Dia Rioghachd

 

 

Hauptstadt: Ceo ceil

Einwohnerzahl: 82.000

Fläche: 540 km^2

Staatsform: Galismus

Staatsoberhaupt: Meirneal (oberster Priester/oberste Priesterin) derzeit: Kaja Mactalla de Ceo

Sprache: Canan

Bruttoinlandsprodukt: Bisher konnte keine einheitliche Währung eingeführt werden

Städte:

  • Ceo Ceil 21.000 EW
  • Diatir 14.000 EW
  • Awindun 12.000 EW
  • Baile mor 10.000 EW

Dia Rioghachd ist ein kleiner Staat, der lange Zeit von der Außenwelt isoliert war. Daher hat sich eine komplett eigene Kultur ausgebildet. Diese äußert sich durch eine eigene Sprache und Religion, welche uns bekannten Sprachen kaum ähneln.

In den Jahrhunderten der Abgeschiedenheit hat sich eine starke Grenze zwischen den Bewohnern der Hauptstadt und denen des Berglandes und der Ebene herausgebildet: während in Ceo Ceil bereits vollständig ohne Fossile Brennstoffe etc gearbeitet wird und neueste Technik entworfen, die ausschließlich auf Erneuerbaren Energien beruht, sind weite Teile des Landes noch nicht an das Stromnetz angeschlossen und arbeiten mit primitiven Gegenständen.

Der Staat ist nach dem Galismus strukturiert, wobei Religion und Politik nicht getrennt werden (mehr dazu unter „Politik und Gesellschaft“). Dabei sind die Politiker meist im wissenschaftlichen Bereich weiter als man von einer derartigen Gesellschaft erwarten könnte.

Vermutlich würde Dia Rioghachd auch die nächsten Jahrhunderte verbringen wie die letzten, wäre nicht vor kurzem nach dem Tod des Meirneal Seann  Tegev die junge und ehrgeizige Kaja Mactalla de Ceo an die Macht gekommen, die das Land grundlegend neu strukturieren und modernisieren will. Der erste Schritt soll hierbei der Anschluss an die anderen Staaten werden.

Agenda für die nächste Zeit

  • Modernisierung der bisher benutzten Technik
  • Umgreifendere Bildung auch in der Unterschicht
  • Lehrstellen für Ultan, Aufnahme in den Grundwissensbestand
  • Ausbau der natürlichen Heizsysteme durch heiße Quellen auf größere Fläche um den Boden nutzbar zu machen
  • Ausbau der Hafenstädte Baile mor und Diatir
  • Einführung einer einheitlichen Währung und eines Finanzsystems

Die Sprache Canan

Niedercanan

Niedercanan ist die in den meisten Teilen Dia Rioghachds gesprochene Sprache. Sie besteht nur aus einzelnen Worten, die weder dekliniert noch konjugiert noch in irgendeiner anderen Weise gebeugt werden und zur Unterstützung der vorherrschenden Gebärdensprache dienen.
Jedoch verstehen die meisten Daonna Hochcanan, auch wenn sie es selbst nicht sprechen können.

Dank der Gebärdensprache ist es für Außenstehende nicht schwer, Niedercanan zu verstehen.

Hochcanan

Hochcanan wird hauptsächlich in Ceo Ceil gesprochen und ist eine Plansprache aus der Anfangszeit des Staates. Es ist einfach strukturiert und ähnelt mehreren Sprachen, dies jedoch eher zufällig.
Zunächst gibt es ein paar Besonderheiten in der Aussprache zu beachten:
„c“ wird wie ein scharfes s gesprochen, es sei denn, es tritt vor einem h auf.
„ch“ wird in der Kombination als ein kehliges h gesprochen.
„th“ wird wie ein gelispeltes s im vorderen Mundraum gesprochen.
Ein unbetontes „a“ wird als eine Mischung aus a und o gesprochen.
„r“ wird im Kehlkopfraum oder an der Zungenspitze gerollt.
Diphthonge gibt es eigentlich nicht, sie entstehen höchstens durch den Redefluss, aber nicht gewollt.
Die Betonung erfolgt fast immer auf der ersten Silbe.
Deklinieren erfolgt nach folgenden Regeln: Die Person, die handelt, bekommt den selben Präfix wie die Handlung selbst. Dabei wird für die erste Handlung die Silbe ane vorgehängt, für die zweite ine, für die dritte une usw. (siehe Zahlen). Die Person oder das Objekt, an dem gehandelt wird, erhält die selbe Silbe als Anhang.
Einen Genus gibt es nicht.
Im Singular wird sowohl bei Verben als auch bei Substantiven die Endung kun angehängt, im Plural erfolgt keine Änderung.
Die Konjugation zeigt wieder einmal den extremen Unterschied zwischen Ober- und Unterschicht: Ist die handelnde Person aus Ceo Ceil, bekommt das Verb den Präfix arc. Ist dies nicht der Fall, wird die Silbe „ilt“ vor das Verb gesetzt.
Adjektive im herkömmlichen Sinne gibt es nicht, stattdessen werden Verben mithilfe der Endung –al oder auch –fal „umfunktioniert“.
Zahlen
Die Daonna zählen im Dreiersystem:

Zahl (ausgeschrieben) Zahl (Zeichen) Entspricht
Ane 1
Ine 2
Une 3
Ane-a ├├ 4
Ane-i ├┬ 5
Ane-u ├┥ 6
Ine-a ┬├ 7
Ine-i ┬┬ 8
Ine-u ┬┥ 9
Une-a ┥├ 10
Une-i ┥┬ 11
Une-u ┥┥ 12

Weiter als zwölf wird selten gezählt. Wenn dies jedoch geschieht, wird mit Multiplikation gearbeitet.
Beispiel: 24 = ┬⁞┥┥Dabei steht ⁞ für das uns bekannte Mal-zeichen und wird nicht gesprochen (24 wird also „ineuneu“ gesprochen).
Sollte höher als 144 gerechnet werden, werden einfach mehr Faktoren genannt.
Um auch höheren Primzahlen einen Namen zu geben, verwendet man das Wort „sul“, um eine Addition deutlich zu machen.
Beispiel: 293 = ┬⁞┥┥⁞┥┥+┬├ gesprochen ineuneuuneu sul inea
Divisionen werden nicht durchgeführt, die Symbolik für Plus und Minus gleicht der üblichen.

Politik und Gesellschaft

Zunächst sei zu sagen, dass die Daonna (Bewohner von Dia Rioghachd) emanzipationstechnisch sehr weit fortgeschritten sind: Es wird weder in Beruf noch im Sozialen ein Unterschied zwischen den Geschlechtern gemacht. Auch Homosexualität wird aus diesem Grund als normal betrachtet.

Da auch in der Sprache Canan kein Unterschied zwischen den Bezeichnungen gemacht wird, wird dieser im folgenden Text auch nicht extra herausgestellt.

Lebensweg eines Daonna

Die meisten Daonna leben in kleinen Dörfern, in denen die Kinder bis zu ihrem vierten Lebensjahr von der Gemeinschaft aufgezogen werden. Mit vier Jahren werden sie vom Dorfdruiden einem Test  unterzogen, der ihre geistige Leistung und Lernbereitschaft zeigen soll.

Wird ein Kind für intelligent genug erachtet, wird es in die Hauptstadt Ceo Ceil gebracht, wo es ausgebildet wird. Die anderen Kinder bleiben im Dorf und lernen handwerkliche Berufe oder ähnliches.

Die Kinder in Ceo Ceil werden bis zu ihrem sechsten Lebensjahr neben lesen und schreiben auch in hoch-Canan unterrichtet. Nach zwei Jahren vor Ort wird ihre Leistung erneut eingestuft. Etwa die Hälfte der Kinder wird wieder in ihr Heimatdorf geschickt, wo sie mit den anderen Kindern vom Dorfdruiden unterrichtet werden.

Für die anderen geht es nun richtig los: Sie werden nicht nur zu Priestern ausgebildet, sondern auch zu Politikern. Darüber hinaus erhalten sie Unterricht in einem lautenähnlichen Instrument und lernen die uralten Gesänge. Außerdem steht für sie eine wissenschaftliche Vertiefung in eine der drei klassischen Naturwissenschaften oder eine Geisteswissenschaft an.

Nach Abschluss ihres zwölften Lebensjahres müssen sie sich für eine bestimmte Richtung entscheiden:  Gehen sie als Priester und Druiden in die Dörfer zurück, werden sie Lehrer in Ceo Ceil oder gehen sie in die Politik?

Danach folgen zwei Jahre spezifischer Ausbildung, bis sie mit Vierzehn Praxiserfahrung sammeln können und als vollständig ausgebildet gelten.

Ehen werden bei den Daonna nicht geschlossen. Wenn zwei Menschen eine Partnerschaft eingehen, ist diese nicht zwingend für immer und kann jederzeit beendet werden, wodurch die meisten Daonna keine Bindungen zu ihren Eltern entwickeln.

Die wenigen größeren Dörfer, die man als Städte bezeichnen mag, werden in mehrere größere Sektoren unterteilt, welche einem Druiden unterstehen und so durchlaufen die Kinder das selbe Prozedere.

Politischer Aufbau

Die örtlichen Druiden haben immer den Dorfvorstand inne. Dabei überschreiten die meisten Dörfer die Hunderteinwohnermarke nicht, wodurch der Druide sein Dorf sehr gut kennt und auf die Bedürfnisse besser eingehen kann.

Die Druiden einer Region treffen sich regelmäßig und wählen alle vier Jahre des klügsten von ihnen aus, welcher ihnen allen vorsteht. An seinen Platz im Dorf rutscht meistens ein junger Nachfolger aus Ceo Ceil.

Diese gewählten Vorstände werden als „Bord stiuiridh“ bezeichnet. Sie haben meistens um die zwanzig Dörfer unter sich. Die Bord stiuiridh der vier Großregionen treffen sich jährlich jeweils in den Hauptdörfern der Region. Dort wird über spezielle Tests der klügste von ihnen bestimmt, welcher wiederum den Vorstand übernimmt. Seine Stelle wird an einen nachgewählten Nachrücker gegeben, dessen Stelle wiederum an einen neuen Priester vergeben wird.

Der gewählte Bord stiuiridh wird als Cairteal bezeichnet und trifft sich so oft wie möglich mit den anderen Cairteal der anderen Großregionen. Einer von ihnen wird zum Meirneal gewählt und ist somit Staatsoberhaupt.

Er behält dieses Amt bis zu seinem Tod.

Im Glauben muss man stark zwischen dem der Ober- und die der Unterschicht differenzieren: Während die einfache Bevölkerung viele Sachverhalte mithilfe von Mythen einfach erklärt werden, legt man in Ceo Ceil sehr viel Wert darauf, die korrekten wissenschaftlichen Details aufzudecken und zu lehren.

Zentraler Bestandteil der Religion bilden die drei Monde: In ihnen sehen die Daonna Götter, die über den Planeten wachen: Jasny ist für sie die Göttin Ceridgwen, die Mutter, Jungfrau und Todesbotin. Karanlik stellt für sie den gehörnten Gott Adharcbeir dar, der Ceridgwens Gefährte ist. Mörk ist der dunkle Gott, für den die Daonna keinen Namen haben. Er ist der Ausgleich für Ceridgwens strahlende Güte und Gegenstand vieler Horrorgeschichten, die die Alten den Kindern gerne erzählen.

Da alles von ihnen geschaffen ist, wird alles auf der Welt respektiert und geachtet, wodurch Vorurteile gegenüber anderen sowie Diskriminierung verpönt sind

Während die einfache Bevölkerung glaubt, dass diese sich regelmäßig an die älteren Götter, die die Menschheit nicht kennt, wenden und somit zu- und abnehmen, wissen die in Ceo Ceil ausgebildeten sehr wohl, dass dies durch die Bewegung um Ultos geschieht.

Des Weiteren glauben die Daonna an das Kreislaufprinzip: alles wiederholt sich. Jeder Moment, jedes Leben, jedes Gespräch hat es schon genau so mal gegeben und jede Seele hat schon mal auf dieser Erde gelebt.

Die Zeit zwischen Tod und Wiedergeburt verbringen die Toten in den großen Hallen, welche dem Himmel anderer Religionen gleichen. Dort können sie, wenn sie im vergangenen Leben Großes geleistet haben, in den unerschöpflichen Bibliotheken lesen.

Intelligenz beziehungsweise große Lernfähigkeit ist für die Daonna einfach die Erinnerung an Dinge, die man während seiner Zeit dort in den großen Hallen gelesen hat.

Volkslyrik der Daonna

In der Sprache Canan gelten Reime als überbewertet: sie entstehen zwar durch den Aufbau der Sprache, werden in der Lyrik allerdings nicht gefördert oder erstrebt. Überdies wird die eh schon spärliche Grammatik in vielen Liedern vollständig ignoriert.

Nördlicher Bereich, Ebene

Die Bevölkerung der Ebene singt viele einfache Kanonische Weisen, die im Zusammenklang allerdings mehrstimmig und anspruchsvoll erklingen.

Eines der am häufigsten gesungenen Lieder ist der dreizehnstimmiger Kanon „Samhradh arctiubainnal“ Der Sommer kommt . Er wird Als Gebet gesungen.

Samhradh arctiubainnal

Samhradh arctiubainnal
gabh oran cuach
iltcinnane siolachan
fasane craobhan
gabh oran
caorane iltgairmean
feoil-uain
balachanan biane laoch

Thoir taing do
gabh oran

Teothachdane  striipane
arcsguabane fuachdan
Thoir taing do gabh oran
Sommer kommt.
Der Cuach[Vogelart] singt.
Blumen wachsen
Bäume wachsen
Sing!
Das Mutterschaf ruft
Nach dem Lämmchen.
Der Junge wird zum Mächtigen Mann
Dankt den Göttern
Mit Gesang
Es wird warm
Vertreibt die Kälte
Dankt mit Gesang

Ein weniger religiöses Lied stammt aus den Regionen um den Fluss Abhainn: „Samhchair“ Stille

Samhchair

Chan eil miane arcbi
Fhios aigane co-dhui
Gu leor gradh uisge
Sneachd no samhchair
Ich weiß nicht, ob
Ich lieber das Schmelzwasser
Oder den frisch gefallenen Schnee
In der Stille mag

Bergland

Die Musik im Bergland ist sehr speziell, oft eine Mischung aus der des Flachlandes und der aus Ceo Ceil und von Dorf zu Dorf unterschiedlich. Hier kommt es zunehmend zu mehrstimmigen Liedern, auch instrumental begleitet, wie im Lied air bruach abhainn Am Ufer des Abhainn

air bruach abhainn

Air bruach abhainn trachairane ine daonnane oige beul-oideas ceilidh
fannane ane s´doach ine ach chan moach cior geamhradh sogan dannsane ciur air fasaningeachd Air bruach abhainn trachairane ine daonnane oige beul-oideas ceilidh
Am Ufer des Abhainn trafen sich zwei junge Menschen beim Traditionellen Tanz
Sie bleiben eine Nacht zusammen oder zwei,
Aber nicht länger als bis zum Winter drehen sie sich im Kreis
Am Ufer das Abhainn trafen sich zwei junge Menschen beim Traditionellen Tanz

Ceo  Ceil

Die Musik in der Hauptstadt der Bildung und Religion ist sehr variabel. Es gibt muntere Gesänge und traurige Weisen, rhythmisch vertrackte Lieder und einfache Taktmaße, Tänze, Gebetsgesänge und vieles mehr. Dabei komponieren oder improvisieren die Einwohner, die alle eine musikalische Grundausbildung haben, oft selbst nach Lust und Laune sowohl instrumental als auch vokal.

Eine kurze Ballade, ebenfalls in Kanonform singbar, ist „braon beag“ kleiner Tropfen

braon beag

Fuaran sheeley uisge
gu suthain reoiteagAnoaich le teised
neonach ciuineas
Riamh treigte stor
Saoghal riamh faic
Ceann-uidhe
A toiseach reoth
Aus der Quelle fließt das Wasser
Trifft auf das ewige Eis
Gesellt sich zu den übrigen
In bizarrer Ruhe.
Er verlässt nie seinen Ursprung/das Gebirge*
Und sieht nie die Welt
Seine Bestimmung war
Von Anfang an zu erfrieren

*das Gebirge, in dem Ceo Ceil liegt, heißt stor (Ursprung)

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