Die Zeit der Großreiche

Zusammenfassung

  • 200 vzi: Einwanderung der Urmannen entlang des Flusses Bethem (strittig)
  • 800 wzi: gründen Großreich mit Hauptstadt Sakkor (heute in der Nähe von Ereshet) „Urmannisches Zeitalter“
  • Ab 50 nzi: Einwanderung der Lithen, Niedergang des Großreiches
  • Um 400 nzi: Ende der Urmannischen Geschichtsschreibung
  • Ab 1000 nzi: Einwanderung der Taner
  • Ab 900 nzi: erste Lithische Reiche; wichtigstes Sinthisches Reich war das von Ethëbes (heute in der Nähe von Pano), „Lithisches Zeitalter“
  • Ab 1900 nzi: Niedergang der sinthischen Reiche durch die Kolonialisierung

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Urmannisches Zeitalter

Die große Festung von Hakkor, etwas nördlich der Ruinenstadt

 

Um das Jahr 200 vzi wanderten die Urmannen ein. Die Forschung ist uneinig, ob sie von Murabien (und zwar von der Mündung des Bethem her) oder aber aus Karpatischer Richtung Davien erreichten. Sie drängten die noch Großteils nomadischen Arachen in die Richtung der Wüste Ëyor. Auch nach Atlawien wurden die Arachen verdrängt.

Die Urmannen waren durch zahlreiche Kulturtechniken überlegen, dazu gehörte: Schiffbau, bessere Reittiere (Kängs anstatt der Reitsträuße der Arachen), und vor allen Dingen Kriegsgerät aus Bronze. Dennoch blieben die Arachen gefürchtet: Konnten sie auch nie eine dauerhafte Herrschaft etablieren, waren die kriegerischen Überfälle der Eochen (Wüstenarachen) ein häufiges und gefürchtetes Ereignis in der Davischen Geschichte bis in die Kolonialzeit hinein.

Eoche (Wüstenarache) auf Yaemc (Reitstrauß)

 

Ab 200 wzi bildeten sich erste urmannische Stadtstaaten. Schließlich errichteten die Urmannen um 800 wzi ein Großreich mit der Hauptstadt Hakkor am Roten Bethem, in der Nähe der heutigen Stadt Ereshet. Dessen Gründer ist, obwohl halb sagenhaft, die erste mit Namen bekannte Persönlichkeit der Davischen Geschichte: König Ūgattŭšāwa.

Statue Königs Ūgattŭšāwa, der ersten namentlich bekannten Persönlichkeit der Davischen Geschichte

 

Dieses Großreich erreichte seine größte Ausdehnung um 1200 wzi. Es prägte die Davien sehr stark (später sollte das Urmannische zur symbolischen Amtssprache gemacht werden). Auch die Architektur von Festungen hielt sich über Jahrtausende. Das Reich von Hakkor betrieb Handel in ganz Davien: Gewänder und Tongefäße aus dem Mryth wurden in den urmannischen Ruinen gefunden ebenso wie Edelsteine von den Hängen des Emelyr. Es ist Sklavenhandel mit Kleindavischen Königreichen belegt.

Das Reich von Hakkor zur Zeit seiner größten Ausdehnung

 

Die Urmannen selbst nannten sich „Adbīna’am“, was schlicht „Mensch“ bedeutete. Von diesem Wort leitet sich die Bezeichnung des Dbārri ab, einige Forscher vermuten, dass der Name Daviens auch auf dieses Wort zurückgeht. Die Bezeichnung „Urmannen“ ist die tanische Variante des Lithischen Namens „Yrmana“, was „Hundezüchter“ oder „Wolfsbändiger“ bedeutet.

Die rätselhaften Ruinen bei Aegath-Cali-Mëcha am Lÿm, vermutlich aus der Urmannen-Zeit

 

Mit dem Zusammenbruch des Zentralesischen Imperiums begann die Immigration der Lithen, welche – ihrerseits durch andere Stämme verdrängt – Murabien verließen und wohl ab 50 nzi in Davien eintrafen. Das urmannische Großreich brach 200 nzi unter den Eroberern zusammen. 400 nzi endet die urmannische Geschichtsschreibung. Danach herrschten die dunklen Jahrhunderte, aus denen kaum Geschichtsschreibung überliefert ist.

Lithisches Zeitalter

Die Burg Māšša’ĭz (Aegath-Maesses) am Mittellauf des Weißen Bethem an den Ausläufern der Tauten

 

Ab 900 gibt es Hinweise auf einzelne lithische Reiche. Diese bezogen sich kaum auf das Reich von Hakkor und die Urmannen, welche in Vergessenheit geraten waren. Sie nutzten aber zum Teil die Burgen weiter, wie das mit der berühmten Festung Māšša’ĭz (sinthisch Aegath-Maessas) Eine durchgehende Geschichtsschreibung setzt 1100 wieder ein. Das wichtigste Lithische Reich war das der Thmaeriden mit der Hauptstadt Ethëbes (in der Nähe der heutigen Stadt Pano), das in einer bestimmten Zeit fast halb Atlawien (Hochland in der Mitte Daviens) und Teile des Mryth (nördich angrenzendes Tiefland) umfasste.

Der berühmte Palast von Ethëbes

 

Um 1000 nzi wanderten die Taner, die mit den Neukanaben verwandt sind, nach Davien ein. Die Taner gründeten nie bedeutende Königreiche, nur einige Fürstentümer. Tanische Siedler wurden meist von sinthischen oder arachischen Fürsten angeworben, um Land urbar zu machen. Zudem wurden die Taner oft Handelsreisende, die die Verstädterung Daviens vorantrieben, indem sie neue Städte gründeten (wie Alpaterowo und Bäsch), oder bestehende ausbauten (Hormani, Woiden, Südenden).

Um 1900 nzi beginnt der Niedergang lithischen Reiche durch die beginnende Kolonisation.

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