Republik Polyessia

Vollständiger Name: Republik Polyessia
Hauptstadt: Rossawograd
Regierungsform: Präsidialrepublik
Staatspräsident: Borys Titorowytsch Wolesnikow
Regierungsschef: Ministerpräsident Arsonji Mickelowitsch Ulexsandr
Wahlrecht: Allgemeines Wahlrecht ab 18 Jahre
Währung: 1 Griwenka (100 Matschkas)
BIP pro Kopf: 13.102 G
Kaufkraftbereinigtes BIP (pro Kopf): 18.189 G
Gesamt-BIP: 698.651.666.812 G
Human Development Index: 0,747
Bevölkerung: 89.204.106 (+1%)
Geburtenrate: 10,72 pro 1000 Einwohner
Lebenserwartung:
insgesamt: 68,93 Jahre
Männer: 63,41 Jahre
Frauen: 74,80 Jahre
Altersstruktur:
0 – 14 Jahre: 15,22 %
15 – 64 Jahre: 63,41 %
65 Jahre und mehr: 15,80 %
Medianalter: 40,10 Jahre
Geschlechterverhältnis: 0,85 Männer/Frauen
Fläche: 3.300.000 km²
Bevölkerungsdichte: 43,61 Einwohner pro km²
Urbanisierung: 77,20 %
Arbeitslosenquote: 6,5 %
Sprachen: polyessisch, kasokiatisch, temugisch
Ethnien: Polyessier 89 %, Kasokias 10 %, Temugen 1 %
Religion: Autocephalous-Uniate
Nationalfeiertag: 24. August
Abtreibung/Sterbehilfe: erlaubt
Todesstrafe/Folter: nicht erlaubt
Waffenbesitz: nur zu Jagdzwecken
Drogenbesitz: verboten
Glücksspiel: erlaubt
Kennzeichen(Kfz): POL
Internet-Kürzel: .po
Telefonvorwahl: +380

Politik

Politisches System Polyessias

Polyessia ist nach seiner Verfassung ein demokratischer, republikanischer, sozial- und rechtsstaatlicher Einheitsstaat mit einem semipräsidentiellen Regierungssystem. Die Verfassung schreibt eine Gewaltenteilung vor. Mit Gesetz Nr. 2222-IV vom 8. Dezember 2504 wurde die Verfassung gebilligt.
Die Verfassungsorgane der Republik sind:
Präsident von Polyessia
Er ist Staatsoberhaupt und vertritt den Staat Polyessia nach innen wie nach außen völkerrechtlich. Er soll die territoriale Integrität und Souveränität Polyessias wahren und steht an der Spitze der Exekutive.
Die Aufgaben des Präsidenten umfassen:

  • die Ernennung des Ministerpräsidenten mit Zustimmung des Parlaments sowie der Minister, der diplomatischen Vertreter des Landes, zwei Drittel der Mitglieder des Verfassungsgerichts und der Zentralbank, sowie den Generalstaatsanwalt,
  • Ausfertigung der Gesetze des Parlaments mit der Möglichkeit eines Vetos gegen Beschlüsse des Parlaments,
  • Recht zur Aufhebung von Maßnahmen der Regierung und Bestimmung des Zuschnitts der Ministerien,
  • Ausübung des Gnadenrechts für die Republik Polyessia,
    Errichtung oder Auflösung von Gerichten und Gerichtszweigen,
    Vorsitz des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates,
  • Oberbefehl über die Streitkräfte, Verhängung des Kriegsrechts sowie Ausrufung der Generalmobilmachung im Spannungs- oder Kriegsfall,
    vorzeitige Auflösung des Parlaments,
  • Verordnungen und Dekrete an die Einrichtungen der Exekutive, einschließlich des Ministerkabinetts.

Der Präsident wird für eine Amtszeit von 5 Jahren in direkter Wahl durch das Staatsvolk Polyessias gewählt. Dabei darf ein Kandidat nicht mehr als 4 Amtszeiten hintereinander das Amt ausfüllen. Wählbar ist, wer mindestens 35 Jahre alt ist, die polyessische Staats-angehörigkeit besitzt, aktiv wahlberechtigt ist und seit mindestens 10 Jahren in Polyessia lebt. Ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Amt ist durch eigenen Rücktritt, Feststellung der gesundheitsbedingten Amtsunfähigkeit, ein förmliches amtsenthebungsverfahren oder den Tod des Amtsinhabers möglich.
Werchowna Rada
Die Werchowna Rada (Oberster Ra“) bildet das unikameralistische Parlament Polyessia. Es übt die alleinige legislative Gewalt des Staates aus. Es wird für eine Legislaturperiode von 5 Jahren vom Staatsvolk Polyessias direkt gewählt, wobei Wahltermin und -verfahren vom scheidenden Parlament bestimmt werden. Abgeordnete der Rada genießen rechtliche Immunität für die Dauer der Legislaturperiode und dürfen während ihrer Zeit als Abgeordnete kein (anderes) Amt innerhalb Polyessias ausüben, insbesondere nicht der Exekutive angehören. Die Rada kann außer durch Ablauf der Legislaturperiode nur im Ausnahmefall vom Präsidenten aufgelöst werden, wobei in diesem Falle unverzüglich Neuwahlen anzusetzen sind. Die Werchowna Rada wird von einem aus ihrer Mitte gewählten Präsidenten der Werchowna Rada geleitet und vertreten.
Zu den Aufgaben zählen:

  • die Gesetzgebung,
  • der Beschluss über Verfassungsänderungen,
  • Beschluss des Staatshaushalts,
  • Beschluss zum Abhalten eines Referendums,
  • Zustimmung zur Ernennung des Ministerpräsidenten und der übrigen vom Präsidenten ernannten Beamten, sowie und Misstrauensanträge gegen diese,
  • Beschluss über die Rahmenbedingungen der Innen- und Außenpolitik von Ministerkabinett und Präsident,
  • Aufstellung der Streitkräfte Polyessias,
  • Beschluss über den Kriegsfall und Kriegserklärungen,
  • parlamentarische Kontrolle des Präsidenten und des Ministerkabinetts,
  • die Amtsenthebung des Präsidenten.
Ministerkabinett

Die Regierung der Republik Polyessias wird vom Ministerkabinett wahrgenommen. Dieses setzt sich aus dem Premierpräsidenten, dem Ersten Vize-Premierpräsidenten, drei weiteren Vize-Premierpräsidenten und den Ministern zusammen. Ersterer wird vom Präsidenten Polyessias mit Zustimmung der Werchowna Rada ernannt. Die übrigen Mitglieder des Kabinetts werden auf Vorschlag des Premierpräsidenten vom Präsidenten ernannt. Die Amtszeit des Kabinetts ist an die Amtszeit des Premierpräsidenten gebunden. Die Werchowna Rada kann gegen den Premierpräsidenten ein Misstrauensvotum abgeben mit der Folge, dass dieser und mit ihm das gesamte Kabinett durch den Präsidenten aus dem Amt zu entlassen sind. Das Ministerkabinett ist durch seine doppelseitige Ernennung und Entlassung für seine Arbeit auf Mehrheiten in der Werchowna Rada ebenso angewiesen wie auf die Unterstützung des Präsidenten.

Justiz und Polizei

Die Rechtsprechung ist den Gerichten der Republik Polyessia anvertraut. Sie sind zwar von der Verfassung wegen formal unabhängig, praktisch ist die Trennung zwischen Rechtsprechung und Politik und Wirtschaftsinteressen aber nur schwach ausgeprägt. Die Rechtsprechung Polyessia gilt als sehr korruptionsanfällig. Es besteht im Grundsatz ein Einheitsprinzip hinsichtlich der Einteilung der Rechtsprechungsgewalt: Die Gerichte sind grundsätzlich für alle gerichtlichen Verfahren zuständig, unabhängig von der zu behandelnden Materie. Die Gerichtsbarkeit verfügt über vier Instanzen: Lokalgerichte, Regionalgerichte, Berufungsgerichte und dem Obersten Gerichtshof Polyessias als Revisionsgericht.
Die Verfassungsgerichtsbarkeit wird vom Verfassungsgericht Polyessias) wahrgenommen. Dieses hat die alleinige Verwerfungskompetenz für Gesetze, entscheidet über die Auslegung der Verfassung und wirkt bei der Amtsenthebung des Präsidenten und der Auflösung des Parlaments mit.
Für die Strafverfolgung ist ein (politischer) Generalstaatsanwalt zuständig, der den lokalen Staatsanwälten vorsteht. Seine Kompetenzen sind unmittelbar von der Verfassung bestimmt. Sowohl die polyessische Polizei als auch die Justiz gelten als korrupt.

Zentrale Wahlkommission

Für die Organisation und Durchführung der Präsidenten- und Parlamentswahlen, der Kommunalwahlen und Referenden ist die Zentrale Wahlkommission, eine Behörde mit Sitz in Rossawograd zuständig. Die 15 Mitglieder der Kommission werden für den Zeitraum von 7 Jahren von der Werchowna Rada gewählt und vom Staatspräsidenten ernannt.

Staatsflagge

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Die offizielle Staatsflagge der Republik Polyessia

Die Flagge Polyessias ist in den Farben Blau, Orange und Weiß gehalten. Sie symbolisieren die Verbundenheit der Polyessier zu ihrem Land. Das Blau stellt links oben den Himmel dar der das Klima beeinflusst und rechts unten das Meer, die Seen und Flüsse die dem Land die Stärke geben. Orange ist bezeichnend für die Kraft des Bodens und dadurch die reichhaltigen Ernten in Ployessia. Weiß hingegen bündelt die Reinheit des Herzens aller Polyessier, die Himmel, Wasser und Land zusammenhalten.
Die Republik Polyessia ist gemäß ihrer Verfassung ein demokratychna, respublikansʹka, sotsialʹno – und verkhovenstvo prava Unitarna Derzhava (Einheitsstaat) mit einem pidlozi prezydent·sʹka Systema pravlinnya (semipräsidentiellen Regierungssystem). Sie ist in 18 Oblastiwos (Provinzen) unterteilt. Topographisch liegt die Republik auf dem Kontinent Murabien und befindet sich im Norden des Kontinents. Mit einer Fläche von 3.300.000 km² und einer Einwohnerzahl von 89.204.106 Menschen ist Polyessia sicherlich nicht einer der größten Staaten auf Ultos, aber mit 65 % Schwarzerdeboden eine landwirtschaftlich reiche Nation. Die Hauptstadt Rossawograd mit 5.854.247 Einwohnern ist die größte Stadt des Landes.

Bildungssystem

In Polyessia findet ein komplizierter und vielgestaltiger Prozess der Restrukturierung von Bildung und Wissenschaft statt. Aufbauend auf dem Erbe der posttraumatischen Machthaber musste Polyessia eine eigenständige Forschungs- und Bildungslandschaft aufbauen. Dies gelang relativ gut, so dass die Angleichung an die Systeme der Staaten auf Ultos schnell vollzogen wurde. Das Bildungsangebot ist breit gefächert und kann nach Wünschen und Fähigkeiten gewählt werden. Besonders liegen die Förderung von körperlich und geistig Benachteiligten, sowie die Begabtenförderung im Augenmerk des Staates. Laut Verfassung ist die kostenlose Bildung garantiert und soll vorrangig im ländlichen Raum die Ausbildungsmöglichkeiten der Polyessier erhöhen. Gerade in den letzten Jahren hat sich aber auch ein System an privaten Hochschuleinrichtungen entwickelt bei dem Studierende für ein akademisches Jahr einen Unkostenbeitrag von bis zu 1000 G bezahlen mussten. Bezahlte Zusatzangebote werden immer mehr der Renner zur staatlich finanzierten Bildung. In Polyessia besteht allgemeine Schulpflicht.
Das polyessische Bildungssystem gliedert sich in:

  • Vorschulbildung, Grundschulbildung (I.Stufe), Mittelschulbildung (II. Stufe), Abgeschlossene allgemeine mittlere Bildung (Oberschulbildung) (III. Stufe)
  • Oberschulbildung/Abgeschlossene allgemeine mittlere Bildung
  • Hochschulgrundausbildung, Abgeschlossene Hochschulbildung
  • höhere Bildung, Weiterbildung (Postgraduale Bildung), Aspirantur und Doktorantur
  • außerschulische Bildung, Selbststudium
  • Berufsbildung, Berufsschulbildung (FGA – Fachgrundausbildung, MFA – mittlere Fachausbildung, HFA – höhere Fachausbildung )

Qualifikationsniveau:

  • Qualifizierter Arbeiter
  • Juniorspezialist
  • Bachelor
  • Fachmann
  • Magister

Wissenschaftliche Grade und Titel:

  • Wissenschaftlicher Grad (Kandidat der Wissenschaften – Promovierter Doktor
  • Doktor der Wissenschaften – Habilitierter Doktor)
  • Wissenschaftlicher Titel (Leitender Wissenschaftler, Dozent, Professor)

Berufsausbildung
Im Berufsleben haben sich Bildungsstandards für die Ausbildungsberufe entwickelt. Mittlerweile gehören zur Qualifikation eines Bewerbers ein Rahmenlehrplan und ein Rahmencurriculum für den jeweiligen Beruf wie auch eine Aufzählung der Lehrmethoden und Prüfungsmodalitäten dazu. 590 Ausbildungsberufe wurden im Rahmen der Standardisierung bisher neu optimiert. Die neuen Ausbildungsberufe, Fächer und Methoden erfordern eine massive Weiterbildung für das Lehrpersonal. Schulintern werden die einzelnen Lehrkräfte regelmäßig attestiert und zertifiziert. Die dringend notwendige Anpassungsfortbildung für Lehrpersonal wird durch die Finanzlage im Bildungssektor behindert. Die Reorganisation der Lehrer-Weiterbildungszentren bedarf ebenfalls noch der Unterstützung von außen.

Die Finanzierung der Berufsbildung wird zum erheblichen Teil durch die Monopoligarchen der Industrie im Rahmen der sozialen Partnerschaft mitgetragen, die diejenigen beruflichen Lehranstalten materiell und finanziell ausstatten, die dafür im Gegenzug Personal für die Industrie ausbilden. Auch wird durch den ansteigenden Staatshaushalt jährlich erhebliche Finanzmittel in den Bereich Bildung investiert. Den berufsbildenden Schulen ist es erlaubt, eigene Einkünfte zu erwirtschaften, etwa durch den Verkauf von Übungswerkstücken oder durch das Angebot von Weiterbildungskursen gegen Bezahlung. Auf diese Weise sichern sie sich ihre Existenz zu wesentlichen Teilen selbst.
Die 2000 gegründete Akademiya Pedahohichnykh nauk Polyessia erhielt ein neues Statut um im Rahmen ihrer pädagogischen Wissenschaftsarbeiten noch effektiver Forschen zu können und zwar durch eine wesentliche personellen Erneuerung. Zukünftig dürfen auch ausländische Wissenschaftler an der Akademiya ihr Wissen einbringen. Ihre Hauptaufgabe ist die methodologische, theoretische und methodische Unterstützung der Entwicklung des nationalen Bildungssystems. Weiterhin wird wissenschaftlich versucht eine Basis für politische Konzepte bei der Entwicklung von Innovationen zu erstellen.