Bangabandhische Staaten

Die Insel Bangabandhu ist ein Subkontinent im Kontinent Haparanda und wird im Westen von der Xyllabischen See, im Süden und Osten vom Bangabandischen Ozean und im Norden vom Saarischen Meer eingeschlossen. Die nächsten Landmassen sind Sval im äußersten Südwesten und Tenefau (Saari) im Nordosten. Bangabandhu ist Teil des Großkontinents Balmanien. Insgesamt 13 Staaten liegen auf der Insel:

  • Chronistische Republik Mandhu (CRM)
  • Demokratische Republik Choghu (DRC)
  • Gumanische Republik Hoandhu (GRH)
  • Haladisches Reich (HLR)
  • Ismusistische Republik Bangabandhu (IRB)
  • Königreich Assasam (KRA)
  • Königreich Gonshu (KRG)
  • Neue Zentralesische Republik (NZR)
  • Republik Nugramandhu (RNM)
  • Republik Techwahlisch-Olau (RTO)
  • Republik Xyllabisch-Olau (RXO)
  • Schmollistische Republik Mandhu (SRM)
  • Unionsrepublik Bangabandhu (URB)
Physische Karte der Insel Bangabandhu
Physische Karte der Insel Bangabandhu

Die größten Städte der Insel sind:

  • Banguhl (URB): 13.103.000
  • Aliphatopol (HLR): 12.766.000
  • Pekasi (IRB): 12.316.000
  • Kedong (URB): 9.393.000
  • Laka (CRM): 7.865.000
  • Dordua (HRL): 7.334.000
  • Bramahatna (SRM): 7.124.000
  • Jogandan (URB): 6.891.000
  • Nuea-Heliagunda (NZR): 5.873.000
  • Regulatopol (IRB): 5.499.000
  • Ybam (HLR): 5.423.000

Geschichte

Entwicklung erster Hochkulturen

Die ersten Hochkulturen im heutigen Bangabandhu entwickelten sich um 0 wZI in der Nähe der haladisch-iskischen Grenzstadt Gandagasha – es handelt sich damit um die älteste bekannte Hochkultur auf Ultos. Doch schnell bildeten sich auch in den östlich angrenzenden Hochländern bis Mandhu kleinere Königreiche, teils nomadischer Art heraus. In diesen Königreichen entwickelte sich um 600 wZI der Chronismus als eine Mischung von Staats- und Naturreligion. Sein genauer Entstehungsort ist nach wie vor unbekannt, als größtes Heiligtum gilt eine bis heute erhaltene chronistische Tempelanlage nahe Enghesi (CRM).

Haparandisches Imperium

Bangabandhu blieb von der Vorgeschichte bis in die frühe Neuzeit weitgehend unberührt von fremden Einflüssen, weshalb sich die bangabandhische Hochkultur weitgehend frei entfalten konnte. Bereits wenige Jahre nach dem Zerfall des Zentralesischen Imperiums schlossen sich bangabandhische Stämme und Völker, vor allem auf dem Gebiet der heutigen Unionsrepublik Bangabandhu, zu staatsähnlichen Organisationen zusammen. Aus der einflussreichsten dieser Organisationen ging im 1. Jhd. +ZI das Imperium von Yantakahi hervor, welches oft auch als „Haparandisches Imperium“ bezeichnet wird. Häufig genanntes Gründungsjahr des Imperiums ist 173 nZI, jedoch ist eine exakte Datierung auf ein Jahr schwierig. Viel mehr handelte es sich um ein dynamisch wachsendes Kaiserreich, welches im 3.-4. Jhd. seinen Höhepunkt erreichte. Zu diesem Zeitpunkt umfasste das haparandische Imperium den Norden Bangabandhus sowie zahlreiche Kolonien in Huenesien, Cismontesien (heutiges Sval) und im Süden Xyllabiens bis zur großen Xyllabischen Wüste (heutiger FRNX-Distrikt Tumbeka). Im Kulturraum um das Balmanische Meer existierten auch andere Großreiche: So waren Kittnabili (im heutigen Huenesien, um 251 vom Haparandischen Imperium zerstört) und Fmalium (heutiges Xyllabien) gewiss ebenbürtige Gegner. Nichtsdestoweniger spielt das Haparandische Imperium in der heutigen bangabandhischen Geschichtsinterpretation eine herausragende Rolle.

Verfall des Imperiums

Das haparandische Imperium expandierte stärker und erstreckte sich im 4. Jhd. bis tief nach Cismontesien. Es wurde dadurch immer instabiler, von Yantakahi eingesetzte Statthalter führten die ihnen anvertrauten Gebiete fast autonom, und vorrangig, um in die eigene Tasche zu wirtschaften. Ab dem Ende des 4. Jahrhunderts wurde das Reich von Fmalium durch das Vordringen xyllabischer Einwanderer immer schwächer, und das haparandische Imperium nutzte ein Bündnis mit den Xyllaben, um sich des alten Gegners zu entledigen. Trotz eines Sieges erschöpfte der Krieg mit Fmalium die Kassen des Imperiums. Zudem begannen Aufstände in Huenesien und in Intermontesien, welche 435 +ZI das Intermontesische Königtum (IK) ausriefen – den ältesten noch existierenden Staat der Geschichte. Somit war das Haparandische Imperium von seinen Aussiedlungen in Sval getrennt – und zerfiel entgültig.

Die Anfänge Svals

Das militärisch sehr starke IK entwickelte sich schnell zu einer Barriere zwischen Sval und Bangabandhu, welche den Fortbestand des Haparandischen Imperiums in seiner derzeitigen Form nicht länger gestattete. Es begann in Bangabandhu eine Ära der Kleinstaaterei, die über ein Jahrtausend andauern sollte. Insbesondere die Cismontesischen Aussiedlungen verfielen vollkommen, und wurden von indigener Bevölkerung eingenommen und zerstört. Das Wirken des Haparandischen Imperiums im heutigen Sval geriet für Jahrhunderte in Vergessenheit.

Ab dem 5. Jhd +ZI wanderten die Svalesen in Cismontesien von Nordwesten her ein. Sie brachten ihre Sprache und die halloistische Religion mit. Sie siedelten im Gebiet um das heutige Huananorshu, ehe im 12. Jahrhundert eine rasche Ostexpansion begann. Schließlich umfasste das Svalesische Siedlungsgebiet den Westen Cismontesiens bis in die Gegend um das heutige Mohana. Im 18. Jahrhundert begann eine neue Expansionswelle, an deren Ende Sval das gesamte Cismontesien umfassen sollte. Die indigenen Völker wurden großteils assimiliert, ihre letzten Spuren verschwanden in der rigorosen Nationalpolitik des frühen 25. Jahrhunderts.

Paramurische Kolonisation

2141 landeten erstmals paramurische Seefahrer im äußersten Westen Bangabandhus (heutiges Königreich Assasam), bereits mit dem festen Ziel, Handelsstützpunkte zu errichten. Durch Kriegs- und Handelsstrategie, aber auch Heiratspolitik weiteten sie ihre Besitzungen bis in die 2230er Jahre auf gesamt Bangabandhu aus. Dies betraf jedoch nicht das Haladische Reich, welches aufgrund seiner hohen Kultur und seines erfolgreichen Widerstandes als ebenbürtig betrachtet und toleriert wurde.

(Haladisches Reich und Paramur als ebenbürtige Kolonialmächte oder gegenseitiges Angeficke?)

Die Vormachtstellung in nahezu gesamt Bangabandhu sollte Paramur fast 150 Jahre lang behalten. Auch wenn Demokratie und Volkssouveränität in dieser Epoche nicht gegeben waren, war die paramurische Kolonialpolitik von einer großer Toleranz und einer Steigerung des Lebensstandards gekennzeichnet. Insbesondere prägte Paramur das religiöse Leben; ursprünglich pflegte man in Bangabandhu den bangabandhisch-orthodoxen Chronismus, doch seit dem 23. Jahrhundert ist die Mehrheit der Bevölkerung der großen Städte karpatisch-reformiert.

Svalesische Kolonisation

Während der Mitte des 24. Jahrhunderts wuchsen in Sval kolonialistische Bestrebungen. Bereits seit mehreren Jahrhunderten besaß mal Kolonien in Davien, nun wollte man die Machtpolitik auf den bangabandhischen Raum ausweiten. Unter dem Vorwand der „Befreiung“ Bangabandhus vom paramurischen Kolonialherren und der Einigung Haparandas unter svalesischer Führung marschierte man 2372 von Mohana aus in Bangabandhu ein.

Die svalesischen Eroberer gingen weitaus weniger liberal als ihre paramurischen Vorgänger vor. Insbesondere ab der Jahrhundertwende dominierte eine aggressiv-assimilatorische Denkweise. Man versuchte, in den bangabandhischen und davischen Kolonien eine „Neue Svalesische Gesellschaft“ zu etablieren, also die Bevölkerung gewaltsam zum Gebrauch der svalesischen Sprache sowie dem Bekenntnis zum Halloismus zu zwingen. Während in Davien diese Bestrebungen in keiner Weise fruchteten, hält sich die svalesische Sprache in Bangabandhu als lingua franca bis heute.

Postkoloniale Ära

IRB-Gründung ist noch völlig unklar, oder?!

Bereits im Jahr 2482 kam es zu Unruhen im zentralen Bangabandhu. Politisch liberale Kräfte forderten die Abkehr vom teilweise totalitär empfundenen Ismusismus hin zu einer demokratisch-sozialistischen Gesellschaftsordnung. In einer vergleichsweise friedlichen Revolution erlangten die Rebellen die Kontrolle über ein vollständig von IRB-Territorium umschlossenes Gebiet im zentralen und bergigen Teil Bangabandhus: Die heutige Gumanische Republik Hoandhu.

Im Zuge der Sommerrevolution in der Ismusistischen Republik 2485 (gelegentlich ungenau als Sommerkrise bezeichnet) spaltete sich der pro-demokratische, liberale und anti-ismusistische Süden bzw. Südwesten Bangabandhus von der IRB ab. Die Gebiete im heutigen Gonshu, Assasam, Mandhu, und Choghu (heute zumeist als West-Bangabandhu bezeichnet) verblieben zunächst in der IRB, wohingegen sich der Norden Bangabandhus rund um Neu-Valíera und Banguhl als „Unionsrepublik Bangabandhu“ für unabhängig deklarierte.

Das geteilte, wirtschaftlich angeschlagene und geopolitisch äußerst fragile Staatskonstrukt der verbliebenen Ismusistischen Republik konnte die folgenden Jahre nur durch massive finanzielle Zuwendungen seitens der Volksrepublik Diktatistan überleben. Durch die Sommerkrise in der DVD 2497 war diese nicht länger in der Lage, die IRB zu halten, wodurch sich die Lebensbedingungen binnen weniger Monate massiv verschlechterten; insbesondere im westlichen Teil des Landes. Nach dem Vorbild von URB und GRH teilte sich das Gebiet West-Bangabandhus in die heutigen Staaten Assasam, Gonshu, Mandhu und Choghu sowie in ein kleineres Gebiet, welches sich der Unionsrepublik Bangabandhu anschloss.

Während die Königreiche Assasam und Gonshu unter einer konstitutionellen Monarchie und die Republik Choghu unter starker Hand des Diktators El Ponisbart langsam aber sicher zu innerer Stabilität zurückkehrten, brodelten die Unruhen in Mandhu Anfang der Nullerjahre weiter. Die Situation eskalierte im Sommer 2503, als schmölkische Milizen binnen weniger Tage sich vom chronistisch dominierten Norden des Landes abschotteten und den Süden für autonom erklärten. Dies erkannte der äußerste Südosten des Landes nicht an, welcher sich wiederum von beiden Teilen Mandhus unabhängig erklärte: Die Republik Nugramandhu war entstanden. Die Gefechte zwischen Schmollistischer und Chronistischer Republik dauerten noch rund zwei weitere Jahre an, ehe man sich im Herbst 2505 auf eine Waffenstillstandslinie einigte. Diese Linie entspricht bis heute der Konvention der Grenze zwischen Chronistischer und Schmollistischer Republik Mandhu.

Staaten

Staat Kürzel Hauptstadt Einwohnerzahl Fläche [km²] Bevölkerungsdichte [EW/km²] Staatsoberhaupt HDI
Unionsrepublik Bangabandhu URB Haranupol 292.153.000 2.515.629 116,1 Juam Ler-Seng Ul 0,693
Haladisches Reich HLR Halada 218.416.000 734.962 297,2 Kaiser Jorghan I. von Lekuk 0,780
Ismusistische Republik Bangabandhu IRB Regulatopol 180.561.000 734.962 245,7 Regulator Rahún Kitabehi 0,603
Chronistische Republik Mandhu CRM Laka 52.305.000 182.641 286,4 Präsident Regoreh Alugh 0,535
Schmollistische Republik Mandhu SRM Ifla 26.954.000 205.297 131,3 Präsident Amitabh Das 0,541
Königreich Assasam KRA Xasa 41.841.000 393.991 106,2 König Hamam XIX. 0,668
Königreich Gonshu KRG Shefrem 6.784.000 149.369 45,4 König Guru II. 0,632
Republik Nugramandhu RNM Oshkan 4.220.000 53.365 79,1 Präsident Demian Jurkul 0,757
Gumanische Republik Hoandhu GRH Kuluru 7.562.000 170.694 44,3 Guman Ela Dami-Fagu 0,598
Republik Xyllabisch-Olau RXO Dela 18.210.000 230.297 79,1 Präsident Melek Kelemko 0,874
Republik Techwahlisch-Olau RTO Cedokosh 5.179.000 67.482 76,7 Präsident Xer Galmain 0,879
Neue Zentralesische Republik NZR Nuea-Heliagunda 6.722.000 136.492 49,2 Präsident Gorona Jalau 0,857
Demokratische Volksrepublik Choghu DVC Ehsk 1.381.000 104.247 13,2 Präsident Cochos Federach 0,449
Bangabandhu   Xasa 862.288.000 5.679.428 151,8 Präsident Januk Ferra-Duhl 0,685

Anmerkung: Zurzeit verändert sich einiges an der Fläche und Einwohnerzahl der bangabandhischen Staaten. Die aktualisierte Liste werden wir gegen Ende des Jahres (2018) veröffentlichen.

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