Erkassische Republik

 

Erkassische Republik

Érkasjo Republíka

ErkassienFlaggeNeu ErkassienSiegel
Amtssprache Erkassisch
Anerkannte Minderheitensprachen Torassisch, Ratesisch, Gaffdisch
Hauptstadt Luzímbora
Staatsform Föderale Republik
Regierungssystem Parlamentarische Demokratie
Staatsoberhaupt Staatspräsident Jusuw Efgaswója
Regierungschef Staatsversammlungsvorsitzender Fajwel Trekíwe
Fläche 185.769 km²
Einwohnerzahl 58.012.000
Bevölkerungsdichte 312 Einwohner pro km²
Währung Erkassischer Ýenov (EÝ)
Nationalfeiertag 4. Mai (Tag der Republikgründung)
BIP pro Kopf 85.000 Balm
Länderkürzel/Kfz-Kennzeichen ERK
Internet-TDL .er
Telefonvorwahl +614

Die Erkassische Republik (erkassisch Érkasjo Republíka), meist kurz Erkassien (erk. Érkasje) genannt, ist ein Staat im Südosten Akronors. Er liegt an der Erkassischen Bucht und grenzt im Westen an die Republik Torassia und das Königreich Graufurd.

Geografie

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Verwaltungsgliederung

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Übersichtskarte der erkassischen Präfekturen.

Erkassien ist ein föderal verfasster Staat, der aus sieben teilsouveränen Gliedstaaten, sogenannten Präfekturen (erk. prefetóra), besteht. Jede Präfektur besitzt ein lokales Parlament (Präfekturversammlung, erk. prefetóraseziwól) und eine lokale Regierung, welche der gesamterkassischen Regierung untersteht. Alle Präfekturen bis auf die Stadt Luzímbora sind zudem noch einmal in Gemeinden unterteilt, in Luzímbora treten die Stadtviertel anstelle der Gemeinden.

Bevölkerung

Demografie

Nach dem Stand der letzten Volkszählung leben in Erkassien rund 58 Millionen Menschen.

Städte

Die 20 größten Städte des Landes mitsamt ihrer Einwohnerzahl:
Luzímbora: 4.217.000 Einwohner
Plawo: 1.814.000 Einwohner
Tewín: 1.634.000 Einwohner
Óuen: 1.071.000 Einwohner
Posóbor: 927.000 Einwohner
Dudniz: 814.000 Einwohner
Wotówa: 783.000 Einwohner
Rerizín: 684.000 Einwohner
Eszín: 639.000 Einwohner
Tamelín: 552.000 Einwohner
Krajd: 496.000 Einwohner
Géks: 472.000 Einwohner
Upalí: 459.000 Einwohner
Guginbora: 447.000 Einwohner
Hetok: 418.000 Einwohner
Pojbek: 378.000 Einwohner
Badíze: 352.000 Einwohner
Oszpo: 338.000 Einwohner
Koniw: 313.000 Einwohner
Zéwgled: 286.000 Einwohner

Sprachen

Religionen

Geschichte

Frühgeschichte bis zur Gründung des Erkassischen Reiches

Die ersten Menschen ließen sich wahrscheinlich in der Zeit des 10. Jahrhunderts auf dem Gebiet des heutigen Erkassiens nieder, wo sie zunächst in Stämmen und anderen stammesähnlichen Gemeinschaften lebten. Im späten 15. Jahrhundert bilden sich in Form von Fürstentümern und Grafschaften die ersten Kleinstaaten. Obwohl sie alle die selben Vorfahren hatten und bis auf einige Gebiete die selbe Sprache sprachen, herrschte zunächst keinerlei politische Einheit. Doch im Verlauf der nächsten Jahrhunderte entwickelten sich das Herzogtum Ratesien und das Fürstentum Salvatien zu den einflussreichsten der dutzenden erkassischen Kleinstaaten. Während Ratesien sein Gebiet hauptsächlich durch Eroberungen vergrößerte, nahm Salvatien den diplomatischeren Weg. Durch Verhandlungen schloss es sich mit mehreren benachbarten Fürstentümern zu einer Großmonarchie, dem Königreich Salvatien zusammen. Die „alten“ Herrscher behielten ihre Macht auf regionaler Ebene, doch die neu geschaffene salvatische Krone sollte als darüber geschaltete Instanz das letzte Wort haben. Nach einer Wahl der Adeligen des Landes wurde der jüngste Sohn der angesehen Adelsfamilie Kenvobí, bald bekannt als Mikaél I., am 17. September 1798 zum ersten salvatischen König gekrönt.

Bis in das 24. Jahrhundert hinein dehnten beide Staaten ihr Hoheitsgebiet auf nahezu das gesamte Gebiet des heutigen Erkassiens aus. Von einer Übernahme verschont blieben die äußersten Gegenden der heutigen Präfekturen Konoviland und Wátland und die Region Tharonien, welche die Inseln Seróda und Likaczetí umfasst. Sie wurde nur zum Teil durch Erkassier bewohnt und gelangte erst ab dem Jahre 2371 unter erkassische Kontrolle. Ihre Expansionspolitik setzten Salvatien und Ratesien fort, bis sie im Jahre 2362 auf den Widerstand der verbleibenden Kleinstaaten stießen. Als dann sowohl in Ratesien als auch in Salvatien pro-erkassische Monarchen ihr Amt antraten entschloss man sich, die Waffen niederzulegen und zu verhandeln. Das Wort „erkassisch“ („érkasjo“, nach alter Schreibung „êrghasyio“) war ursprünglich eine Bezeichnung für alle Bewohner der Gebiete des heutigen Erkassiens und wurde erstmals 2274 als Landesbezeichnung (Erkassia) verwendet. Dieses Wort vereint all diese unterschiedlichen kleinen Länder in dem Ziel, sich auf ihre Gemeinsamkeiten zu besinnen und ein gemeinsames Reich zu gründen.

Das Erkassische Reich  (2365 bis 2374)

Dies geschah dann auf dem Reichstag zu Dudniz (Felékdjazú vy Dudniz) am 12. August 2365, auf dem das Erkassische Reich (Érkasjo Felék) ausgerufen wurde. Laut der beschlossenen Verfassung sollte das Reich von einem gewählten König regiert werden. Die bisherigen Monarchien werden in Reichsländer umgewandelt, welche jedoch nur der Verwaltung dienen und keine eigene Macht besaßen, denn das Reich wurde zentralistisch verwaltet. Während das Gebiet der Reichsländer Salvatien und Ratesien deckungsgleich mit dem der ehemaligen Monarchien war, wurden die kleinen Monarchien zu größeren Reichsländern zusammengefasst. Alle Kleinstaaten im Westen schloss man zum Reichsland West-Erkassien zusammen, und die im Osten zum Reichsland Ost-Erkassien.

Die Inseln Seróda und Likaczetí gehörten dem Königreich Tharonien an, der Name „Tharonien“ bezeichnet auch generell das Gebiet beider Inseln und nicht nur diese Monarchie. Es war sehr rückständiges Land, welches kein Teil des Erkassischen Reiches wurde; hauptsächlich aufgrund der Tatsache, dass dort neben den vor hunderten Jahren eingewanderten Erkassiern auch eingeborene Völker lebten, die schon länger mit den erkassichen Siedlern im Clinch lagen und somit erst recht kein Teil eines erkassischen Nationalstaates werden wollten. Als einige von ihnen jedoch am 26. April 2371 die erkassische Fischersiedlung Úhoen (heute: Óuen) niederbrannten, erklärte ihnen das Reich den Krieg und brachte das gesamte tharonische Staatsgebiet binnen weniger Tage unter seine Kontrolle. Man löste das Königreich Tharonien auf und errichtete auf den Inseln das Schutzgebiet der südwestlichen Inseln. Man vermied bewusst die Verwendung des alten Namens „Tharonien“, um die Hoffnung der Eingeborenen, jemals wieder ein unabhängiges Land zu werden zu zerschlagen und um die Erinnerung an die nicht-erkassische Vergangenheit der Inseln zu unterbinden.

Trotz dieses Triumphes begann im Jahr 2372 die Freude über vereinten Nationalstaat zu bröckeln, ausgelöst durch das Reichsland Ratesien. Dieses blockierte ein Gesetz, welches die neue standardisierte erkassiche Sprache zur alleinigen Amtssprache des Reiches machen würde. Denn die Mehrheit der Bevölkerung Ratesiens sprach Ratesisch, eine gertanesiche Sprache, welche mit dem Erkassichen nicht verwandt ist und schon immer für Diskussion und Zwietracht sorgte, diese Auseinandersetzungen benannte man kollektiv als „Ratesischen Sprachstreit“. Dieser kochte bald schon so weit hoch, dass er, gemischt mit anderen, länger andauernden innenpolitischen Streitthemen das Ende des Erkassischen Reiches einläutete. Der Funke, der das Fass zum Überlaufen brachte, war der Marktkampf von Velzing. Hierzu einige Hintergrundinfos: Die Stadt Velzing ist eine kleine Marktsiedlung im Herzen Ratesiens, in der die erkassische Reichsregierung ihre Erkassifizierungspolitik in Ratesien beginnen wollte. Man versuchte durchzusetzen, dass „Vizélze“ – der erkassische Name der Stadt – zur alleinigen zugelassen Ortsbezeichnung erklärt wird, was für die Einwohner des mehrheitlich ratesischsprachigen Ortes eine unverzeihliche Frechheit darstellte. Diese stürmten das Rathaus, in dem die Namensänderung besprochen wurde und leisteten sich erbitterte Häuserkämpfe mit der Reichspolizei. Durch diese blutige Auseinandersetzung brodelten die innererkassischen Spannungen wieder intensivst hoch, sodass man nach einigen weiteren verlustreichen Kleinkonflikten beschloss, fortan getrennte Wege zu gehen und die Schaffung des erkassischen Nationalstaates ungeschehen zu machen. Die Aufhebung des Erkassischen Reiches und seiner Rechtsprechung wurde formell am 2. Dezember 2374 vollzogen.

Nach dem Erkassischen Reich bis zur Gründung der Republik (2374 bis heute)

Nach dem Zerfall des kurzlebigen Erkassischen Reiches im Jahre 2374 wurde  das erkassische Nationalgefühl von immer weiter wachsenden Teilen der Bevölkerung aufgegeben. Das Herzogtum Ratesien und das Königreich Salvatien stellten die alte Ordnung wieder her, behielten das ehemalige Tharonien allerdings weiterhin als gemeinsam verwaltetes Protektorat, und Salvatien annektierte das Gebiet des ehemaligen Reichslandes West.

Dies änderte sich jedoch in den Jahren 2408 bis 2416, als es in Salvatien wiederholt zu Aufständen kam. Grund für diese war die durch den teuren Lebensstil des salvatischen Hofstaates immer weiter steigende Staatsverschuldung und die dadurch für die Bevölkerung untragbar hohen Steuern. Anfangs konnten die Revolten noch durch das brutale Vorgehen des salvatischen Heeres und der militärischen Unterstützung durch den ratesischen Herzog niedergeschlagen werden. Bald jedoch arteten die Aufstände, die immer öfter und organisierter stattfanden, in vorher nicht erwartete Dimensionen aus und griffen sogar auf Ratesien über. Ein Großteil der anfangs zersplitterten Interessengruppen der Revolten schlossen sich im Herbst 2416 schließlich zur Erkassischen Einheitswehr unter dem Politiker Téodor Posz zusammen, der eine erneute Einung der erkassischen Landen unter einer demokratischen, föderalen Republik anstrebte. Als gemeinsames Symbol wählte man das traditionelle Zeichen aller bisherigen gesamterkassischen Reiche: Das Erkassische Kreuz, ein weißes Kreuz auf orangem Grund, welches die Einheitswehr mit einem sich in einem weißen Kreis befindlichen orangen Stern ergänzte.

Als am 25. November 2416 schließlich der Königspalast in der salvatischen Hauptstadt Dudniz von der Einheitswehr gestürmt und die salvatische Krone somit größtenteils handlungsunfähig gemacht wurde, dankte der letzte salvatische Monarch, König Stéfan XII. ab, sein ratesischer Cousin, Herzog Ógust II., folgte ihm einen Tag später. Nachdem die Einheitswehr in den darauffolgenden Jahren die zersplitterten Fürstentümer im Süden des Gebiets der heutigen erkassischen Präfektur Wátland und das bis dato von ratesischen und salvatischen Monarchisten gehaltene Protektorat Seróda und Likaczetí unter ihre Kontrolle brachten, rief Posz schließlich am 4. Mai 2419 vom Balkon des Dudnizer Königspalastes die Erkassische Republik aus. Die Errichtung des neuen erkassischen Staates wurde schließlich am 5. August 2422 mit dem „Gesetz zur endgültigen Legitimierung der Erkassischen Republik und ihrer Strukturen“ für abgeschlossen erklärt.

Politik

Politisches System

Militär

Infrastruktur

Straßenverkehr

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Das erkassische Fernstraßennetz. (Schwarz: Schnellstraßen, Grau: Staatsstraßen)

Das erkassische Straßensystem unterscheidet zwischen zwei Arten von Fernstraßen:

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Schnellstraßen (Autobahnen, ristmastrá): Dies sind große Straßen, die für den schnellen Fernverkehr ausgelegt sind und über mindestens zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung verfügen. Das Verkehrszeichen für Schnellstraßen ist ein blaues Sechseck mit dem Buchstaben „R“ und der jeweiligen Nummer im Inneren.

Staatsstraßen (statismastrá): Dies sind Straßen, welche für mäßige bis starke Verkehrsbelastung ausgelegt sind und über einen oder zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung verfügen. Das Verkehrszeichen für Staatsstraßen ist ein grünes Sechseck mit dem Buchstaben „S“ und der jeweiligen Nummer im Inneren.

Schienenverkehr

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Das gesamte erkassische Schienennetz (Karte der SWKÉ).

Das Eisenbahnnetz Erkassiens wurde zu großen Teilen in den frühen Jahren der Republik (2420-2450) aufgebaut und ist weitestgehend in gutem Ausbauzustand. Täglich wird es von ca. 34.000 Personen- und Güterzügen genutzt. Neben einigen regionalen Eisenbahnfirmen wird der Großteil des erkassischen Schienennetzes durch das staatliche Unternehmen SWKÉ (Statisjo wiglétkasiwól v‘Érkasje, „Staatliche Eisenbahngesellschaft Erkassiens“) betrieben.

Die meistgenutzte Bahnstrecke ist die Strecke Koniw-Pojbek. Diese beginnt an der torassischen Grenze, verläuft größtenteils an der südlichen Küste des erkassischen Festlandes, wo sie auch die Hauptstadt Luzímbora passiert, bis sie bei Tewín über ein Eisenbahnviadukt auf die Insel Kostrín führt und dort am Kopfbahnhof von Pojbek endet.

Luftverkehr

In Erkassien existieren insgesamt 7 Flughäfen, davon 3 internationale und 2 regionale Flughäfen.

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