Davidisch

Staaten Astolien_davidisch

Einordnung

Das Davidische ist die Amtssprache der Vereinigten Staaten von Nordakronor. Es ist eng verwandt mit dem Revartischen. Die beiden Sprachen stellen die beiden bedeutendsten Sprachen der Duvarischen Sprachfamilie dar, denn nur diese beiden Sprachen in der Familie werden von über 175 Millionen Menschen gesprochen, alle anderen Sprachen sind Minderheitssprachen in gertanesisch- oder slawisch-sprachigem Gebiet.

Im Gegensatz zum Revartischen weist das Davidische zahlreiche Vereinfachungen auf.

Laute und Schrift

Die Davidische Schrift ist streng phonematisch.

Buchstabe IPA
a [a:]
ā [a]
b [b]
d [d]
e [e]
f [f]
g [g]
ğ [d͡ȝ]
h [h]
i [i:]
ī [i]
j [j]
k [k]
l [l]
m [m]
n [n:]
ń [n]
o [o:]
ō [o]
p [p]
q [q]
r [r]
s [s]
t [t]
u [u:]
ū [u]
v [v]
w [w]
y [i]
z [z]

 

Grammatik

Pronomen

ich na
du mo
er/sie/es (belebt) sag
es (unbelebt) gağ
wir nūd
ihr maja
sie (Pl belebt) neg
sie (Pl unbelebt) gan

Fragepronomen: Be – Wer/was?

Es gibt keine Possessivpronomen, man kann nur sagen „von mir“, „von ihm“ etc. (anāg ğa na – „das Zimmer von mir“ = Mein Zimmer).

Zu der Bedeutung von belebt und unbelebt siehe unten.

Substantiv

Das Substantiv unterscheidet die Numeri Singular und Plural. Es gibt keine Artikel.

Der Singular ist die Grundform. Bei der Bildung des Plurals wird zwischen belebten Nomen (=Tiere, Menschen, Körperteile) und unbelebten Nomen unterschieden.

Plural

Belebte Nomen Enden im Singular immer auf Konsonant. Sie erhalten die Pluralendung –ūd.

Nicht belebte Nomen können auf Konsonant oder Vokal enden. Im ersten Fall erhalten sie die Pluralendung –a. Im letzteren Falle –n.

Beispiele:

  • Belebte Nomen:
    • at (Vater), Pl. atūd
    • maw­ad (Mutter), Pl. mawadūd
    • toğ (Kopf), Pl. toğūd
    • qam (Fluss), Pl. qamūd
  • Nicht belebte Nomen
    • Endung auf Konsonant:
      • tab (Buch), Pl. taba
      • yep (Baum), Pl. yepa
      • anāg (Zimmer), Pl. anāga
    • Endung auf Vokal:
      • fa (Schwert), Pl. fan
      • iğōri (Name), Pl iğōrin

Besitz

Besitz wird durch eine Präposition angezeigt (wie das englische „of“). Zum Anzeigen von Besitz ist es auch entscheidend, ob der Possessor (das Nomen, dass Besitz) belebt oder unbelebt ist. Wenn das er unbelebt ist, lautet die Präposition „i“. Wenn er belebt ist, lautet die Präposition „ğa“.

Wenn das nächste Wort mit einem Vokalanfängt, kann die Endung –d an die Präposition angehängt werden, um die Aussprache zu erleichtern.

Beispiele:

  • anāg ğa mawad – das Zimmer der Mutter
  • anāg ğa(d) at – das Zimmer des Vaters
  • qoj i tab – das Blatt des Buches (=Buchseite)
  • nād i(d) anāg – der Schlüssel des Zimmers (Zimmerschlüssel)

Adjektivierung

Ein Adjektiv der Zugehörigkeit kann auf –ik gebildet werden (auf –wik, fall das Substantiv auf einen Vokal endet). Es handelt sich dann um ein Herkunftsadjektiv (also keine Vorsilbe s.u.)

Beispiele:

  • at (Vater) – atik (väterlich): anāg atik – das väterliche Zimmer (also: das Zimmer des Vaters)
  • mawad (Mutter) – mawadik (mütterlich): anāg mawadik – das Mütterliche Zimmer (also: das Zimmer der Mutter)
  • Sval (Sval) – Svalik (svalesisch): mūt Svalik – svalesisches Essen
  • fa (Schwert) – fawik (zum Schwert gehörig): būlgo fawik – zum Schwert gehörige Kraft (also: die Kraft des Schwertes)

Wie man sieht, kann der Besitz auch durch Adjektivierung ausgedrückt werden. Je nach Dialekt bevorzugt man das eine oder das andere.

Adjektive

Adjektive stehen hinter dem Nomen, das sie beschreiben.

Kongruenz

Sie haben verschiedene Vorsilben, je nachdem, ob das Nomen eine männliche Person, anders belebt oder unbelebt ist, in Singular oder Plural steht.

Vorsilben Singular Plural
Männliche Person tū- nū-
Belebt, aber nicht männliche Person sa- ne-
Unbelebt ne-

 

Einige wenige Adjektive tragen jedoch niemals Vorsilben (z.B. Adjektive für Herkunft, „davidisch“, „akronoisch“, etc.)

Beispiele:

  • Männliche Person
    • at tūmid – der gute Vater
    • atūd nūmid – die guten Väter
  • Belebt, aber nicht männliche Person
    • mawad samid – die gute Mutter
    • mawadūd nemid – die guten Mütter
    • yagağ sabūl – der starke Arm
    • yagağūd nebūl – die starken Arme
  • Unbelebt
    • bāld būl – das starke Land
    • bālda nebūl – die starken Länder

Steigerung

Durch Partikeln, die wiederum hinter dem Adjektiv stehen

  • olet für den Komparativ
  • oltāğ für den Superlativ

Beispiele:

  • jataq tūbūl – der starke Krieger
  • jataq tūbūl olet – der stärkere Krieger
  • jataq tūbūl oltāğ – der stärkste Krieger

 

Substantivierung

 

Als Eigenschaft durch -go:

  • būl – stark
  • būlgo – die Stärke

Als Träger einer Eigenschaft durch te-:

  • būl – stark
  • tebūl – der Starke

Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten, die meisten davon sind veraltet, z.B. –ma- als Eigenschaft:

  • mid – gut
  • mimad – Freundlichkeit

 

Das Verb

Das Verb unterscheidet die Zeiten Präsens, Präteritum und Futur. Das davidische Verb kennt Aktiv und Passiv. Außerdem gibt es eine „Form des Beendens“. Modi sind nicht vorhanden. Grundsätzlich muss immer das Personalpronomen vor dem Verb stehen, denn Verben kennen keine Konjugation im Sinne einer Person-Numerus-Kongruenz.

Das Präsens stellt die Grundform dar; ein Infinitiv fehlt. Um den Imperativ auszudrücken, lässt man die Person fort:

na voja ich sehe
mo voja du siehst
sag voja er/sie sieht
gağ voja er/sie/es (unbelebt) sieht
nūd voja wir sehen
maja voja ihr seht
neg voja sie (belebt) sehen
gan voja sie (unbelebt) sehen
voja sieh!

 

Die Form des Beendens

Alles, was man mit „hört auf zu“ übersetzen kann, wird durch die Endung –nān ausgedrückt.

na vojanān Ich hörte auf, zu sehen
mo vojanān Du hörst auf, zu sehen
vojanān Hör auf, zu sehen! (Sieh weg)

 

Verneinung

Durch die Nachsilbe –tu

na vojatu ich sehe nicht
mo vojatu du siehst nicht
vojatu sieh nicht!
na vojanāntu ich höre nicht auf zu sehen
mo vojanāntu du hörst nicht auf, zu sehen
vojanāntu hör nicht auf, zu sehen!

 

Es gibt sogar eine Nachsilbe der Bejahung (Emphase), nämlich –nāg: „Na vojanāg“ – ich sehe wirklich. Diese soll hier aber nicht weiter thematisiert werden.

Passiv

Hier steht das Wort „tawi“ (sein) zwischen Pronomen und Hauptverb. Alle Endungen (Beendungs-Form und Verneinung) müssen an „tawi“ gehängt werden!

na tawi voja ich werde gesehen
mo tawi voja du wirst gesehen
tawi voja Werde gesehen (Zeig dich!)
na tawitu voja Ich werde nicht gesehen
mo tawitu voja du wirst nicht gesehen
na tawinān voja Ich höre auf, gesehen zu werden (verstecke mich)
na tawināntu voja Ich höre nicht auf, gesehen zu werden

 

Präteritum und Futur

Nur das Verb „tawi“ (sein) hat eine eigenständige Form in Präteritum und Futur. Die anderen Zeiten werden mit seiner Hilfe gebildet.

  • na tawi – ich bin
  • na pağa – ich war (häufig zu „pa“ verkürzt)
  • na rigdōn – ich werde sein (häufig zu „rin“ verkürzt)

Im Aktiv steht „tawi“ hinter dem Hauptverb, im Passiv vor dem Hauptverb. Stets erhält „tawi“ mögliche Endungen für Verneinung und Beenden.

Tempus Aktiv Passiv
Nicht verneint Präsens na voja

(ich sehe)

na tawi voja

(ich werde gesehen

Präteritum na voja pa

(ich sah)

na pa voja

(ich wurde gesehen)

Futur na voja rin

(ich werde sehen)

na rin voja

(ich werde gesehen werden)

Verneint Präsens na vojatu

(ich sehe nicht)

na tawitu voja

(ich werde nicht gesehen)

Präteritum na voja patu

(ich sah nicht)

na patu voja

(ich wurde nicht gesehen)

Futur na voja rintu

(ich werde nicht sehen)

na rintu voja

(ich werde nicht gesehn werden)

 

Substantivierung

 

Als Prozess durch die Nachsilbe –wo (-o nach Konsonant):

  • na voja (ich sehe) – vojawo (das Sehen)
  • na taq (ich kämpfe) – taqo (das Kämpfen, der Krieg)

Als Person durch die Vorsilbe ja-, falls das Verb auf Konsonant endet. Falls es auf Vokal endet, wird stattdessen ein –b angehängt.

  • na taq – jataq (der Krieger)
  • na voja – vojab (der Seher)

Syntax

Ein andern mal…

 

Sprachbeispiele und Zahlen

Hallo! Aymān!
Guten Tag! Kudār et Hamet!
Wie geht es Dir/Ihnen? Soz tuyar mo kamvār?
(Sehr) Gut (Jōk) Kudār
Schlecht Zīman
Danke Kabar
Bitte Suyar
Was machst du?/Was machen Sie? Suz rās id?
Bitte helfe mir Tābar mī kunam
(Wie) Kann das sein? (Soz) Budar it tez?
Kann ich das haben? Dāstar na kāvār yad?
Was kostet das? Sezit eshed?
Geld Pārāj‘
Stadt Bayet
Tschüss! Aymānvar!
Bis Bald! Kunir sobīyet!

 

Eins Dast
Zwei Vast
Drei Kast
Vier Yatez
Fünf Uruz
Sechs Tuman
Sieben Rubat
Acht Sakat
Neun Kavat
Zehn Dastar

 

Elf Dastar’dast
Zwölf Dastar’vast

 

Zwanzig Vastar
einundzwanzig Vastar’dast

 

Hundert Dastarat
Zweihundert Vastarat

 

Tauesend Kazat
Zweitausend Vastkazat
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