zentimeter hohe Wellen

Das Beben hatte die Region zur Nachtzeit erschüttert. Das Zentrum lag in rund 57 Kilometern Tiefe vor der Küste Korangars. Die Meteorologische Behörde in Bamberg gab die Stärke zunächst mit 7,8 an, korrigierte sie später jedoch auf 7,6. Zwischenzeitlich gab die Behörde eine Warnung vor einem Tsunami für die Region Moruca heraus. Bis zu 130 Zentimeter hohe Wellen erreichten die nördlich von Moruca gelegenen Küstenregionen. Die Warnung wurde am frühen Vormittag wieder aufgehoben. Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden jedoch auch für die kommenden Tage vor einem möglichen weiteren starken Erdbeben gewarnt.

Die Regierung richtete sofort einen Notfallstab ein. Trev Dopartan sagte Reporterinnen und Reportern, dass die Regierung das Ausmaß der Schäden bewerte. Er versprach, alles in ihrer Macht Stehende für Rettungs- und Hilfsmaßnahmen zu tun. „Bitte ergreifen Sie zuerst Maßnahmen, um Ihr Leben zu retten“, so Dopartan.

Entgleister Zug – alle Passagiere sind unverletzt

Durch das Beben entgleiste auch ein Hochgeschwindigkeitszug – die rund 200 Passagiere an Bord des Zuges blieben laut Medienberichten jedoch unverletzt. Derzeit ist nicht abzusehen, wie lange die Instandsetzungsarbeiten an der Bahnstrecke dauern werden.

Das Epizentrum des Bebens lag auf dem sogenannten Oronischen Feuerring. Dort treten starke Erdbeben gehäuft auf. Diese lösen bisweilen die für den Oronik typischen Tsunamis aus.

Helmar von Huncis, Feanaro Times

Amranien hat gewählt – Kanrod Kenena mit hauchdünnem Vorsprung bestätigt – Tulemisten stärkste Kraft

Amrania, 06.03.2522 (15.02. GZR) Der von etlichen Meinungsforschern vorhergesagte glatte Durchmarsch der Tulemisten ist ausgeblieben. Zwar konnte die TaA ihren Stimmenanteil fast verdoppeln, blieb aber mit 36,78 % weit hinter den Erwartungen zurück. Dennoch ist sie nun stärkste Kraft und hat die CEaA mit 27,56 % auf den zweiten Platz verweisen. Die Ergebnisse im einzelnen:

TaA 36,78 % (2019: 18,92 %) – 60 (26) Sitze – starke Gewinne

CaA 20,58 % (2019: 14,80 %) – 33 (21) Sitze – Gewinne

MaI 15,08 % (2019: 14,36 %) – 24 (21) Sitze – leichte Gewinne

CEaA 27,56 % (2019: 51,92 %) – 45 (73) Sitze – starke Verluste

Wahlberechtigt waren 11.049.494 Wählerinnen und Wähler; die Wahlbeteiligung lag bei 90 Prozent. Der Anteil der Briefwähler lag bei 25 Prozent.

Wahlkrimi – denkbar knappe Wiederwahl des Administrator

Die Wahl des Administrators war bis zum Schluß der Auszählung ein Krimi. Mit nur 22.888 Stimmen Vorsprung wurde der Amtsinhaber, Kanrod Kenena (CEaA) bestätigt. Das entspricht 50,10 %. Auf seinen Mitbewerber Mileg Ovcamel (TaA) entfielen 49,90 %. Mileg Ovcamel gratulierte dem alten und nun auch neuen Administrator zu seiner Wiederwahl und wünschte ihm viel Erfolg bei den vor ihm liegenden Aufgaben. Gleichzeitig bot er Kanrod Kenena seine Unterstützung und konstruktive Zusammenarbeit an.

Kanrod Kenena

Im 162 Sitze umfassenden Ablatium stellt die TaA mit 60 Abgeordneten jetzt die stärkste Fraktion. Mileg Ovcamel hatte bereits im Vorfeld des Wahltages angekündigt, im Falle einer Wahlniederlage der neuen amranischen Regierung nicht angehören zu wollen; er wird nun als neuer Präsident des Ablatiums gehandelt.

Konstant im Amt – Zaánor Randanar bleibt OB von Amrania

Die gleichzeitigen Kommunalwahlen konnte die TaA ebenfalls für sich entscheiden. Die Großstädte im einzelnen:

In Amrania wurde der Oberbürgermeister Zaánor Randanar (TaA) mit 63,33 % im Amt bestätigt. Taros Candil (CEaA, bisher OB in Tauwalden / Forn-Vespera) wurde zum neuen Oberbürgermeister von Lenwerul gewählt; er erhielt 75,45 %. Und neuer OB von Elusund ist Adanor Winar; der Aporist erhielt 79,33 %.

Zaánor Randanar

Von den sieben Sitzen Amraniens in der zweiten Kammer, dem Kalatium, nehmen die Tulemisten drei, die Demokraten zwei, Aporisten und Liberale jeweils einen Sitz ein.

Kanrod Kenena hat angekündigt, dass er das neue Kabinett zügig, d. h. innerhalb der nächsten vierzehn Tage bilden will.

Das zweite amranische Fernsehen (ZAF) wird heute Abend eine Sondersendung ins Programm nehmen. „Was nun, Herr Kenana?“ ist der Titel der Sendung. Der wiedergewählte Administrator stellt sich den Fragen von Sparan Bramene (Feanaro Times) und ZAF-Chefredakteur Lotanis Bamene.

Helmar von Huncis, Feanaro Times

Cäwin – leider nicht allein

Rosenstiel, 22. Wall 2522 (20.01. GZR) Der Cäwinismus als virusbedingte hochansteckende Ausbreitung des Namens Cäwin entwickelte sich zunächst im sexischsprachigen Raum und später über die Landesgrenzen der Kristallbaronie Anders und Rosenstiel (KAR)  hinaus. Erstmals beschrieben wurde Cäwinismus in den frühen 70er Jahren des 24. Jahrhunderts. Nach einer ca. 15-jährigen Latenzphase brach das Virus vermutlich 2485 sprunghaft aus und erreichte den Höhepunkt seiner Verbreitung exakt 2491.

Cäwinismus ist eine Virusinfektion mit hohem Infektionspotenzial und als gefährliche Seuche einzustufen. Das Virus schädigt die Erbsubstanz. Cäwinismus unterliegt der standesamtlichen Meldepflicht.

Das Virus

Cäwinismus wird verursacht durch das elternbefallende und fruchtschädigende Retro-Virus aus der Familie der Debiloviridae, Gattung Debilovirus, Humanes Cäwino-Virus (HCV) kurz Cäwinismus -Virus. Bei infizierten Eltern führt das Cäwinismus-Virus zum temporären Ausfall der namensfindenden Hirnareale im frontalen Kortex und schädigt diese auch nach Abklingen der Akutphase dauerhaft. Die Kinder der erkrankten Eltern erkranken chronisch und unheilbar an Cäwinismus.

Das HCV befällt nur männliche Nachkommen. Ursache für diese geschlechtspezifische Ausprägung der Symptome ist die Positionierung der viralen Proteinbausteine im männlichen Genom. Im männlichen Y-Chromosom aktivieren nämlich die Cäwin-Polymerasen die entsprechenden Gensequenzen, im weiblichen Genom findet keine solche Kodierung statt.

Ausbruch

Wo genau die Epidemie ihren Anfang nahm, ist unklar. Es darf aber mit einiger Berechtigung angenommen werden, dass das Cäwinismus -Virus versehentlich in Rosenstiel aus einem Sprachlabor entwich und sich zunächst im Karpatenraum ausbreitete.

Verbreitung

Zum Zeitpunkt ihrer maximalen Verbreitung wurde die Krankheit trotz aller Vorsichtsmaßnahmen auch nach Übersee eingeschleppt. In der UAF mutierte das Cäwinismus -Virus zu einer noch virulenteren Form, dem Cäwin-allein-zu-Haus-Virus.
Aus bisher ungeklärten Gründen wütet das Cäwinismus -Virus bevorzugt in den unteren sozialen Schichten. Experten vermuten, dass Faktoren wie Debilität, Infantilität, Geschmacksverirrung, Blondierung und Dauerwellen den Krankheitsverlauf beschleunigen können.

Ansteckung

Die genauen Mechanismen der Ansteckung sind bis dato unbekannt. Es wurden Kontakt- und Tröpfcheninfektionen ebenso wie Infektionen über das bloße Hören des Namens Cäwin beschrieben.

Cäwin Keondra

Langzeitschäden

Mit Cäwinismus infizierten Eltern gelingt es nicht, ihren weiteren Kindern akzeptable Namen zu geben. Nach der Infektion mit Cäwinismus können sie nie wieder ihre Frisur oder ihr Styling ändern. Letztlich verläuft Cäwinismus tödlich.

Therapie und Prävention

Eine Behandlung von Cäwinismus ist nicht möglich. Man kann nur vorbeugende Maßnahmen treffen (100%ige Sicherheit bietet einzig Kinderlosigkeit!) und den Kontakt zu Infizierten meiden.

Vererbung

In den letzten 15 Jahren hat die Virulenz des Cäwinismuserregers stetig abgenommen. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass das Virus mutiert und unter anderem Vorzeichen erneut ausbricht. Für Infizierte und Erkrankte gibt es keine Heilung, sie müssen die Unannehmlichkeiten ihrer Infektion lebenslang erdulden. Glücklicherweise stellt sich in der 2. Generation eine natürliche Immunität gegen Cäwinismus ein.

Als erster Cäwin wurde Cäwin Keondra (Bild) aus Rosenstiel nachgewiesen. Das Bild spricht Bände und bedarf keiner Erläuterung.

Kail Langollo, Kristallzeitung Rosenstiel

Dem Morgenrot entgegen – Amranien vor der Wende zum Sozialismus

Von Sparan Bramene, FEANARO TIMES – Hauptstadtbüro

Liebe Leserin, lieber Leser, guten Tag!

Kenena oder Ovcamel – das Rennen ist offen         

Am 6. Kaja 2522 (15.02. GZR) finden im Unionsstaat Amranien die ersten Wahlen des Jahres innerhalb der UAF statt. Gelingt es der CEaA unter Kanrod Kenena, dem amtierenden Administrator, ihre absolute Mehrheit zu halten? Eher nicht. Oder geht die TaA unter ihrem Spitzenkandidaten Mileg Ovcamel als Sieger hervor? Es sieht so aus. Der amtierende Wirtschaftsanion rechnet sich jedenfalls gute Chancen aus.

Zwar liegt Kanrod Kenena (Bild rechts) derzeit in den Umfragen mit 56 % vorn. Er ist übrigens das einzige Mitglied aus der Führungsriege der Demokraten, das noch ein Standing in der Bevölkerung hat.

Mileg Ovcamel (Bild unten) mit 44 % kann aber durchaus noch aufholen, machen die Amranier den wirtschaftlichen Aufschwung der letzten Jahre doch an ihm und nicht am Administrator fest.

Absturz der Demokraten – Aufstieg der Sozialisten

Ein gänzlich anderes Bild zeigen die aktuellen Werte für die Parteien. So droht den Demokraten (CEaA) ein historischer Absturz von 51,9 % auf 6,7 %. Auch die Grünen (CaA) lassen Federn; sie müssen mit 6 % statt 14,8 % rechnen.

Gewinner sind demnach die Sozialisten (TaA), die mit 62,5 % gehandelt werden (2519 waren es 18,9 %). Schließlich die Liberalen (MaI). Sie legen ebenfalls kräftig zu und können – von 14,4 % kommend – mit 24,8 % rechnen.

Stadt wie Land – Hand in Hand

Die größeren Städte werden wohl allesamt an die TaA fallen. Die Wiederwahl des beliebten Oberbürgermeisters Zaánor Randanár gilt als sicher. Marven Thonder (TaA/OB Lenwerul) und Erin Lalalorion (CEaA/OB Elusund) kandidieren nicht mehr.

Den Sozialisten Geldam Bailrá in Lenweruel und Jaeth Plilrá in Elusund werden hier die besten Chancen eingeräumt.

Amranien wird wohl in den nächsten drei Jahren sozialistisch geprägt sein. Allein Kanrod Kenena würde im Falle seiner Wiederwahl als demokratischer Leuchtturm in einem sozialistischen Meer stehen. Und Dank der ancalischen Konkordanz-Verfassung spielen die anderen Parteien ja auch noch eine Rolle. Stand jetzt wären Demokraten und Grüne mit je einem Anion im zwölfköpfigen Kabinett vertreten. Und drei Anione würden durch die Liberalen gestellt.  

Amrania, 16. Wall 2522 (14.01. GZR)

Armilien hat einen neuen Präsidenten – die Vereidigung Serj Askonnas

Gestern wurde der Sieger der diesjährigen armilischen Präsidentschaftswahl Serj Askonna feierlich vereidigt. Die Zeremonie fand wie immer im Regierungsplast in Newa-Traltis, der Hauptstadt der Vereinten Republik statt.

Ablauf der Zeremonie

Zuerst sprach Askonna den Amtseid vor dem noch amntierenden Präsidenten Valerio Arneilip aus. Danach legte Arneilip die Präsidentenschärpe ab und legte sie seinem Nachfolger um. Die sogenannte Präsidentenschärpe in den Farben des Triraya (des weiss-hellblau-schwarzen Streifen, welcher quer über die Flagge der Vereinten Republik läuft) wurde bereits von Marello Sarono, dem ersten Präsidenten Armiliens getragen. Er begann diese Tradition als er sie 2465 seinem Nachfolger nach dessen Amtseid umlegte. Seit dem wird diese Geste der friedlichen Machtübergabe bei jeder Vereidigung eines Präsidenten mit der gleichen Schärpe durchgeführt, welche Marello Sarono an seinen Nachfolger abgegeben hatte.

Von diesem Moment an zählt Serj Askonna als 16ter Präsident der Vereinten Republik Armilien.

Daraufhin vereidigte der neue Präsident seine Vizepräsidentin Marijona Kavijka, welche daraufhin ihrem Vorgänger Pedro Danoj die Hände schüttelte.

Danach hielt Askonna seine Antrittsrede auf dem Balkon des Regierungsplastes. Daraufhin fand die sogenannte Schwurerneuerung der Armee statt. Dabei schwören der Marschall der Vereinten Republik (der Oberbefehlshaber der gesammten Streitkräfte) und die vier Oberbefehlshaber der Teilstreitkräfte auch dem neuen Präsidenten, stellvertretent für das Militär uns seine Einheiten, ihre Treue. Dieser symbolische Akt, welcher die Untergebenheit des Militärs gegenüber der gewählten Zivilergierung zeigt ist jedoch sehr ernst zu nehmen, denn auf dem Bruch dieses Schwures steht nach wie vor die Todesstarfe.

Später begrüsste der neue Präsident noch alle Gouverneure der 12 Provinzen mit einem Handschlag.

Zahlreiche Gäste

Unter den zahlreichen Anwesenden aus Politik, Medien, Zivil und Militär befanden sich unter anderem die ehemaligen Präsidenten Salvan Quarao und Lukka Erneili. Der ehemalige Präsident Erik Tarono hatte seine Anwesenheit anfangs ebenfalls angekündigt, musste jedoch wegen einer OP absagen. Die Präsdientschaftskandidatin Maria Gometha, welche die Präsidentschaftswahl gegen Askonna verlohr war ebenfalls anwesend und gratulierte ihm zu seinem Wahlsieg.

Was wird aus Valerio Arneilip?

Der nun ehemalige Präsident Valerio Arneilip gab bekannt sich auch nach seiner Präsidentschaft weiterhin in den Dient seines Landes zu stellen. Über genaue Pläne für zukünftige Vorhaben sagte der 49 jährige jedoch noch nichts.

Henrijo Herniko, Armilia Post

„Linksrutsch“ in Wotania

von Autor


von Robert Kurtaag


Fredriksburg. Bei der Parlamentswahl in Wotania am vergangenen Sonntag konnten die Torunisten einen überraschend deutlichen Wahlsieg einfahren. Mit über 30% der Stimmen landeten sie weit vor den Liberalen und Konservativen. Vize-Regierungspräsidentin Kamiri wird somit höchstwahrscheinlich die Nachfolge von Willem Auder antreten. Auf der Wahlparty der STP herrschte ausgelassene Stimmung. Kamiri bedankte sich bei ihren Wählern und Wahlhelfern und sprach von einem historischen Moment. Wotania werde ein „nie dagewesenes Zeitalter der Modernisierung und der Sozialen Gerechtigkeit erleben“. Kamiri stehen nun mehrere Optionen offen. Am wahrscheinlichsten gilt ein Bündnis mit der demokratisch-sozialistischen Linksallianz und der Oberwotanischen Volkspartei (OVP). Auch eine Kooperation mit den Liberalen und wahlweise der Tierschutzpartei oder der OVP gilt als denkbar. Rechnerisch möglich ist auch eine Linkskoalition, jedoch hatten die Torunisten vor der Wahl eine Kooperation mit der als linksextrem eingestuften SAW, ausgeschlossen. Bei Liberalen und Konservativen reicht die Stimmung dagegen von Ernüchterung bis Bestürzung. Der liberale Spitzenkandidat Latkun räumte noch am Wahlabend die Niederlage ein und bot seinen Rücktritt vom Parteivorsitz an. Der Spitzenkandidat der Konservativen NDP, Taek Varinka, gab sich kämpferisch: „Wir haben diese Wahl nicht gewonnen aber auch nicht verloren. Wir werden die Möglichkeit einer 5-Parteien-Koalition aus NDP, LF, HFP, TSP und OVP als Bollwerk gegen den Sozialismus prüfen, um die linke Republik zu verhindern.“ Ähnlich äußerte sich auch Allegart, der Spitzenkandidat der rechtskonservativen HFP. Er sprach gar von der Gefahr einer „Sozialistischen Kulturrevolution“ und einem rabenschwarzen Tag für das Bürgerlicher Lager. Auch er sprach ähnlich wie Varinka von einer „Koalition gegen den Sozialismus“. Nichtsdestotrotz gilt diese als recht unwahrscheinlich, da insbesondere zwischen Tierschutzpartei und HFP kaum überbrückbare Differenzen liegen. Politologen sprechen derweil von einer Zäsur in der Geschichte der wotanischen Demokratie. Das Land galt bisher als eines der erzkonservativsten in Akronor. Erst mit einer Verfassungsreform im Jahr 2496 wurde das Land zu einer vollständigen Demokratie, davor hatte der wotanische König noch weitreichenden Einfluss auf das politische Geschehen. Zudem könnte es zum ersten Mal in der Geschichte das Landes dazu kommen, dass keine der „klassischen Volksparteien“ (LF, NDP und HFP), an der Regierung beteiligt ist. Schon die erstmalige Kooperation der Liberalen mit den Torunisten vor 5 Jahren, galt damals noch als Tabubruch.

Mehr zur Wahl gibts es hier…

Sonderparteitag der Cearadas wählt Lula Saonar zur neuen Vorsitzenden … und nichts Neues aus Neu Weimar


Liebe Leserin, lieber Leser, guten Tag!

Von Sparan Bramene, FEANARO TIMES – Hauptstadtbüro

Aufbruch bei den Demokraten der UAF …

Nach der Verfassung der UAF darf der Begam nicht gleichzeitig eine Funktion in einer Partei ausüben. Das führte nach der Wahl von CEaA-Chef Lutanis Gulantir zu dessen Rücktritt – und zur Neuwahl der demokratischen Führung.

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Bemerkenswert war, dass sich der vom Establishment als neuer Parteichef gesetzte ehemalige Anion für auswärtige Angelegenheiten, Jawe Dacalimom, plötzlich und unerwartet einer Gegenkandidatin gegenübersah. Lula Saonar (Bild rechts) aus Ancalim, erst seit kurzem Aniona für Finanzen der UAF, warf dem sog. Establishment quasi den Fehdehandschuh hin und brachte mit einer fulminanten Rede die Parteitagsdelegierten hinter sich. Das Ergebnis war mehr als eindeutig: Magere 15,6 Prozent für Jawe Dacalimom – aber 84,4 Prozent für Lula Saonar.

Das musste erstmal verdaut werden. Und so wurde der Parteitag zunächst unterbrochen. Was während der Mittagspause bereits auf den Fluren getuschelt wurde, bestätigte sich bei der Wiederaufnahme: Die gesamte bisherige Führungsriege trat zurück, um der CEaA einen kompletten Neuanfang zu ermöglichen. Vor allen Dingen die weiblichen und diversen Delegierten hatten wohl darauf bestanden. Gleichwohl sind die stellvertretenden Vorsitzenden, der Generalsekretär als auch der Beauftragte für die Asgardische Union wieder Männer.

Zu Stellvertretern wurden gewählt: Nidal Josar (Obmann Ancalim) mit 89,5 %, Maroth Emanesse (Forn-Vespera/Vorsitzender AP-Fraktion) mit 87,9 % und Svindor Kronra (Statthalter Mi Wath) mit 82,6 %.

Auf Vorschlag und Wunsch von Lula Saonar wurde Jorwen Ningollo (Amaranien) neuer Generalsekretär. Er erhielt 92,5 Prozent der Stimmen.

Benewo Sossesúl aus Forn-Karpat wurde mit 75,9 Prozent zum neuen Beauftragten der CEaA für die Asgardische Union gewählt.

Bei der Wahl der Beisitzerinnen und Beisitzer kamen dann aber auch wieder Frauen zum Zug. So Darwa Maón (FVE) und Stena Snoleta (MWA). Die weiteren vier Beisitzer sind Domidan Shergon (ANC), Kanrod Kenena (AMR), Asros Ancaler (FKA) und Emlin Sassehel (KOR). Alle sechs Bewerberinnen und Bewerber erhielten bereits im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit und landeten zwischen 79,5 und 88,1 Prozent.

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... aber nichts Neues aus Neu Weimar

Wohltuend unaufgeregt sind hingegen die News aus Neu Weimar. Zasema (Bild links), seit 2517 im Trifolium und aktuell Sprecher des Gremiums sowie Trifol für internationale Angelegenheiten, wurde vom Elderrat für weitere fünf Jahre bestätigt. So sieht Kontinuität aus.

Finrod, 8. Fean 2521 (18.12. GZR)