Sprache

Davidisch

Die davidische Sprache (સબાન ડેવીયર, Zaban i Davide’ir) ist eine plurizentrische Sprache im Norden Akronors. Sie gehört zum duvarischen Zweig der Kirani-Kulani Sprachfamilie und ist Amtssprache der Vereinigten Staaten von Nordakronor.

Davidisch ist die wichtigste Kirani-Kulanische Sprache auf Nordakronor und wird von ca. 180 Millionen Menschen als Muttersprache und von weiteren 55 Millionen als Zweitsprache gesprochen. Das Davidische ist sehr ähnlich mit dem Revartischen, da das Revartische auch zum duvarischen Zweig gehört jedoch nicht die duvarische Schrift verwendet.

Satzbau

Der Satzbau ist im Allgemeinen Subjekt-Objekt-Prädikat. Allerdings können sowohl Subjekt als auch Objekt wegfallen, wenn sie durch ein Pronomen dargestellt werden oder sich ihr Sinn aus dem Zusammenhang der Aussage ergibt, so dass im Ergebnis die Subjekt-Objekt-Struktur erst an der prädikativen Verb-Endung erkennbar wird. Dementsprechend kann der Satzbau auch als Objekt-Prädikat-Subjekt, ja sogar Prädikat-Subjekt-Objekt oder gar Prädikat-Objekt-Subjekt erscheinen. Grundsätzlich geht der Hauptsatz einem Nebensatz voraus, der häufig durch eine Konjunktion eingeleitet wird.

Artikel, Pronomen, Nomen

Das Davidische kennt keinen Artikel. Die Bestimmtheit eines direkten Akkusativobjekts kann jedoch gegebenenfalls mit Hilfe der Postposition wiedergegeben werden, während Unbestimmtheit vor allem durch das Anhängen des unbetonten Suffixes -i angezeigt wird. Im Falle eines Plurals wird Bestimmtheit durch Verwendung der Pluralform (s. u.) angegeben, wobei das Anhängen des Suffixes –i oder das Fehlen der Proposition (im Falle eines direkten Objekts) wieder eine Unbestimmtheit bedeuten. Ein grammatisches Geschlecht existiert ebenfalls nicht. Anstelle von Possessivpronomen wird entweder das Personalpronomen oder eine Personalendung an das Substantiv oder die Präposition angehängt.

Sowohl für die Genitiv-Verbindung zweier Nomen als auch für die Verbindung mit einem Adjektiv wird an das erste Nomen die Endung -e (nach Vokal -ye, klassisch -i) angehängt. Diese Endung heißt Azafar („Hinzufügung“). Adjektive werden nachgestellt und sind unveränderlich. Das Erkennen des Azafar ist für Lernende schwer, da das Azafar als kurzer Vokal in der duvarischen Schrift nicht geschrieben wird. Nur das y nach Vokalen erscheint in der Schrift.

Plural

Der Plural wird meist regelmäßig durch das Anhängen eines Suffixes gebildet: Während sich der Einsatz von -ār auf Menschen (davidisch આયા યાર, aqāyār „Herren“ oder auch davidisch એક યાર, āġāyār „Herrin“) und belebt gedachte Wesen (asbār „Pferde“) beschränkt, wird -hā eigentlich bei unbelebten Dingen (darhā „Türen“) gebraucht, kann in der heutigen Umgangssprache aber an fast alles angefügt werden (davdihā „davidier“) und selbst unregelmäßige Lehnplurale ersetzen (kātābhā statt kotob „Bücher“). In einigen Fällen existieren die beiden Formen auf -ār und -hā nebeneinander und haben je eine spezielle Bedeutung (sarār „Oberhäupter“ und sarhā „Köpfe“ zu sar „Kopf“).

Verben

Die davidischen Verben besitzen einen Präsens- und einen Präteritalstamm. Diese Stämme bilden die Grundlage für alle Zeitformen. Der (unverkürzte) Infinitiv hat als Formans -tar oder -dar und kann auch als Substantiv gebraucht werden. Ein verkürzter Infinitiv (Präteritalstamm) wird durch Weglassen von -ar gebildet.

Präsens und Präteritum werden gebildet, indem man an den entsprechenden Verbstamm eine Personalendung anfügt. Im Präsens wird noch die Vorsilbe mī- vor den Verbstamm gehängt, außer bei den Verben būdar (‚sein‘) und dāštar (‚haben‘). Allerdings: Das Präfix wird nur ausgelassen, wenn „haben“ allein als Vollverb flektiert, hier konjugiert wird. Das Vollverb dāštar (haben) behält sich die lexikalische Bedeutung, als Hilfsverb nicht. Die Verwendung des Präfix ist z. B. bei zusammengesetzten Verben, in denen „dāštar“ als Hilfsverb fungiert, obligatorisch; Beispiele sind „bar daschtar“ (etwas aufheben, abheben), „Yad daschtar“ (sich merken), „baz daschtar“ (stoppen). Die einfache grammatische Formel lautet: Wortarten z. B. Nomen+mi+ dar + Zeichen Personalpronomen z. B. „man bar midaram“ oder „man baz midaram“, „man yad midaram“ oder „man dust midaram“ (ich liebe) oder „man negir midaram“ (ich bewahre auf).

Die lexikalische Bedeutung von daschtan als Vollverb wird hier also aufgehoben. Es hat nun eine veränderte semantische Bedeutung und nur eine grammatikalische Hilfsfunktion. Bei Präsens in Verlaufsform  wird „dashtar“ ausgelassen: „man daram midaram“ ist vollkommen falsch, während „man daram miravam“ (ich bin am Gehen) richtig ist. Perfekt und Plusquamperfekt werden durch Verwendung des Partizips Perfekt gebildet; für das Futur wird eine Konstruktion mit dem Verbstamm hwāhr (‚wollen‘) benutzt.

Als wichtige Zeitform ist der Durativ zu nennen, der eine fortdauernde oder wiederholte Tätigkeit (Form nur in der Vergangenheitsform erkennbar) ausdrückt. Dabei werden zwei Formen benutzt: Zum einen dieselbe Form wie bei Durativ in Vergangenheit für „nicht mehr erfüllbare“ Bedingungen (Agar ’ū mī-āmad – ‚Wenn er gekommen wäre‘) und zum anderen durch die einfache Vergangenheitsform zur Darstellung einer „noch erfüllbaren“ Bedingung (Agar ‘ū-rā dīdī – ‚Falls du ihn sehen solltest‘).

Außerdem gibt es den Jussiv, der durch die Präsensform mit be- statt mī- als Vorsilbe gebildet wird und eine nicht-konjektive Bedingung darstellt, wie im Satz „Wenn die Sonne scheint“ (Agar ḫoršīd be-tābar) im Gegensatz zu Agar šab ḫoršīd mī-tābīr (‚Wenn die Sonne nachts schiene‘). Diese Form wird ebenfalls in Verbindung mit Modalverben verwendet: Mī-hwāhrham be-hwābam (‚Ich möchte schlafen‘).

Sprachbeispiele und Zahlen

Hallo! આયમેન! – Ayman!
Guten Tag! કુડાર અને હમેટ! – Kudar’et Hamet!
Wie geht es Dir/Ihnen? સોઝ તુઆ કમ્વર? – Soz tuyar kamvar?
Gut કુડર – Kudar
Schlecht ઝિમન – Ziman
Danke કાબર – Kabar
Bitte સુઅર – Suyar
Was machst du?/Was machen Sie? સુઝ રાસ દીદી?/સુઝ રિસેટ ડીડે?                        Suz ras didi?/Suz ras’et dedi?
Bitte helfe mir તબર મી કુનામ – Tabar mi kunam
(Wie) Kann das sein? (સોસ) બુદરિટ ટેસ? – (Soz) Budar’it tez?
Kann ich das haben? દસ્તર માય કવર યેડ? – Dastar mi kavar yad?
Was kostet das? સેઝિટ એશ ઇડી? – Sez’it eshed?
Geld પરજ – Paraj‘
Stadt બાજેટ્સ – Bayet
Tschüss! આમેનવર! – Aymanvar!
Bis Bald! કુનીર સોબિયેટ! – Kun’ir sobiyet!

 

Eins દાસ્તા – Dast
Zwei વેસ્ટ – Vast
Drei કાસ્તા – Kast
Vier યેટ્સ – Yatez
Fünf ઉરુસ – Uruz
Sechs તુમેન – Tuman
Sieben રુબેટ – Rubat
Acht સાકિ – Sakat
Neun કવત – Kavat
Zehn દસ્તર – Dastar

 

Elf ડસ્ટર્ડસ્ટ – Dastar’dast
Zwölf દસ્તારવાસ્ટ – Dastar’vast

 

Zwanzig વેસ્ટરિ – Vastar
einundzwanzig વેસ્ટરિકડાસ્ – Vastar’dast

 

Hundert દસ્તત – Dastarat
Zweihundert વસટ્ટ – Vastarat

 

Tauesend કસારિ – Kazat
Zweitausend વઝ્કાઝે – Vastkazat

 

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