Bildung

In der Föderalen Republik von Neukanabien und Xyllabien obliegt das Bildungsmonopol der staatlichen Hand. Der Grundschulbesuch sowie der Abschluss mindestens einer weiterführenden Schule ist für jeden physisch und psychisch gesunden Staatsbürger obligatorisch.

Als Motivation wird jedem Bürger in Aussicht gestellt, bei erfolgreichem Abschluss seiner schulischen Karriere, erfolgreicher Ausbildung/Studium und gutem Einstieg ins Berufsleben, bis zu 25% (nachfolgend als „volle Vergünstigung“ benannt) seiner Steuerlast erlassen zu bekommen. Die volle Vergünstigung, also 100% der möglichen Differenz, auszuschöpfen, gilt als nahezu unmöglich. Derzeit liegt der Staatsdurchschnitt bei einer Vergünstigung von 41,3 %, was einer Steuervergünstigung um 0,25 * 41,3 % also um 10,325 % auf 89,675 % der Normallast entspricht. Bei Nichterfüllung eines Abschlusses erfolgt eine Sanktionierung gegen den Bürger mit einer Vergünstigungsquote von 0% sowie Verweigerung von Sozialunterstützung bei grundloser Verweigerung einer vermittelten Arbeitsstelle.

Nach der 4 Jahre verpflichtend zu besuchendem Grundschule stehen dem Schüler drei verschiedene Bildungswege weiterführender Schulen offen:

1.) Am häufigsten gewählt, von ca. 50 % der Kinder, wird die Oberschule (4 Jahre), an welche die „Erweiterte Oberschule“ (ebenfalls 4 Jahre) nahtlos anknüpft. Diese wird mit dem „Zeugnis der Finalen Schulausbildung“ nach also insgesamt 8 Jahren abgeschlossen.

2.) Ebenso kann im Anschluss an die Grundschule eine Mittelschule besucht werden, welche mit dem zur Ausbildung berechtigendem Mittelschulzeugnis nach 6 Jahren abgeschlossen wird. Diesen Weg wählen derzeit etwa 30 % der jungen Bevölkerung. Möglich ist auch der anschließende Besuch einer „Erweiterten Mittelschule“, welche auch, allerdings hier nach also insgesamt 10 Jahren, mit dem „Zeugnis der Finalen Schulausbildung“ abgeschlossen werden kann.

3.) Äußerst begabte und talentierte Schüler (etwa 10 %) sind berechtigt, das außerordentlich leistungsfordernde Gymnasium (6 Jahre) zu besuchen, woran die Hochschule (4 Jahre) nahtlos anknüpft. Der Abschluss des FRNX’ischen Gymnasiums ist wie der der Hochschule der in der jeweiligen Altersgruppe höchstanerkannteste Abschluss auf Ultos‘.

Rund 10 % der Kinder besuchen nach der Grundschule Sonderschulen. Dazu zählen Gemeinschaftsschulen, Gesamtschulen und Förderschulen.

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Grafische Darstellung typischer Bildungswege der FRNX

1 Grundschule

Die Grundschule ist von allen Kindern obligatorisch vier Jahre lang zu besuchen. Eingeschult wird regulär in dem Jahr, in dem das Kind zum Stichtag 6 Jahre alt ist. In Ausnahmefällen kann sich das Kind bereits mit 5 Jahren auf eine „vorzeitige Einschulung“ bewerben. Die Entscheidung über die Bewerbung auf eine vorzeitige Einschulung treffen die Eltern in Dialog mit dem Kind.

Aufgabe der Grundschule ist, sowohl soziale als auch grundlegende inhaltliche Kompetenzen zu vermitteln. Um jedes Kind nach der jeweiligen Notwendigkeit zu fördern, existiert ein unmittelbar nach der Einschulung zu absolvierender, alle Kompetenzen behandelnder national geeichter Test, welcher in dreifacher Ausführung in Abständen von wenigen Wochen durchgeführt wird. Kinder, welche sich auf eine vorzeitige Einschulung beworben haben, sind verpflichtet, diese Testserie mit zu absolvieren. Der Bewerbung wird stattgegeben, wenn das Kind innerhalb der oberen drei Viertel der Gesamtheit aller Ergebnisse des Distriktes liegt.

In der Grundschule findet zumeist klassenübergreifender Unterricht statt, wobei sowohl 1. und 2. Klasse wie auch 3. und 4. Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Ziel dieser Methodik ist, Lernkompetenzen wie der soziale Umgang sowohl mit gleich- als auch jünger- bzw. älteren Kameraden zu erlernen.

Ab der 2. Klasse (also dem Halbjahr 2|2) finden Halbjahresabschlusstests statt, welche ebenfalls national genormt sind. Sie sollen den Schülern eine Orientierungshilfe für ihre Position innerhalb des Kurses geben sowie auch Anregung für eventuell notwendige Förderung in den schwächeren Fachgebieten für das folgende Halbjahr. Nach dem Halbjahr 4|2 findet ein Grundschulabschlusstest statt, welche alle in den vier Jahren zu vermittelnden Kompetenzen berücksichtigt, und in einem gemeinsamen Gespräch von Klassenlehrer, Eltern und Kind ausgewertet wird. Die Ergebnisse dieses Testes, der Mittelwert der Zeugnisse 3|1 bis 4|2 (4|2 in doppelter Wichtung), die Einschätzung des Lehrerkollegiums sowie der Eltern werden mit Punkten von 0-25 bewertet und entscheiden in Addition der Gesamtpunktzahl (also mit je 25 % Gewichtung) über die verbindliche Empfehlung, welche der drei weiterführenden Schulen das Kind besuchen sollte. Bei einer Punktzahl von 0-60 wird das Kind die Mittelschule, bei 61-90 die Oberschule und bei 91-100 das Gymnasium besuchen.

2 Mittelschule

Die Mittelschule ist ein Schultyp, welcher von tendenziell inhaltlich leistungsschwächeren Schülern besucht wird. Sie richtet sich an zukünftige in erster Linie handwerklich orientierte Berufe. Daher liegt der Fokus in der Ausbildung primär auf Fähigkeiten im Umgang mit Werkstoffen und Erlernen von handwer klichen Fähigkeiten. Die Dauer der Ausbildung beträgt i.d.R. 6 Jahre.

Der Unterricht gliedert sich 18 verschiedene Fächer. Insgesamt werden seitens der Schule 50 Wochenstunden zur Verfügung gestellt, wovon 30 obligatorisch und 10 wahl-obligatorisch zu besuchen sind.

Obligatorische Unterrichtsstunden sind (Anzahl der Wochenstunden): MINT (5), Kanabisch (5), Handwerk (5) als Kernfächer, ferner als Nebenfächer Geographie (3), Materialwissenschaften (3), MINT-Zusatz (3), Sport (3) sowie Geschichte (3). Wahlobligatorisch angeboten werden: Xyllabisch (2), Svalesisch (2), Sinthisch (2), Chemie (2), Biologie (2), Musik und Kunst (2), Politik und Recht (2), Wirtschaft (2), Soziales (2) sowie Philosophie (2). Aus den 10 Fächern sind 5 zu wählen, davon muss mindestens eines eine Sprache sein.

Mit Beendigung der Mittelschule nach 6 Jahren (somit im Alter von 16) wird ein „Zeugnis der Mittelschule“ ausgestellt, i.d.R. folgt unmittelbar darauf eine 4jährige Ausbildung. Das Mittelschulzeugnis ist nach national einheitlichen Richtlinien ausgerichtet und ermöglicht somit einen objektive Vergleich zwischen den Schülern. In das Zeugnis fließen zu 80% die Ergebnisse der Gesamtzeugnisse der Halbjahre 9|1 bis 10|2 ein (je 20%), sowie Abschlussprüfungen in vier frei vom Prüfling zu wählenden Fächern zu 20% (2 Kernfächer sowie 2 Neben- oder Wahlobligatorische Fächer zu jeweils 5%).

Das „Zeugnis der Mittelschule“ hat staatlich geregelten Einfluss auf die finanzielle Situation des Schülers. Bei guten Leistungen kann der Schüler als zukünftig arbeitender steuerliche Vergünstigungen erhalten. Im Falle des Jobverlusts fällt auch hier das Arbeitslosengeld jeweils höher aus. Neben dem Zeugnis hat ebenso das Resultat der Ausbildung (in Wichtung 80% Ausbildungsresultat, 20% Mittelschulzeugnis) sowie der gelungene Einstieg ins Berufsleben (in Wichtung 80% Berufseinstieg, 16% Ausbildunsgsresultat, 4% Mittelschulzeugnis) Einfluss auf die Höhe der zu zahlenden Steuersumme.

Bei entsprechenden Leistungen ist ebenso auch der Wechsel auf die „Erweiterte Mittelschule“ möglich. Diese knüpft nahtlos an den Abschluss der Mittelschule an und wird, ebenso wie die Erweiterte Oberschule, mit dem „Zeugnis der Finalen Schulausbildung“ abgeschlossen (allerdings erst 2 Jahre später als entsprechende Oberschüler, da statt 4+4 Jahre hier 6+4 Jahre, also statt mit 18 Jahren erst mit 20 Jahren).

3 Oberschule

Die Oberschule stellt den am häufigst gewählten Weg der weiterführenden Schulausbildung dar. Sie wird üblicherweise im Alter von 10 Jahren begonnen und mit 18 Jahren abgeschlossen. Sie gliedert sich in zwei Abschnitte, die „Grundlegende Oberschule“ (oft nur Oberschule) von 10 bis 14, sowie die Erweiterte Oberschule von 14 bis 18. Letztere wird mit dem Zeugnis der Finalen Schulausbildung abgeschlossen.

Auch hier gliedert sich der Unterricht in 18 verschiedene Fächer. Ebenso werden seitens der Schule 50 Wochenstunden zur Verfügung gestellt, wovon 30 obligatorisch und 10 wahl-obligatorisch zu besuchen sind, jedoch ist die Verteilung zwischen obligatorischen, wahl-obligatorischen und fakultativen Unterrichtsstunden abweichend. Anstatt des Pflichtkernfaches „Handwerk“ in der Mittelschule kann der Schüler für jedes Jahr erneut ein beliebiges der Nebenfächer wählen, welches er statt 3stündig 5stündig unterrichtet werden möchte. Handwerk ist also gewöhnlich nur 3stündiges Nebenfach.

In der Erweiterten Oberschule muss schließlich nur noch mind. ein Kernfach MINT oder Kanabisch sein, die beiden anderen Kernfächer darf der Schüler frei aus den Nebenfächern wählen.

Ebenso wie das Mittelschulzeugnis hat auch das Oberschulzeugnis staatlich geregelten Einfluss auf die zukünftige finanzielle Situation des Absolventen. Die jeweiligen Wichtungen sind dieselbigen, abgesehen davon, dass die 100% auf 80% gestaucht werden und 20% automatisch, für das Erreichen des Zeugnisses der Finalen Schulausbildung, immer erteilt werden.