Cearadas stark – Lutanis Gulantir noch stärker – Ergebnisse des aktuellen FT-Politbarometers sollten den Tomrodulas und den Aporcanim zu Denken geben

Finrod, 16. Einar 2521 (15.01. GZR) Das FT-Politbarometer vom Einar 2521 (Januar GZR) erhebt repräsentative Zahlen für die Wahlberechtigten in der UAF. Dies stellt die Forschungsgruppe der Feanaro Times sicher, indem die Befragten nach einem definierten Zufallsprinzip ausgewählt werden.

Projektion Ablatiumswahl


Wenn am nächsten Samwen wirklich Ablatiumswahl wäre, ergäben sich im Vergleich zum Wahlergebnis von 2518 Veränderungen: Die Tomrodulas kämen auf 36,89 Prozent (minus 0,81), die Aporcanim auf 12,33 Prozent (minus 4,37), die Mecelith auf 8,86 Prozent (minus 0,75) und die Cearadas auf 41,92 Prozent (plus 5,92).

Bei den Aporcanim macht sich offensichtlich bemerkbar, dass einige Minister von CaA und TaK bei der Bevölkerung eher unbeliebt sind. Unbestätigten Gerüchten zu Folge ist aber bereits ein Austausch einzelner Minister im Gespräch.

Alles richtig machen hingegen CEaA und CF. Ihre Politiker sind fast durch die Bank hinweg beliebt und erfolgreich.  

Projektion Begamwahl

Ganz anders sieht die Situation bei der Wahl des Begam aus. Nur 16,83 Prozent der Wahlberechtigten würden ihr Kreuz bei Lawe Noglorion, dem Kandidaten der Tomrodulas machen. Im Vergleich mit den aktuellen Umfragewerten zum Ablatium ein Minus von 20,06 Prozent. Lawe Noglorion konnte bisher nicht glänzen. Als Parteichef und Fraktionsvorsitzender verfügt er allerdings auch nicht über einen Bekanntheitsgrad wie ein Minister.

Großer Gewinner ist Lutanis Gulantir, Kandidat der Cearadas. Er würde mit einem satten Plus von 13,53 Prozent abschneiden; 55,45 Prozent gegenüber 41,92 Prozent.

Mit Darnil Adyatur und Tonendal Wewarya haben die Aporcanim und die Mecelith respektierte Kandidaten nominiert, die bessere Ergebnisse als ihre Parteien einfahren könnten.

Nicht ungewöhnlich, aber zu diesem Zeitpunkt doch eher überraschend: CEaA/CF-Kandidat Lutanis Gulantir konnte das Ergebnis der Blitzumfrage vom 7. Einar 2521 (07.01. GZR) halten. Alles richtig gemacht, möchte man den Cearadas zurufen. Aber Vorsicht – bis zum Endmas 2521 (November GZR) fließt noch viel Wasser durch die Meerenge zwischen Feawen und Eldalote.

Sparan Bramene, Feanaro Times

Taurische Thronpartei bringt Antrag ein – Ziel ist die Anerkennung der davischen Exilregierung durch die Asgardische Union

Dritzin, 13. Einar 2521 (12.01. GZR) Auf Antrag der Taurischen Thronpartei (TTP) vom 6. Einar 2521 (06.01. GZR) wird sich das Asgardische Parlament (AP) demnächst mit der Möglichkeit einer Anerkennung der davischen Exilregierung als rechtmäßige Vertretung des davischen Volkes befassen müssen. Der Vorstoß der kleinsten taurischen Partei (letzte Wahl 7,46 %) wird aber als eher chancenlos betrachtet.

Die  davische Exilregierung unter Neraes Madakker erhebt den Anspruch, die rechtmäßige Regierung Daviens und der Davier zu sein. Sie wurde 2520 nach der Zerschlagung der Demokratischen Volksrepublik Diktatistan (DVD) gegründet. Ihren offiziellen Sitz hat sie im Hotel Bergenbilder in Baranta, einem Stadtteil von Skythea. Der Anspruch der Exilregierung umfasst das komplette ehemalige Gebiet der DVD. Im Falle einer Wiederherstellung der Autonomie der DVD soll nach Vorstellung der davischen Exilregierung eine demokratische Regierungsform mit Gewaltenteilung geschaffen werden, in der die aktuellen Mitglieder der Exilregierung keine besonderen Privilegien erhalten sollen.

Will Anerkennung – Exilregulator Neraes Madakker

Die politische Funktion des Regulators soll zunächst von einem Übergangsregulator eingenommen werden und später von einem gewählten Bürger Daviens. Die davische Exilregierung ist auf Grund des Vertrages von Corinth international nicht als rechtmäßige Regierung anerkannt, bekommt aber finanzielle Unterstützung von diversen Staaten, unter anderem von der Unionsrepublik Ancalim-Feanaro (UAF) und dem Kingdom of Thunder (KoT).

Neraes Madakker auf Augenhöhe mit den Regierungschefs von Ultos?

Exilregulator und damit Chef der davischen Exilregierung ist Neraes Madakker. Neraes Madakker war unter dem ehemaligen Regulator Hermann von Lauenstein zunächst Sicherheitsberater und später Premierminister. Eine weitere bekannte Persönlichkeit ist der ehemalige BAMBU-Generalsekretär Jeff Pottjakker, der in der Exilregierung als Exilaußenminister fungiert.

Croter Watil – Dritziner Tageblatt

Datenklau – Hacker greifen yantanische Zentralbank an

Dritzin/Germansk, 13. Einar 2521 (12.01. GZR) Die Zentralbank von Yantan ist nach Angaben der Asgardischen Union Ziel eines Hackerangriffs geworden.  Unbekannte hätten sich Zugang zu einer externen Filesharing-Plattform verschafft, welche die Bank von Yantan benutzte, um einige vertrauliche Daten zu übermitteln und zu speichern, teilte die AU-Kommission jetzt mit.

Umfang und Art der möglicherweise gestohlenen Informationen seien noch unklar, sagte der Chef der Bank, Jutanis Lodwen. „Es könnten aber einige wirtschaftlich und persönlich sensible Informationen dabei sein.“ Das Kerngeschäft der Bank sei aber intakt.

Jutanis Lodwen vermutet eine bösartige Attacke.

Der Vorfall werde mit „höchster Priorität“ behandelt, sagte Jutanis Lodwen. Zusammen mit einheimischen und internationalen Cybersicherheitsexperten arbeite die Bank bereits an der Aufklärung und einer Antwort auf diese „bösartige Attacke“.

Regierung sagt weitere Angriffe auf Yantans Institutionen voraus

Yantans Ministerpräsident Tranor Dunúv vermutet, dass eine ausländische Regierung hinter dem Angriff steckt. Für eine kriminelle Organisation lohne sich ein solcher Einbruch kaum, denn „staatliche Institutionen werden Ihnen kein Lösegeld bezahlen“, sagte der yantanische Regierungschef dem Sender RTV-Yantan. Ein fremder Staat hingegen könne mehr Interesse haben. Tranor Dunúv sagte voraus, es werde wahrscheinlich bald mehr solcher Attacken geben.

Die Zentralbank von Yantan selbst hatte bereits vor gut einem Jahr gewarnt, dass Zahl und Ausmaß von Cyberangriffen im Land zunähmen. Und in den vergangenen Monaten häuften sich derlei Vorfälle bei großen Institutionen. Unter anderem wurde der Betreiber der yantanischen Börse Opfer eines Hackerangriffs.

Croter Watil, RTV-Yantan – Studio Dritzin

Nach 40 Jahren auf dem Thron: König Kasper dankt ab

LENN, Lusslien – Der lussische König Kasper kündigte am Montag an, dass er am 06. Februar, dem Kroonadagen, nach 40 Jahren als Staatsoberhaupt abdanken wird. Damit ist der Weg frei für seine älteste Tochter, Kronprinzessin Marloes, die die erste Königin in der Geschichte des Landes werden wird.

Marloes wird damit am 06. Februar, genau 40 Jahre nach ihrem Vater, den lussischen Thron besteigen. Sie wäre das erste weibliche lussische Staatsoberhaupt nach mehr als 380 Jahren und die erste Königin auf dem Thron. Erst 2477 wurde ihre Thronfolge durch das Erbschaftsgesetz gesichert, bis dahin hatten männliche Nachkommen das Vorrecht der Thronbesteigung.

Doch kann ein Monarch einfach zurücktreten? In Lusslien schon. Auch Kaspers Vater, König Fridrech-Filip, hatte 2481 zu Gunsten seines Sohnes abgedankt.

Die Ankündigung in einer landesweit im Fernsehen übertragenen Rede signalisierte das Ende der Regentschaft eines der dienstältesten Monarchen Akronors, dessen Zeit auf dem Thron von stürmischen Veränderungen in der lussischen Gesellschaft und in jüngster Zeit auch von persönlichen Tragödien geprägt war.

Die Abdankung des Königs von der weitgehend zeremoniellen Rolle war weithin erwartet worden, aber sie wird sicher einen Ausbruch von sentimentalen und patriotischen Gefühlen unter den Lussen hervorrufen, von denen die meisten Kasper zutiefst respektieren. Vor drei Jahren hatte Kasper mit gesundheitlichen Problemen Schlagzeilen gemacht, nachdem er im Alter von 85 Jahren einen Schlaganfall erlitten hatte. Erst letztes Jahr unterzog er sich einer Operation am offenen Herzen.

„Die Verantwortung für unser Land muss jetzt in den Händen einer neuen Generation liegen“, sagte Kasper in der Rede, die er wenige Tage vor seinem 40-jährigen Thronjubiläum im Stadtpalais in Presik aufzeichnen lies.

„Ich bin zutiefst dankbar für das große Vertrauen, das Sie mir in den vielen Jahren, in denen ich Ihr König sein durfte, entgegengebracht haben“, fügte er hinzu. Ministerpräsident Twan Nyeuvkerk zollte Kasper in einer folgenden Ansprache, die sofort auf allen lussischen Fernsehkanälen ausgestrahlt wurde, seinen Respekt. „Seit seiner Krönung in den 2480er Jahren hat er sich mit Leib und Seele für die lussische Gesellschaft eingesetzt“, sagte Nyeuvkerk.

Die Amtsübergabe wird gemäß der lussischen Verfassung in der Hauptstadt mit der Unterzeichnung der Abdankungsurkunde Schloss Lessau und der anschließenden Inthronisation in der Kobinen-Basilika stattfinden. Zu den Feierlichkeiten werden Gäste aus Politik und Gesellschaft sowie verschiedener Königsfamilien aus der ganzen Welt erwartet.

Wahl in Ostdavien: Historischer Meilenstein der Demokratie

Die davische Ostprovinz hat im Dezember die ersten demokratischen Wahlen erlebt und für ein Verfassungskonvent votiert, das – frei von ausländischem Einfluss – die Zukunft des Landes bestimmen soll. Trotz einiger Probleme zeigt das ehemalige DVD-Territorium wie die Einbeziehung der verschiedenen Völker und Ethnien der Provinz und ihr Wirken im politischen Prozess Früchte tragen kann.

Noch bevor der ostdavische Verfassungskonvent zu seiner ersten Sitzung am 4. Januar zusammentrat, hatten sich Vertreter der größten beiden politischen Blöcke mit Abgeordneten kleinerer Parteien auf einen gemeinsamen Kandidaten für den Vorsitz der Versammlung geeinigt. Der ehemalige Bürgermeister Tokkriths, Thanys Phafraq, konnte am Montag dann 59 der 100 Abgeordneten für sich gewinnen.

Pluralismus Pur – von wegen Armutszeugnis

Der Regierungsrat der Völker der Ostprovinz (BFOP) hatte sich im Vorfeld der Wahl auf den Wegfall einer Prozenthürde geeinigt. Am Prozess der Staatsbildung sei die Teilhabe und Repräsentation jeder politischen Interesse berechtigt, hatte Administrator Venneman im Vorfeld erklärt.
Tatsächlich konnten sich alle 18 angetretenen Parteien mit mindestens einem Sitz in den Konvent einziehen. Die befürchtete Blockade und Hemmung der Arbeitsfähigkeit des Gremiums durch zu viele Interessen und politische Gruppen konnte sich nicht erhärten, so erfolgte doch recht zügig eine außerparlamentarische Einigung über den Konventsvorsitz.

Der Verfassungskonvent vereint neben 18 unterschiedlichen Interessensgruppen auch alle drei großen Ethnien des Landes: die Lithen, die Táner und die Arachen. Darüber hinaus finden Halloisten, Chronisten und Anhänger diverser Natur- und spirituellen Religionen im alten Rathaus Cyrhaens Platz. Der Frauenanteil beträgt beinahe 39 Prozent. Lussliens Premierminister Nyeuvkerk hatte nach der Wahl erklärt, durchaus zufrieden mit dem Ablauf gewesen zu sein. Er sei beeindruckt vom Willen der Ostdaven, ihre politische Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und frei zu gestaltet.

Der Bundesbote hatte in der vorangegangenen Woche einen Artikel veröffentlicht, in dem die Wahl in Ostdavien aufs Schärfste kritisiert wurde. Kolumnist Vedelaar sprach aufgrund der geringen Wahlbeteiligung von einem peinlichen „Armutszeugnis“ für Nyeuvkerk und die Provinz. Die demokratischen Prozesse sind sicherlich noch weit von einem torunischen oder akronoischen Niveau entfernt, betrachtet man aber die gesamtdavische Situation, so wirkt die Einschätzung des Bundesboten schlicht ungerecht. In keinem anderen besetztem Gebiet in Davien haben bisher freie Wahlen stattgefunden, nirgends wurde bisher ein demokratischer Staatsbildungsprozess eingeleitet. In den meisten Gebieten regieren Interimsbehörden per Dekreten und Verordnungen. Das Bestreben der lussischen Verwaltung einer maximalen Mitbestimmung und einer transparenten Leitung des Unabhängigkeitsprozesses ist dabei höchst respektabel.

Block Katahelion – Unabhängigkeit oder ungewisse Zukunft?

Inländische Medien hatten nach der Wahl von einem katahelischen Block berichtet, der sich aus Abgeordneten der Qin, der Freien Demokraten sowie der Republikanischen Partei zusammensetzt. Katahelion ist der Name des größten Gebirges der Provinz der teilweise auch als Synonym für die ganze Region verwendet wird. Obwohl es noch keine offiziellen Bestrebungen gibt, so berichteten mehrere Tagesblätter über die Idee einer unabhängigen katahelischen Republik.

Abgeordnete der Vrermoz Ustens und der Davischen Einheitspartei kritisierten diese Ideen scharf, sie forderten den Austausch mit anderen Verwaltungszonen und das Streben der gemeinsamen davischen Unabhängigkeit.

Neue Zentralregierung steht

Die Regierungspartei des Staatspräsidenten Micael Schiwov, die Dianische Volksvertretungspartei DDVP, welche bisher mit absoluter Mehrheit regierte, beendete heute die Koalitionsgespräche mit der sozialdemokratischen GP und der progressiven Vorwärts. Der Kurs der Zentralregierung dürfte sich wandeln.

Die neue „Vorwärts“ bringt die Veränderung

Die neu gegründetete Partei „Vorwärts“, eine progressive Partei aus Luuv stellt sich der Regierungsverantwortung, nachdem die Akronoische Partei Dianien, mit welcher ebenso eine Koalition möglich gewesen wäre, dies ausgeschlagen hatte. Vorwärts hat viele Gemeinsamkeiten mit der DDVP, so teilen sie einen starken Pro-Akronoismus. Im Koalitionsvertrag halten die drei Parteien fest, dass die Zukunft eines starken Dianiens nur mit einer akronoischen Kooperation möglich wäre. Die Stärke Dianiens hänge sehr mit dem STAVA und dem AZR zusammen.
Das Schiwov Vorwärts und GP zusammenbrachte, galt als kleine Sensation, denn die Parteien haben sehr unterschiedliche Positionen. Auf eine fortschreitende Öffnung des Dianischen Arbeitsmarkt zumindest für akronoische Partner, auch außerhalb des STAVA konnte man sich demnach verständigen, wie die Besteuerung für Unternehmen aussehen soll, ist offenbar strittig. Es könnte jedoch unter Susanna Troliu, welche für Vorwärts das Zentralwirtschaftsministerium besetzen soll, eine stärkere, geförderte Internationalisierung dianischer Unternehmen geben.
Die IADN Skepsis dürfte sich weiter verstärken. Hatte Schiwov zwar immer wieder deutliche Worte gefunden, ging es insgesamt doch friedlich zu. Vortwärts-Spitzenkandidat Akon Fraul-Teuk hatte dagegen im Wahlkampf sogar einen Austritt versprochen. Da das Zentralaußenministerium allerdings bei dem bündisch-dianischen Politiker Simon Liit und damit bei der DDVP bleibt, ist unklar, wie stark der Kurswechsel hier tatsächlich ausfällt.

Fokus Außenpolitik dürfte bleiben

Seit Schiwov 2517 zum Staatspräsidenten gewählt wurde, lag der Fokus der Zentralregierung auf der Außenpolitik. Das dürfte so bleiben, wobei sich sowohl GP als auch Vorwärts innerhalb der Regierung für einen härteren Kurs gegen zum Beispiel den SKS einsetzen dürften. Hier wächst der Druck auf das DDVP-geführte Außenministerium. Besonders der GP geht es dabei auch um eine intensivierte Beziehung zu ostakronoischen Partner wie Torassia, Erkassien oder Ospor.

Morgen soll Schiwov dann offiziell von Gesamt- und Staatsparlament zum Staatspräsidenten und Regierungschef gewählt werden, sodass die Arbeit der Regierung kommende Woche startet.

Am Sonntag wird gewählt – Wahlkampfabschluss in der FRNX

von Fridjof Gunholm


Kronovall. Es ist der letzte große Auftritt des konservativen Präsidentschaftskandidaten Ervin Haller Bôkstên, vor der Wahl am Sonntag. Mit breitem Grinsen tritt er vor die Massen. Schätzungsweise 100.000 sind gekommen. Große Videoleinwände stellen sicher, dass auch alle ihn sehen können. Die Innenstadt von Kronovall ist voll. Die Stadt hat kaum mehr als 100.000 Einwohner, ist jedoch von enormer Bedeutung für die torunische Geschichte. Sie war Residenzstadt des neukanabischen Adels, 2022 besiegten hier die Truppen der Xyllabischen Republik und der neukanabischen Revolutionäre, die Monarchisten. Der Weg für die Gründung der FRNX war frei. Keine 1000 Stig Luftlinie entfernt von Bôkstêns Rednerpult steht das Torun-Mausoleum, die letzte Ruhestätte von Eleker Torun, dem „Vater der Nation“. Heute ist Kronovall „nur noch“ die Hauptstadt des Bundesstaates Sødland, der Hochburg des Rechtskonservatismus in Neukanabien. Der Bundesstaat lebt vor allem von der Viehzucht. Der Urbanisierungsgrad ist niedrig. Je weniger staatliche Einmischung es gibt, desto besser. Hier kann Bôkstên mit seinen Parolen besonders gut punkten. Seine Rhetorik lebt von Feindbildern, der Hass auf Asgarden, auf die Liberalen und Sozialisten in den Großstädten und das dekadente, elitäre Norsbrôk, allesamt seien sie eine Bedrohung für die Freiheit im Land. Die jüngsten Ereignisse im SKS und das späte Eingreifen der IADN, haben seiner Kampagne zusätzlichen Rückenwind gegeben. Der Präsidentschaftskandidat der Halloistisch-Konservativen Partei zeigt sich siegessicher und völlig unbegründet ist das nicht. Zwar sehen alle seriösen Umfrageinstitute den Torunisten Thorgesson vorne, doch lässt sich das Wahlverhalten der xyllabischen Landbevölkerung nur schwer vorhersagen. Bleiben sie ihren eher konservativen und wirtschaftsliberalen Überzeugungen treu und wählen Bôkstên trotz seiner, in Xyllabien wenig populären, außenpolitischen Ansichten? Oder aber folgen sie der Empfehlung von Line Karunku und wählen den Kandidaten der gefühlt dauerregierenden Torunisten? Möglich ist auch, dass viele von ihnen gar nicht zur Wahl gehen. Thorgesson beendet seinen Wahlkampf daher bewusst an der xyllabischen Westküste in Tokomota. Er will Präsenz zeigen und deutlich machen, dass er, obwohl er der selben Partei wie Ex-Präsident Hahn angehört, trotzdem für Wandel steht. Alles wohl wissend, dass wenn es eng wird, die liberalkonservativen Wähler in Xyllabien den Ausschlag geben werden.

Möge der Beste gewinnen – Konkordanzparteien haben ihre Kandidaten für die Wahl des neuen Begam bestimmt

Von Sparan Bramene, FEANARO TIMES – Hauptstadtbüro

Liebe Leserin, lieber Leser, guten Tag!

Am 10. Endmas 2521 (15.11. GZR) werden die Bürgerinnen und Bürger der UAF wieder an die Wahlurnen gerufen. Dabei stimmen sie nicht nur über die Zusammensetzung von Ablatium und Kalatium ab. Wichtiger ist die Frage, wer dem scheidenden Begam Nodecano Furyatan (Cearadas) nachfolgen wird.

Bereits im letzten Jahr hatten die Mecelith (MaI) ihre Kandidaten für die Wahl zum Begam und zum Vize-Begam bestimmt. Tonendal Wewarya, der Vorsitzende des UAF-Landwirtschaftsverbandes LAWIV tritt gemeinsam mit Jagwe Tualanya, dem Anion für Energie und Forschung des Unionsstaates Ancalien an.

Zum Jahreswechsel präsentierten die Cearadas (CEaA/CF) ihr Team: Lutanis Gulantir, Vorsitzender der CEaA der UAF und amtierende Obmann des Unionsstaates Ancalien als Begam-Kandidat und Jondaro Kifalas, Generalstaatsanwalt des Unionsstaates Feanaro als Vize-Begam-Kandidat.

Jetz haben auch die Tomrodulas (TEaA/TaA) und die Aporcanim (CaA/TaK) ihre Kandidaten nominiert: Lawe Noglorion, der Vorsitzende der TEaA der UAF und Fraktionsvorsitzende der TEaA/TaA-Ablatiumsfraktion im Team mit Joran Ralatari, stellvertretender Vorsitzender der TEaA der UAF und Anion für Inneres und Heimatschutz des Unionsstaates Ancalien. Komplettiert wird das Kandidatenfeld durch Darnil Adayatur, Vorsitzender der CaA der UAF und UAF-Anion für Infrastruktur im Paket mit Generalleutnant Lewe Pomenel, dem Oberbefehlshaber der Luftwaffe.

Blitzumfrage – überraschender Wert für das Team Lutanis Gulantir / Joran Ralatari

Wenig überraschend ist eine erste Blitzumfrage der Feanaro Times, was die Kandidaten der beiden kleinen Parteien angeht. Sowohl Tonendal Wewarya als auch Darnil Adayatur kommen auf knapp 12 bzw. 11 Prozent. Überraschend sind allerdings die Werte der Kandidaten der beiden großen Parteien. Lawe Noglorion kommt auf gerade einmal knappe 22 Prozent, während Lutanis Gulantir auf gute 55 Prozent kommt. Offenbar hatten die Cearadas den richtigen Riecher; für den indigenen Feawen Jondaro Kifalas können sich wohl die meisten der knapp fünfundzwanzig Millionen wahlberechtigten Feaweninnen und Feawen begeistern.

Nun fließt bis zum Wahltag noch viel Wasser durch die Meerenge zwischen Feawen und Eldalote. Aber auch bei der Umfrage zum Ablatium liegen die Cearadas erstmals seit einundzwanzig Jahren mit vier Prozentpunkten vorne. Es bleibt also spannend.

Finrod, 7. Einar 2521 (07.01. GZR)

„Die Sicherheit des Bundes wird auch in Bangabandhu verteidigt“

Lucziga-Aguresz. „Die Sicherheit des Bundes wird auch in Bangabandhu verteidigt“, mit diesen Worten warb heute Nachmittag Verteidigungskomissarin Ereši Bashtu (LFP) für den Einsatz des bündischen Militärs im Bangabandhu-Konflikt – mit Erfolg, fast alle Fraktionen stimmten dem Mandatsantrag der Komission zu, lediglich die Demokratisch-Narodistische Union stimmte geschlossen dagegen.

Die Komission will Härte demonstrieren

Bis zum Ende des Monats sollen rund 300 Soldaten des Heeres und der Luftwaffe samt Equipment in die Ehrbare Bangabandhische Republik verlegt werden und dort die Kräfte der IADN-Partner Allmeeren, Torunien und der URB unterstützen – etwas, was vor der Voodoo-Krise wohl nicht einmal konservative Hardliner gefordert hätten. Doch seit den Massenverhaftungen von IADN-Bürgern in den SKS-Staaten hat sich der Wind gedreht, wo vor einem halben Jahr noch Zurückhaltung gefordert wurde, wird heute ein hartes Durchgreifen befürwortet. Es ist unbestreitbar, die Komission will Härte beweisen und ihre von vielen kritisierte Ohnmacht in der Krise wieder gut machen.

Gularsk Eskalation erwische den Bund kalt

Eines ist sicher – die Eskalation der Lage hat den Bund kalt erwischt, völlig überraschend geriet man in Vergeltungsmaßnahmen eines irren Diktators über den man sich zuvor lediglich im Kino amüsiert hatte. Dabei hatte man zu Gularsk und der Trance Nation eigentlich verhältnismäßig gute Beziehungen gehabt, wo die Gewalt gegen bündische Bürger herrührt ist unklar. Beobachter der karpatischen Politik mutmaßen allerdings, dass der Diktator der Trance Nation dem Bund den im vergangenen Jahr erschienenen Film Gularsk – Genie und Wahnsinn vom Regisseur Ešmtan Paros übelgenommen haben könnte, schließlich ist Gularsk für sein empfindliches Gemüt bekannt – und berüchtigt. Sicher ist nur, sämtliche Sympathien die Gularsk bei manchem Kinobesucher durch den Film gewinnen konnte, sind nun durch die Hinrichtungen endgültig verspielt, denn die Proteste gegen den Autokraten wollen nicht enden.

Proteste gegen Gularsk reißen nicht ab

Denn auch heute versammelten sich wieder hunderte Demonstranten vor der mittlerweile verlassenen Botschaft der Trance Nation in L.A., etliche Polizisten müssen die aufgebrachte Menge daran hindern, das leere Gebäude zu stürmen und zu verwüsten, auf die Mauern des Botschaftsgeländes prangen schon seit Tagen Graffitis wie „Gularsk, geh nach Hause“ oder „Mörder!“, „“ manche wie „Hängt ihn auf“ sind noch extremer. Die Protest sind überwiegend friedlich und doch ist klar, nur seine Abwesenheit schützt ihn vor dem Zorn der Menge – Alfons Gularsk ist unzweifelhaft über Nacht zum am meisten gehassten Mann des Bundes geworden

Mari Valbe, Leiterin des Politik-Ressorts und stellv. Chefredakteurin

Nach 8 Jahren Bauzeit – FRNX eröffnet Torunia-Tunnel

von Fridjof Gunholm


Lage des Tunnels im Schnellzugnetz der FRNX

Täteborg. Nach acht Jahren Bauzeit und drei Jahre nach dem ursprünglich vorgesehenen Eröffnungstermin, wurde Gestern der Torunia Tunnel (auch NX-Tunnel genannt) eröffnet. 2512 setzte man den ersten Spatenstich. Damals war eine fünfjährige Bauzeit vorgesehen. Die Bautätigkeiten mussten jedoch immer wieder pausieren, unter anderem wegen eines absurden Rechtsprozesses mit der nörgelstanischen Regierung, der dem leitenden Ingenieur Barok Menskek beinahe den Verstand raubte. Der neue Tunnel ist mit 186,8 TM (~208 km), der längste Eisenbahntunnel auf Ultos und verbindet Neukanabien mit Xyllabien. Er ist damit von enormer infrastruktureller, aber auch symbolischer Bedeutung für die FRNX. Die Eröffnung erfolgte durch Präsidentin Skalund persönlich. Um 12.00 Uhr passierte der Tävlan (Hochgeschwindigkeitszug der Torunischen Staatsbahn) aus Norsbrôk auf dem Weg nach Qatersoak, die Tunneleinfahrt. Durch den Tunnel soll sich die Fahrtzeit auf der 2700 km langen Strecke, zwischen den beiden größten Städten der FRNX, auf siebeneinhalb Stunden verkürzen. Bisher dauerte allein die Fährüberfahrt von Täteborg nach Qatersoak, acht Stunden. Der Tunnel umfasst sechs Röhren. Zwei für den allgemeinen Zugverkehr, zwei für den Hochgeschwindigkeitszugverkehr und zwei kleinere Service-Tunnel. Die anfänglich existenten Pläne, ebenfalls zwei Röhren für den Straßenverkehr zu errichten, wurden wieder verworfen. Die Monotonie einer 208 km langen Tunnelpassage, berge die Gefahr, dass die Konzentration der Fahrer stark ab und das Unfallrisiko zu nimmt, so Verkehrsministerin Bryndal. Stattdessen wird ein Autozug eingerichtet. Dieser soll den Tunnel mit bis zu 300 TM/Ti durchfahren und mit einer Be- und Entladezeit von maximal je 20 min, die Fahrtzeit auf anderthalb Stunden reduzieren und somit auch deutlich schneller sein, als eine Durchfahrt mit dem Auto möglich wäre.