Politik und Gesellschaft

Lebensweg eines Daonna
Politischer Aufbau
Religion
Zunächst sei zu sagen, dass die Daonna (Bewohner von Dia Rioghachd) emanzipationstechnisch sehr weit fortgeschritten sind: Es wird weder in Beruf noch im Sozialen ein Unterschied zwischen den Geschlechtern gemacht. Auch Homosexualität wird aus diesem Grund als normal betrachtet.

Da auch in der Sprache Canan kein Unterschied zwischen den Bezeichnungen gemacht wird, wird dieser im folgenden Text auch nicht extra herausgestellt.

Lebensweg eines Daonna

Die meisten Daonna leben in kleinen Dörfern, in denen die Kinder bis zu ihrem vierten Lebensjahr von der Gemeinschaft aufgezogen werden. Mit vier Jahren werden sie vom Dorfdruiden einem Test  unterzogen, der ihre geistige Leistung und Lernbereitschaft zeigen soll.

Wird ein Kind für intelligent genug erachtet, wird es in die Hauptstadt Ceo Ceil gebracht, wo es ausgebildet wird. Die anderen Kinder bleiben im Dorf und lernen handwerkliche Berufe oder ähnliches.

Die Kinder in Ceo Ceil werden bis zu ihrem sechsten Lebensjahr neben lesen und schreiben auch in hoch-Canan unterrichtet. Nach zwei Jahren vor Ort wird ihre Leistung erneut eingestuft. Etwa die Hälfte der Kinder wird wieder in ihr Heimatdorf geschickt, wo sie mit den anderen Kindern vom Dorfdruiden unterrichtet werden.

Für die anderen geht es nun richtig los: Sie werden nicht nur zu Priestern ausgebildet, sondern auch zu Politikern. Darüber hinaus erhalten sie Unterricht in einem lautenähnlichen Instrument und lernen die uralten Gesänge. Außerdem steht für sie eine wissenschaftliche Vertiefung in eine der drei klassischen Naturwissenschaften oder eine Geisteswissenschaft an.

Nach Abschluss ihres zwölften Lebensjahres müssen sie sich für eine bestimmte Richtung entscheiden:  Gehen sie als Priester und Druiden in die Dörfer zurück, werden sie Lehrer in Ceo Ceil oder gehen sie in die Politik?

Danach folgen zwei Jahre spezifischer Ausbildung, bis sie mit Vierzehn Praxiserfahrung sammeln können und als vollständig ausgebildet gelten.

Ehen werden bei den Daonna nicht geschlossen. Wenn zwei Menschen eine Partnerschaft eingehen, ist diese nicht zwingend für immer und kann jederzeit beendet werden, wodurch die meisten Daonna keine Bindungen zu ihren Eltern entwickeln.

Die wenigen größeren Dörfer, die man als Städte bezeichnen mag, werden in mehrere größere Sektoren unterteilt, welche einem Druiden unterstehen und so durchlaufen die Kinder das selbe Prozedere.

Politischer Aufbau

Die örtlichen Druiden haben immer den Dorfvorstand inne. Dabei überschreiten die meisten Dörfer die Hunderteinwohnermarke nicht, wodurch der Druide sein Dorf sehr gut kennt und auf die Bedürfnisse besser eingehen kann.

Die Druiden einer Region treffen sich regelmäßig und wählen alle vier Jahre des klügsten von ihnen aus, welcher ihnen allen vorsteht. An seinen Platz im Dorf rutscht meistens ein junger Nachfolger aus Ceo Ceil.

Diese gewählten Vorstände werden als „Bord stiuiridh“ bezeichnet. Sie haben meistens um die zwanzig Dörfer unter sich. Die Bord stiuiridh der vier Großregionen treffen sich jährlich jeweils in den Hauptdörfern der Region. Dort wird über spezielle Tests der klügste von ihnen bestimmt, welcher wiederum den Vorstand übernimmt. Seine Stelle wird an einen nachgewählten Nachrücker gegeben, dessen Stelle wiederum an einen neuen Priester vergeben wird.

Der gewählte Bord stiuiridh wird als Cairteal bezeichnet und trifft sich so oft wie möglich mit den anderen Cairteal der anderen Großregionen. Einer von ihnen wird zum Meirneal gewählt und ist somit Staatsoberhaupt.

Er behält dieses Amt bis zu seinem Tod.

Religion

 

Im Glauben muss man stark zwischen dem der Ober- und die der Unterschicht differenzieren: Während die einfache Bevölkerung viele Sachverhalte mithilfe von Mythen einfach erklärt werden, legt man in Ceo Ceil sehr viel Wert darauf, die korrekten wissenschaftlichen Details aufzudecken und zu lehren.

Zentraler Bestandteil der Religion bilden die drei Monde: In ihnen sehen die Daonna Götter, die über den Planeten wachen: Jasny ist für sie die Göttin Ceridgwen, die Mutter, Jungfrau und Todesbotin. Karanlik stellt für sie den gehörnten Gott Adharcbeir dar, der Ceridgwens Gefährte ist. Mörk ist der dunkle Gott, für den die Daonna keinen Namen haben. Er ist der Ausgleich für Ceridgwens strahlende Güte und Gegenstand vieler Horrorgeschichten, die die Alten den Kindern gerne erzählen.

Da alles von ihnen geschaffen ist, wird alles auf der Welt respektiert und geachtet, wodurch Vorurteile gegenüber anderen sowie Diskriminierung verpönt sind

Während die einfache Bevölkerung glaubt, dass diese sich regelmäßig an die älteren Götter, die die Menschheit nicht kennt, wenden und somit zu- und abnehmen, wissen die in Ceo Ceil ausgebildeten sehr wohl, dass dies durch die Bewegung um Ultos geschieht.

Des Weiteren glauben die Daonna an das Kreislaufprinzip: alles wiederholt sich. Jeder Moment, jedes Leben, jedes Gespräch hat es schon genau so mal gegeben und jede Seele hat schon mal auf dieser Erde gelebt.

Die Zeit zwischen Tod und Wiedergeburt verbringen die Toten in den großen Hallen, welche dem Himmel anderer Religionen gleichen. Dort können sie, wenn sie im vergangenen Leben Großes geleistet haben, in den unerschöpflichen Bibliotheken lesen.

Intelligenz beziehungsweise große Lernfähigkeit ist für die Daonna einfach die Erinnerung an Dinge, die man während seiner Zeit dort in den großen Hallen gelesen hat.

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