Unionsrepublik Ancalim-Feanaro (UAF)

feanaro

1 Geographie

Die Unionsrepublik Ancalim-Feanaro (UAF) befindet sich in der südlichen Hemisphäre von Ultos; die nächste größere Landmasse ist Aumen im Nordwesten der UAF. Die ancalischen Inseln bestehen aus sechs Hauptinseln (Tarmil, Felagund, Camtahlion, Forn-Ireth, Eldalote und Feawen), sowie mehr als 300 kleineren Inseln. Zur UAF gehören ebenfalls die sog. „Fernen Stätten“ Forn-Vespera (Karpaten) und Forn-Karpat (Karpatenbogen). Das Angarato-Space-Center auf Jasny hat innerhalb der UAF den Status einer Kolonialbasis. Südöstlich der ancalischen Inseln – auf halbem Weg zur südpolaren Landmasse – liegt Amranien; diese Insel mit rund 5 Mill. Einwohnern wird von der UAF beansprucht, steht derzeit aber unter ITUF-Mandat.

2 Bevölkerung

Die Gesamtbevölkerung beträgt Stand 31.12.2515 rund 81,3 Mill. Einwohner. Davon wohnen 15,3 Mill. Einwohner auf Camthalion, 14, 8 Mill. Einwohner auf Eldalote und 12,6 Mill. Einwohner auf Feawen. Die Einwohnerzahl der Hauptstadt Finrod (Feawen) beträgt etwa 2,5 Millionen.

3 Geschichte

Von der Frühzeit bis zur Zeitenwende
Schaut man sich die heutige Karte der ancalischen Inseln von Tarmil bis Feawen an, mag man kaum glauben, dass noch vor fünfhundert Jahren vor allem die westlichen Inseln und Eldalote eine erheblich größere Landfläche aufwiesen als heute. Umgeben von einem flachen und warmen Ozean waren die grünen Inseln mit ihren Bergketten und Becken ein wahres Paradies. Ein Paradies, in dem erste Einwanderer bereits vor der Zeitenwende siedelten, was durch archäologische Funde vor allem auf Feawen bestätigt wird.
Von der Zeitenwende bis zum Beginn der Schmollzüge
Bedingt durch die großen Kriege auf Ultos wurden die Inseln dann ungefähr ab Beginn des zweiten Jahrhunderts NZI von Westen her intensiver besiedelt, hauptsächlich durch Flüchtlinge vom Kontinent, die sich eine sichere Zukunft erhofften. Rund ein Jahrtausend herrschte, von kleineren lokalen Konflikten abgesehen, Frieden in Ancalien. Politisch glichen die Inseln zwar einem Flickenteppich aus freien Städten, kleinen Königreichen, Grafschaften und Herzogtümern. Alles in allem war diese Zeit aber geprägt von einem bescheidenem Wohlstand für alle. Landwirtschaft und Technik wurden weiterentwickelt. Forschung und Medizin erlebten ihren ersten Höhepunkt. Unumstrittene ancalische Autorität war, in Ermangelung einer Zentralgewalt, der Mahtan. Der „Weise von Erigon“ war zu dieser Zeit die oberste moralische Instanz aller Ancalier, und der Aporismus war die logische Klammer, die die Gesellschaftsordnung prägte und zusammenhielt.
Die Gollinger – vom 3. Schmollzug bis zur Autonomie von Eledalote und Feawen
Aus den Wirren der Schmollzüge hielt sich Ancalien heraus. Es gab kaum Anhänger der großen, Krieg führenden Religionen. Waren die Ancalier doch zu fast neunzig Prozent Aporisten. 1179 NZI – zum Ende des letzten Schmollzuges – gelang es Herzog Gollo I., die politische Einheit Ancaliens herzustellen. Das Großherzogtum Ancalim, welches sich von Tarmil im Westen bis Feawen im Osten erstreckte, garantierte unter der Dynastie der Gollinger einen gehobenen Lebensstandard für alle Bevölkerungsschichten. Herzog Lingol XII. war es schließlich, der den östlichen Inseln im Jahre 1655 eine gewisse Autonomie zusprach und Eldalote wie Feawen den Status von herzöglichen Kolonien zubilligte.
Der Camthalion-Impact
Im Jahre 2050 kam es dann zu jenem einschneidenden Ereignis, welches das Angesicht von Ancalim für immer verändern sollte – der Camthalion-Impact. Am 30. Juni 2050 donnerte ein gewaltiger Feuerball aus nordöstlicher Richtung auf die ancalischen Inseln zu. Dann tauchte ein Blitz den Himmel in grelles Licht. Eine unvorstellbar heftige Explosion ließ noch in der 700 Kilometer entfernten Hauptstadt Singollo Türen und Fenster splittern. Im Camthalion-Becken fielen der Druck- und Hitzewelle rund 600 Millionen Bäume auf einer Fläche von etwa 20.000 Quadratkilometern zum Opfer. Augenzeugen in Hunderten Kilometern Entfernung sahen den Feuerschein oder berichteten von silbrig glühenden Wolken. Sensoren überall auf Ultos registrierten Druck- und Bebenwellen. Küstenstreifen und selbst im Binnenland gelegene Ebenen versanken; das Meer eroberte einen großen Teil der westlichen Inseln und der Westhälfte von Eldalote.
Der Exodus – die dunklen Jahrhunderte
Dem Einschlag im dicht besiedelten Camthalion-Becken fielen rund 300.000 Menschen sofort, weitere 250.000 Menschen in der Folgezeit zum Opfer. Hungersnöte waren an der Tagesordnung. Millionen Menschen verließen in den folgenden Jahrzehnten ihre Heimat und siedelten im Inneren des murabischen Kontinents oder fanden in den herzöglichen Kolonien Eldalote und Feawen Zuflucht. Die verbliebene Bevölkerung hatte sich bis Ende des 24. Jahrhunderts die jetzt kleineren Inseln unter widrigsten Bedingungen zurückerobert. In diese Zeit fiel auch der Zerfall jeglicher staatlicher Ordnung; selbst dem Mahtan gelang es nicht, seine Autorität in die Waagschale zu werfen.
Der Unabhängigkeitskrieg
Im Jahre 2392 hatte sich der Statthalter der freien Stadt Singollo, Herzog Gollo IV. zum Herrscher über ganz Ancalim aufgeschwungen und begann mit der Wiedererrichtung des Großherzogtums Ancalim. Nachdem er aber diktatorische Züge zeigte und damit begann, die relativ wohlhabenden Kolonien Eldalote und Feawen systematisch auszubeuten, lösten sich diese unter General Angarato Falassion vom Mutterland. Nach einem fünfjährigen, blutigen, aber für die Kolonien siegreichen Unabhängigkeitskrieg formierten sich Eldalote und Feawen zur Republik Feanaro. Hauptstadt wurde Finrod. Gollo IV. wurde 2400 abgesetzt und wegen Landesverrats zum Tode verurteilt. Angarato Falassion zeigte aber Großmut und verbannte Gollo auf die Insel Lummerlote, wo er 2409 als letzter seiner Dynastie verbittert starb.
Die Neutralität Feanaros im Weissen Krieg von 2449 und die Gründung des Generalgouvernements Ancalim
Historisch bedingt erklären sich Feanaro und die ancalischen Kleinstaaten auch im Weissen Krieg von 2449 für neutral. Als Konsequenz dieses Konfliktes schlossen sich die Kleinstaaten 2555 zum Generalgouvernement Ancalim (GGA) zusammen. Innenpolitisch selbstständig, begaben sie sich aber in Außen- und Sicherheitsfragen unter den Schutz der Regierung in Finrod.
Der Weg zu den Sternen
Im Juli 2443 verkündete der damalige Premierminister Findecano Arcamenel die Durchführung einer bemannten Mission zu einem der drei Ultos-Monde. Bereits 12 Jahre später, am 27. August 2455 erreichten vier Astronauten Jasny. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte entstand aus einem einfachen Basislager eine rund zehn Kilometer durchmessende Mondbasis. Aus Anlass der Hundertjahr-Feier der Republik Feanaro und zur Erinnerung an Angarato Falassion, den ersten Präsidenten (Begam) der Republik, heißt die Mondbasis seit dem 26. September 2507 Angarato-Space-Center (ASC).
Neuzeit
Im September 2515 verkündete der damalige Begam Ecthelion Anwamane die Wiedervereinigung der ancalischen Inseln. Die Zentral-Föderative Republik Feanaro (ZFRF) und das Generalgouvernement Ancalim (GGA) schlossen sich zum 1. Januar 2516 zur Unionsrepublik Ancalim-Feanaro (UAF) zusammen. Die sogenannten „Fernen Stätten“ Forn-Vespera (Karpaten) und Forn-Karpat (Karpatenbogen) wurde zu Unionsrepubliken. Das Angarato-Space-Center (ASC) auf Jasny erhielt den Status einer Kolonialbasis.

 

Die Flagge der UAF

UAF-Wappen-neuBlau-Gold-Gelb mit Eichenblatt. Blau steht für das Meer, welches die Inseln umgibt; Gold steht für die Sonne und die Bodenschätze und Gelb repräsentiert die üppige Vegetation. Und da auf den ancalischen Inseln mehr Eichenbäume als alles andere wächst, wurde das Eichenblatt zum Symbol.

4 Politik

Die UAF ist eine Unionsrepublik mit konkordanz-demokratischer Verfassung und einer Kammer. Regierungssitz und Sitz des Parlaments ist Finrod.

Exekutive

Staatsoberhaupt und Präsident (Begam) ist Nodecano Furyatan. Das aus 20 Personen bestehende Kabinett leitet der Premierminister (Tur-Anion) Maroth Emanesse. Alle Kabinettsmitglieder müssen zugleich Mitglieder des Parlaments sein.

Legislative

Das Parlament besteht normalerweise aus 548 Abgeordneten, die alle drei Jahre gewählt werden.

Judikative

Die Judikative in Feanaro wird durch den Obersten Gerichtshof, dem Berufungsgericht sowie durch zahlreiche regionale Gerichte ausgeübt.

Parteiensystem

Vor der Bildung von politischen Parteien gab es in den Parlamenten nur einzelne Kandidaten zu wählen. In den letzten Jahrzehnten bildeten sich zunehmend stärker werdende lose Interessengruppen, die sich zu Beginn meist nach geographischer Herkunft der Kandidaten, später dann aber nach politischer Einstellung zusammenfanden. Nach der Einführung des personalisierten Verhältniswahlrechts zu den Wahlen im Jahr 2496 waren auch kleinere Parteien in größerem Umfang in der Lage, die Politik in Feanaro mitzubestimmen.

Seit der Wiedervereinigung gibt es vier Parteibündnisse:

AIF      =>  Alliance of Independent Parties
APA    =>  Aporstic Party of Ancalim
RLU    =>  Republican Liberal Union
UDP    =>  Union of Democratic Parties

5 Verwaltungsgliederung

Die UAF ist in 9 Regionen unterteilt. Diese nehmen rein regionale Aufgaben wahr. Als 10. Verwaltungseinheit kommt der Distrikt Erigon mit der Hauptstadt Finrod dazu. Hier befinden sich die wesentlichen Verfassungsorgane von Ancalim-Feanaro.

Die in den Regionen angesiedelten Verwaltungen sind für Umweltschutz und Ressourcen-Management zuständig. Sie überwachen und steuern die Schädlingsbekämpfung, kontrollieren die Flüsse, Seen und die Küste und zeichnen verantwortlich für die Hafenordnungen der jeweiligen Häfen. In ihrem Verantwortungsbereich liegt die Koordination und Unterstützung des öffentlichen Personennahverkehrs, für den sie auch die Lizenzen vergeben. Außerdem sind sie für den regionalen Zivilschutz zuständig.

6 Wirtschaft

Bis zur ersten Hälfte des 25. Jahrhunderts war Ancalim-Feanaro ein Agrarstaat, in dem der Großteil der Einwohner im primären Sektor tätig war. Mit Abstand wichtigster Handelspartner waren die karpatischen Inseln, in das etwa die Hälfte der in Ancalim-Feanaro produzierten meist landwirtschaftlichen Güter exportiert wurde.

Eichen spielen in der Landwirtschaft immer noch eine große Rolle. Seit Beginn der aumenischen Besiedlung ist die Eichenwirtschaft auf extensiv bewirtschafteten Flächen ein wichtiges Standbein der Gesellschaft. Die svalesische Eiche, die auf den Inseln wächst, ist durch genetische Eingriffe zu einer Allround-Pflanze geworden. Aus dem Saft der Eichenbeeren wird der begehrte stark alkoholische Eichenwein gewonnen – ein Exportschlager. Die Blätter ergeben getrocknet einen  ausgezeichneten Tabak, den man – glaubt man der Werbung – „durchaus in der Pfeife“ rauchen kann. Und die fruchtige Eichel schließlich ergibt einen vorzüglichen und bekömmlichen Eichelbrand.

Technik und Wissenschaft haben seit der Mitte des 25. Jahrhunderts – bedingt durch die Raumfahrt – einen gewaltigen Aufschwung genommen. „Morgens Jasny – abends Eichenwein!“ – Dieser alte Raumfahrerspruch verdeutlicht den Wandel in der Wirtschaft, die heute mit Landwirtschaft und Hochtechnologie zwei Standbeine hat, auf denen die Wirtschaft Ancalim-Feanaros aufbaut. Mit Potenzial für die Zukunft, wie es Tur-Anion Maroth Emanesse anlässlich einer Messe in Finrod betonte.

7 Infrastruktur

Raumfahrt

Im Juli 2443 verkündete der damalige Premierminister Findecano Arcamenel die Durchführung einer bemannten Mission zu einem der drei Ultos-Monde bis zum Ende des Jahrhunderts. Am 27. August 2455 erreichten vier Astronauten den Ultos-Mond Jasny. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte entstand aus einem einfachen Basislager eine rund zehn Kilometer durchmessende Mondbasis. Aus Anlass der Hundertjahr-Feier der Republik Feanaro und zur Erinnerung an Angarato Falassion, den ersten Präsidenten der Republik, heißt die Mondbasis seit dem 26. September 2507 Angarato-Space-Center (ASS).

8 Kultur

Seit der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts prägten größtenteils aumenische Einwanderer die Kultur Feanaros. Dabei gibt es bedeutende regionale Unterschiede: Eldalote zum Beispiel ist vornehmlich aumenisch geprägt. In den letzten Jahrzehnten erlebte schließlich auch die Feawen-Kultur einen Aufschwung. Die Feawen sind die Ureinwohner der Südost-Insel. Außerdem verzeichnete das Land große Einwanderungsströme von den karpatischen Inseln und – vor allem in den letzten Jahren – aus der Svalesischen Föderation. Diese ethnischen Gruppen leben hauptsächlich im Süden von Feawen. Folglich treffen in Feanaro verschiedenste Kulturen aufeinander. Das Land ist stolz auf seine Integrationspolitik und heißt Einwanderer grundsätzlich willkommen.

8.1 Musik

Huor Tiwele feiert derzeit als Leadsänger große Erfolge mit den Faxelzischern. Deren aktueller Hit wurde von ihm während einer Weinverkostung in Lotental quasi nebenbei komponiert.

HuorTiweleTiwele wurde als fünfzehntes Kind des nörgelstanisch-feanarischen Ehepaares Marianne und Michael Tiwele in Tranceheaven geboren. Der Vater arbeitete als Kaugummierntehelfer und die Mutter als Schnapsverkosterin an einer Wirtschaftsschule. Die Großeltern waren Gertanesen, die 2441 nach Aumen deportiert worden waren. 2488 siedelten seine Eltern mit ihm und sechs Geschwistern nach Erigon aus. Als Schüler einer Wiesendorfschule in Golmsdorf nahm er erfolglos an Theater-AGs und Musicalkursen teil.

Nach dem Wiesendorfschulabschluss im Jahr 2500 absolvierte Tiwele an der Stage & Musical School in Erigon eine sechsjährige Ausbildung, die er 2506 mit der Bühnenhelferreifeprüfung als staatlich nicht anerkannter Musicalkomparse beendete. Während seiner Ausbildung erhielt er zufällig sein erstes Engagement. Er trat am Staatstheater Finrod in der Begam Horror Show sowie im Volkstheater Golmsdorf in der Schlagerrevue Sixty-sixty und dem Musical Rainertevka auf.

Seit Mai 2508 ist Tiwele mit sich selbst liiert und hat beschlossen, das Altern einzustellen und wieder jünger zu werden. Die Selbstliierung (Cuthalis) ist eine im Aporismus durchaus übliche Praxis in Anerkennung des aporistischen Bruderprinzips (Hyafin und Zepandil). Gültigkeit erlangt sie aber nur durch ein von einem Kelch-Priester zelebriertes Ritual, wobei dem Lindal wesentliche Bedeutung zukommt.

Hartnäckig halten sich Gerüchte, dass die Cuthalis in Tiweles Fall höchstpersönlich durch Mahtan Zara II. vorgenommen wurde, was seitens des Mahtanats aber weder bestätigt noch dementiert wurde.

9 Städte

Finrod ist Hauptstadt der UAF.

Blick auf den Hafen von Finrod
Blick auf den Hafen von Finrod

10  Sehenswürdigkeiten

Isil Mountains
AnaranePeak-GaladrielRiver
Anarane Peak und Galadriel River

Entlang einer über eintausend Kilometer langen Auffaltung erheben sich auf Feawen gewaltige Gebirgsketten, die allesamt Teile der Isil Mountains sind. Das Felsengebirge splittert sich in verschiedene Bergkämme auf, die sich in nord-südlicher oder nordwestlich-südöstlicher Richtung erstrecken. Diese Bergkämme begrenzen und markieren die Übergänge in ausgedehnte Beckenlandschaften, die von den Gebirgszügen eingerahmt werden.

Eine der beeindruckendsten Auffaltungen der Isil Mountains ist das Anarane-Gebirge, das sich hoch und wild zerklüftet präsentiert. Ein Sinnbild mächtiger und unberührter Natur ist der Anarane Peak, der zweithöchste Berg der Südost-Insel, am Rande des gleichnamigen Nationalparks.

Aufgrund ihrer relativ ergiebigen Niederschläge sind die Bergketten der Isil Mountains dicht bewaldet. Wegen der Höhe und der Rauheit des Klimas herrschen Nadelbäume vor, mit denen die feanarische Holzwirtschaft ein einträgliches Geschäft erzielt. Außerdem liegen unter dem Fels wertvolle Rohstoffe wie Ölschiefer, Steinkohle und Carnesit. Dieses Element mit der Ordnungszahl 135 ist für die feanarische Raumfahrt von großer Bedeutung. In den ausgedehnten Beckenlandschaften hingegen dominiert wie auf ganz Feanaro die Eiche. Weiterhin ist der Berg-Tourismus von ganzjähriger Bedeutung.

11 Religion

Aporismus

Der Aporismus ist eine hauptsächlich in der UAF praktizierte Religion. Als wichtigstes Merkmal wird die Diesseitsbezogenheit des Aporismus angeführt.

Die Verehrungsstätten des Aporismus bezeichnet man als Aporismus-Kelche. An der Spitze der Kelchhierarchie steht der Apor-Kelch, wo die oberste Gottheit Apor verehrt wird.

Weitere wichtige Gottheiten des Aporismus sind die Brüder Hyafin und Zepandil, die im ancalischen Mythos von der Entstehung der Welt eine maßgebliche Rolle spielen. Nach diesem Mythos existieren dank der göttlichen Fügung des Apor unzählige Welten nebeneinander, die sich lediglich in Nuancen voneinander unterscheiden. Alle diese parallelen Welten sind durch Apor beseelt worden; dies Beseelung geschah im Falle von Ultos durch die von ihm nur für diese Welt eingesetzten Brüder Hyafin und Zepandil.

Die in den Kelchen aufbewahrten Verehrungsgegenstände (Aporai) gelten als „Wohnsitz“ der verehrten Gottheit und werden lediglich an hohen aporistischen Feiertagen hergezeigt. Typische Aporai sind Gegenstände, die in der ancalischen Frühzeit, als deren Herstellung im Land selbst noch nicht beherrscht wurde, in geringer Zahl vom murabischen Festland auf die Inseln gelangten und dort als Wunderwerke galten; darunter die sogenannten „Krummjuwelen“. Es können aber auch Statuen oder andere Objekte als Aporai dienen. Die Kelch-Priester selbst tragen Zeremonialgewänder. Sie sind u. a. durch    Kopfbedeckungen aus Eichenblättern charakterisiert. Ein spezifisches rituelles                    Instrument ist das Lindal, eine Art Zepter aus Eichenharz, das ehemals auch als Symbol Lindalweltlicher Herrschaft fungierte.

Oberster geistlicher Führer des Aporismus ist der Mahtan. Als Zeichen seiner Würde gelten das „Goldene Lindal“ (rechts) und ein speziell angepasster Ring, der sogenannte „Silberne Venenar“. Der Sitz des Mahtan, das sogenannte Mahtanat, befindet sich in der Millionenmetropole Erigon im Osten von Eldalote.Seit dem 24. Mai 2508 (dem Fest des Apor) ist Mahtan Zara II. (unten) oberster geistlicher Führer aller Aporisten von Ultos.

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Eine offizielle Statistik nennt für das Jahr 2503 etwa 75 Millionen Gläubige, was etwa 92 % der UAF-Bevölkerung entspricht. Ultosweit gibt es circa 25 Millionen weitere Aporisten. Dazu kommt ein nicht zu beziffernder Anteil von Aporisten, die ihre Religion teilweise im Verborgenen leben müssen. Schätzungen gehen hier von 5 – 10 Millionen aus.

Der Aporismus kennt folgende hohe Feiertage:

24. Mai – Fest des Apor
27. August – Fest des Zepandil
31. Oktober – Fest des Hyafin

 

In unregelmäßigen Abständen erlässt der Mahtan die Weisung „Summa Summarum“ – kurz Summsumm. Die Summsumm ist ein Rundschreiben an die Kelchpriester des Aporismus, wendet sich aber nicht nur an die Gläubigen, sondern an alle Menschen, die guten Willens sind.

Mahtan Zara II. hat bisher vier Summsumms erlassen. Das wichtigste und ultosweit meistbeachteste Summsumm trägt den Titel „Das Höhere gibt dem Niederen Sinn. Das Sinnlose erniedrigt das Hohe. Das Höchste von allem ist die Ganzheit.“

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Weiterführende Lektüre zum Thema Aporismus findet sich im Buch „Der Aporismus – Band 3 der Geschichte der Weltreligionen“ – herausgegeben von HK Media und in der achten Auflage versehen mit einem Vorwort von Mahtan Zara II.

Helmar von Huncis (Chronist)

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