Xyllabisch

Neue Xyllabische Grammatik

von Syńa Dosok Xuker

45. Auflage

Übersetzung, Überarbeitung und Vorwort von Erasmus von Hallaberg

Inhalt
Vorwort zur 45. Auflage
1 Allgemein
2 Laute
3 Grammatik
3.1 Gebrauchssprache
3.1.1 Substantive
3.1.1.1 Dimensionen des Substantivs
3.1.1.2 e-Deklination
3.1.1.2.1 Deklination an sich
3.1.1.2.2 Bildung der Usus
3.1.1.3 k-Deklination
3.1.1.3.1 Deklination an sich
3.1.1.3.2 Bildung der Usus
3.1.1.4 Die stumpfe Deklination
3.1.2 Adjektive
3.1.2.1 Kongruenz
3.1.2.2 Komparation
3.1.2.3 Vergleiche
3.1.2.4 Bildung von Adverbien
3.1.2.5 Imperativ der Adjektive
3.1.2.6 Derivation von Substantiven
3.1.3 Der implizite Genus
3.1.4 Numerale
3.1.5 Pronomen
3.1.6 Verben
—ab hier veraltet!—
3.1.7 Anmerkungen zum Satzbau
3.1.7.1 Wortstellung
3.1.7.2 Nebensätze
3.1.7.2.1 Relativsätze
3.1.7.2.2 Subjekt- und Objektsätze
3.1.7.3 Kausalsätze
3.1.7.4 Die Verwendung von „mak“
3.1.7.5 Die Verwendung des Genitivs
3.1.7.6 Verwendung des Lokativ-Instrumental
3.1.7.7 Verwendung des Interrogativpronomens
3.1.7.8 Verwendung der Tempera
3.1.7.9 Verwendung der Usus
3.2 Seltenere Formen
3.2.1 Die r-Deklination
3.2.2 Der imperative Vokativ
3.2.3 Die besondere Form
3.2.4 Alter Genitiv
3.2.5 Ablaute der Verben
3.2.6 Akkusativ-Allativ
4 Dialekte

Vorwort zur 45. Auflage

Als diese Grammatik des Xyllabischen (Originaltitel: Xyllaby Grammatike Nobe, im Folgenden XGN abgekürzt) im Jahre 2405 veröffentlicht wurde, bejubelte man sie überall in Xyllabien. Sie wurde sogar in bildungsfernen Haushalten zu dem Buch, damals in Xyllabien ähnlich beliebt wie heutzutage der Film „Morgenröte“. Die XGN wurde zu einer Art Hallibel des Xyllabischen Patriotismus. Doch auch außerhalb Xyllabiens erfreute sie sich großen Erfolges. So schreibt etwa der damalige Bürgermeister von Pano, Gunther von der Ö: „Dieses Werk, unvergleichlich in seiner Präzision, unübertrefflich in seinem Pathos […] wird noch lange Zeit alle weiteren sprachwissenschaftlichen Leistungen überstrahlen, wird Maßstäbe selbst in der Prosa setzen.“
Dies hat drei Gründe: Erstens war sie das erste umfassende, alle Formen, alle Ausnahmen, alle Varianten umfassende Regelwerk jener Sprache. Sie beachtete erstmals dialektale, soziologische, historische und stilistische Differenzen. Ferner war sie weit übersichtlicher gestaltet als die vorigen Grammatiken. Als erstes Grammatik-Lehrbuch auf Ultos enthielt die XGN überhaupt Beispiele. Folglich eignete sie sich sehr gut zum schulischen Gebrauch. Ihr Erfolg und ihre Qualität stellt sich besonders in jenem Fakt dar, dass nie weitere Grammatiken des Xyllabischen verfasst wurden, sondern nur die XGN stets neu verlegt, variiert, gekürzt und ergänzt wurde.
Zweitens war ihr Autor beliebt und berühmt: Syńa Dosok Xuker, im Alter von 46 Jahren, als sein Werk erschien, war der bekannteste Schriftsteller Xyllabiens, und zählt auch heute noch zu den Größen der Weltliteratur. Er wurde am 17. September 2359 als Sohn eines Botschafters in Bäsch und der Tochter eines Kaufmanns in Tumberloke geboren. Mit achtzehn begann er auf Wunsch seiner Eltern, Jura in Quartersoak zu studieren. 2378 veröffentlichte Xuker erste Lyrik, in der er zumeist das ländliche, traditionelle Xyllabische Leben besang. Mit seinem Eintritt in die Partei der Xyllabischen Nationalisten – diese waren damals noch weniger radikal und errangen wesentlich mehr Wählerstimmen – bekommt seine Literatur mehr Tiefe, und einen politischen Aspekt. Er begann, Kurzgeschichten und Novellen zu verfassen, die auf der einen Seite weiterhin Tradition und Sitten auf dem Lande verklärten, Patriotismus beschworen, aber andererseits auch darstellen, wie diese Idylle mit der Welt der Städte und dem Neugermanischen Einfluss zusammenprallte. Das gesamte Frühwerk Xukers gilt als wichtiges Dokument damaliger Xyllabischer Lebens- und Denkweise.
Sein erster Roman „Tage der Arbeit“ (OT „Lyqder Diqûsh“) von 2381 brachte ihm nationale Anerkennung ein, gilt als sein Durchbruch, muss mindestens als Umbruch bewertet werden – beginnt der Autor doch, politisch, philosophisch und psychologisch vielschichtig und klarsichtig zu schreiben. Nach dem Abschluss seines Studiums 2384 gelang ihm ein rascher Aufstieg in der XN. Xuker heiratete 2388 Marge Lelek, die Tochter des damaligen Parteivorsitzenden Beńa Lelek. Xuker begann seit seiner Eheschließung, Reden für hochrangige XN-Mitglieder zu verfassen, sowie an größeren, z.T. mehrbändigen Romanen zu arbeiten. Sie sprachen Probleme an, die bis dato gern beschwiegen wurden. 2392 erschien „Quartersoaker Gespräche“ (OT „Quatybrysh Quartersoaken“), das bis heute als sein größtes Werk gilt. Es zeugt von philosophischer Tiefe, behandelt das Problem der Vergänglichkeit von Mensch, Moral und Kultur auf stilistisch meisterliche Weise, spielt aber auch auf Missstände in der FRNX an, kritisiert oder verspottet z.T. das System und konkrete Personen. Bemerkenswert ist die Feinheit von Nuancen und Andeutungen. Darüber hinaus entstehen historische Abhandlungen. In jener Phase wird sein Stil energischer, sein Ton schärfer, seine Themen politischer. Seine Gedanken wurden vom damals aufkommenden Nationalismus beeinflusst – oder beeinflussten diesen? Jene Entwicklung gipfelte 2405 in der XGN.
2412 wurde Xuker zum Parteivorsitzenden der XN ernannt. Doch ein Jahr später erfolgt ein herber Rückschlag: Seine Frau und seine beiden Söhne verunglückten im Oktober 2413. Als sie aus einem Urlaub in Sval zurückfuhren, von dem Xuker schon eher zurückgekehrt war, geriet das Schiff in ein schweres Unwetter und ging unter. Xuker zog sich infolge dessen sofort aus Politik und Gesellschaft zurück. Auf einem Landgut in Begtoara, nahe Quartersoak verbrachte der vereinsamte Autor seine letzten Tage. Er benutzte die Literatur als Zuflucht, verfasste zahlreiche Romane mit philosophischem Inhalt, schrieb Tragödien und einige religiöse Abhandlungen. Die Texte dieser Zeit weisen nicht im Geringsten jenen flammenden Patriotismus, jenen politischen Pathos seiner Jugend auf. Aber auch sein Spätwerk gilt als großartige Leistung, besonders der „Ruf an die Himmel“ (OT „Pramyse Kyleri“) von 2422. Am 2. Dezember 2426 starb der große Xyllabische Schriftsteller, im Alter von 67 Jahren. Seine Literatur bleibt unvergessen.
Der dritte Grund der Bedeutung der XGN ist, dass es sich um ein Manifest des Xyllabischen Patriotismus handelt. Hier finden sich die deutlichsten Anklagen gegen die mangelnde Gleichberechtigung Xyllabiens, gegen die Hegemonie Neugermaniens. Die deutlichsten Anklagen, die der Autor je formulierte, die man sich in dieser Zeit überhaupt auszusprechen wagte. Es brach ein Tabu. Die XGN ist das einzige Werk Xukers, in welchem sein durchaus friedlicher Nationalstolz in offenen Hass umschlägt. Bezeichnend ist, dass in der Erstauflage zwei Drittel des Buches aus dem Vorwort bestehen, in welchem Xuker den Verfall der Sitten, das Schwinden der ländlichen Tradition, die immer engere Verflechtung zwischen Xyllabien und Neugermanien beklagt, die Neugermanische Politik anprangert (was damals verboten war), über Neugermanische Bürger und ihre Kultur herzieht. Dies tut er in ausgefeilten, durchdachten und ironischen Formulierungen, bisweilen aber auch vulgären Parolen, die man sonst nicht von ihm kennt: „Diese weichgespülten, verschmölkten, geldgierigen Neugermanen bringen mich immer wieder zum Weinen, oder zu Schlimmerem“.
Anbetrachts dieser Heftigkeit verwundert es durchaus, dass das Werk außerhalb Xyllabiens Anerkennung fand; zumal auch die Grammatik selbst etwas lächerlich wirkende Seitenhiebe auf Neugermanien durchspuken. Etwa schreib Xuker über das Suffix –share: „Es handelt sich um einen widerlichen Germanismus. Wer auch immer dieses abscheuliche Suffix zuerst in den Mund nahm – es wäre ein großer Verdienst gewesen, diesen Menschen außer Landes gejagt zu haben, ehe sein teuflisches Werk auf allen Zungen fruchten konnte. Doch wann auch immer diese Tat geschehen sein mag, die Menschen waren zu begriffsstutzig, um darin zu erkennen, wie die Neugermanischen Kolonialisten langsam aber sicher unsere Kultur vernichten.“ Die Grammatik war sicherlich nur ein Vorwand für den politischen Inhalt; denn linguistische Abhandlungen unterlagen (bis) damals nicht der Zensur. Vermutlich beruht der Erfolg der XNG im Ausland auf demselben Effekt wie jener von „No mercy fort he Halloisme guy“ von Kurt Schlachter: man nahm diese Ausbrüche – die man nicht im Mindesten vom Autor der „Quartersoaker Gespräche“ gewohnt war – eher humorvoll. Dennoch ist es nicht verwunderlich, dass in anschließend veröffentlichten Versionen, späteren Auflagen und Übersetzungen das Vorwort meist verkürzt oder gänzlich ausgelassen wurde, und auch der scharfe Ton des Autors abgemildert wurde.
So habe ich auch für diese Auflage verfahren. Das Vorwort, das keinen Wert für den Xyllabisch-Lernenden darstellt, wurde gestrichen. Auch wurden die Seitenhiebe im eigentlichen Text entfernt. Nur das, was wirklich dem Verständnis der Sprache dient, wurde erhalten. Ich hoffe, dass auf diese Weise ein hilfreicher Begleiter in Kursen und im Selbststudium entstanden ist. Ich wende mich dabei vorranging an deutschsprachige Leserschaft.

Erasmus von Hallaberg, Südenden, 26. August 2514

1 Allgemein

  • Herkunft des Namens: „Law“ war der urxyllabische Begriff für „Berg“ (vergleiche die Namen der Berge „Horla“ „Orla“ und „Lukla“ auf dem ursprünglichen Siedlungsgebiet der Xyllaben in Murabien). Daraus leitete sich „Lawo“ (Pl. „Lawejez“) ab – „der aus den Bergen“ – die damalige Eigenbezeichnung dieses Volkes. Als die Xyllaben erstarkten und auswanderten, versahen sie das Wort mit der Vorsilbe Xl-. Diese leitet sich aus dem urxyllabischen „xlz“ – „Holz“ ab. Die Vorsilbe bedeutete einen Ehrentitel, der allem Hohen verliehen wurde (vergleiche Xllugo – „Holzherrscher“, urxyllabische Bezeichnung für den Zentralesischen Imperator, wurde später zu „Xylluge“ – König). Aus der entstandenen Bezeichnung „Xllawo“ entwickelte sich die heutige „Xyllabe“.
  • Geographie:
    • Das hier vorgestellte Xyllabisch wird als Amts-, Umgangs- und Kultursprache in Xyllabien verwendet.
    • Auf Saari und Niemima spricht man eigene Sprachen, die dem Xyllabischen sehr verwandt sind. Jedoch bezeichnen die Sprecher ihre eigenen Sprachen als Dialekte.
    • Es gibt auf der Insel Jennig (Karpatische Inseln) bei Ehj noch das sogenannte „Karpatische Xyllabisch“, das sehr altertümlich ist. Es wird nur noch in entlegenen Dörfern gesprochen.
    • Weiterhin wird ein Dialekt des Xyllabischen auf Kaleńak gesprochen.
    • Das Svalesische (auf Sval gesprochen) ist eine dem Xyllabischen verwandte Sprache. Sie ist einerseits noch stärker vom Deutschen und Schwedischen beeinflusst wird, andererseits viele ältere Formen bewahrt hat.
  • Großer Unterschied zwischen Schrift- und Umgangssprache
  • Extreme Veränderung besonders der Umgangssprache im Laufe der Geschichte:
    • Vor 1515 nzi kannte das Xyllabische 15 (!) Kasus
    • Bis vor 600 Jahren wurden Verben noch sehr komplex konjugiert
    • Bis vor 500 Jahren gab es noch 7 Kasus, 6 Tempera, 6 (!) Modi
    • Bis vor 400 Jahren kannte das Xyllabische noch den „blauen“ und den „roten“ Ablaut
    • Bis vor 300 Jahren war der Akkusativ-Allativ noch allgemein gebräuchlich
    • Bis vor 250 Jahren wurde der Alte Genitiv noch bei allen Substantiven benützt
    • Heutzutage schwindet der Lokativ-Instrumental immer weiter
    • Dafür bildet sich gerade ein neuer Kasus heraus, der „imperative Vokativ“
  • Stark vom Deutschen beeinflusst

2 Laute

Konsonanten:
r, l, f, d, t
x (wie ks, mi diesem Laut wird meist das deutsche „z“ in Fremdwörtern umschrieben „Xatune“ – Zeitung; „Xuk“ Zug, Lokomotive)
sh (wie sch, in manchen Dialekten auch stimmhaft wie „j“ in „Journal“ ausgesprochen)
q (richtige Aussprache wie dt. „qu“ häufig wie dt. „w“ gesprochen, ersetzt „w“ in Fremdwörtern, z.B. „Qintrik“ (von „Winter“) Eis, Schnee),
g (im Silbenauslaut, aber nie im Wortauslaut häufig wie ch in dt. „ach“ gesprochen)
k (am Wortende meist wie ch in dt. „ach“ gesprochen; am Wortanlaut vor Vokalen z.T. auch)
s (immer scharfes s wie in „Hass“)
ń (wie gn in frz. „montagne“, etwa nj, ersetzt „j“ in Fremdwörtern, z.B. „Ńakob“ statt „Jakob“)

x, ń, q dürfen nur vor Vokalen, also weder vor dem Wortende noch vor einem Konsonanten stehen.

„J“ kommt nur in alten (Flur-)Namen und nicht angeglichenen Fremdwörtern vor und wird wie ń ausgesprochen
Für „w“ gilt das Gleiche, es wird dann entweder wie „f“ oder wie „qu“ ausgesprochen
Für „h“ gilt auch das Gleiche, hier wird es hochsprachlich wie „g“, umgangssprachlich wie „ch“ ausgesprochen

Konsonanten können geminiert werden. Dies wird aber bei Plosiven nicht mehr realisiert. Bei stimmhaften Konsonanten fällt der Ton dabei.

Vokale:
e, u, i, o, a, oa, y

3 Grammatik

3.1 Gebrauchssprache

3.1.1 Substantive

3.1.1.1 Dimensionen des Substantivs

1. Determination: bestimmt/unbestimmt („das/ein Haus“)
2. Kasus: Nominativ/Genitiv/Lokativ-Instrumental(LI) („das Haus/ des Hauses/im Haus“)
3. Numerus: Singular/Plural („das Haus/die Häuser“)
4. Usus: Kollektiv/Augmentiv/Diminutiv/Feminitiv („die Mannschaft/der große Mann/das Männchen/die Mannin“)

3.1.1.2 e-Deklination
3.1.1.2.1 Deklination an sich
Singular Plural
Nominativ -e/-a -esh
Genitiv -er -y
Lokativ -en -eri

Das –e der Form bestimmt, Singular, Nominativ wird nur sehr selten mitgesprochen
Das –sh wird fast immer als –s ausgesprochen.

Beispiele

Loke (meist einfach „Lok“ gesprochen) – die Stadt
Loker – der Stadt
Loken – in der Stadt
Lokesh – die Städte
Loky – der Städte
Lokeri – in den Städten

Toara – der Turm
Toarer – des Turms
Toaresh – die Türme
Usw.

3.1.1.2.2 Bildung der Usus
  • Kollektiv: durch das Suffix –share (vom Deutschen „Schar“ entlehnt)
    • Mane → Manshare (Mann – Mannschaft)
    • Kase → kashare (Haus – „Hausschaft“ = kleine Siedlung)
  • Beachte bestimmte Verschmelzungen!
Laut Wird zu Beispiel
d/t/s/sh Sh Ńate → ńashare (Baum, „Baumschaft“=Wäldchen)Kyda → kyshare (Waffe, „Waffenschaft“ – Ausrüstung)
Ń Nsh Reńa → renshare (Seufzer, „Seufzerschaft“ = Klage)
K, g, x X (häufig aber auch ksh!) Loke → loxare (Stadt, „Stadtschaft“ – Megacity)
Qu Ksh Serque → serkshare (Diener, Dienerschaft/Personal)Aque → akshare (Wasser, „Wasserschaft“=Gewässer)
  • Augmentiv: durch „-ota“ ersetzt: loke → lokota „Großstadt“
  • Diminutiv: durch „-ńa“: kase → kaseńa „Häusschen“, Toara → Toarańa „Türmchen“
  • Feminitv: durch „-ine“ serque → serquine „Dienerin“
3.1.1.3 k-Deklination
3.1.1.3.1 Deklination an sich
Singular Plural
Nominativ -k -sh
Genitiv -r -y/ky
Lokativ -n -su

Die Endung- k der Form bestimmt Singular Nominativ wird nur sehr selten mitgesprochen, auch in der Schriftsprache entfällt sie manchmal.

-y ersetzt den vorangehenden Vokal. -ky gilt für einsilbige

 

Beispiele

Mannok (meist nur „Manno“ gesprochen) – der Krieger/Soldat
Mannor – des Soldaten
Mannon – beim Soldaten
Mannosh – die Soldaten
Manny – der Soldaten
Mannosu – bei den Soldaten

Flumik (meist nur „Flumi“ gesprochen) – der Fluss
Flumir – des Flusses
Flumin – im (ggf. am) Fluss
Flumish – die Flüsse
Flumy – der Flüsse
Flumisu – in (ggf. an) den Flüssen

Ein Beispiel für die Konjugation einsilbiger:

Rok (immer wird hier das -k mitgesprochen!) – der Stein
Ror – des Steins
Ron – mit (ggf. auf) dem Stein
Rosh – die Steine
Roky – der Steine !!!Hier greift die Ausnahme für einsilbige Substantive!!!
Rosu – mit (ggf. auf) den Steinen

3.1.1.3.2 Bildung der Usus
  • Kollektiv: das „-k“ in der normalen Endung wird durch „-xe“ ersetzt: mannok → mannoxe (Soldat → „Soldatenschaft“ = Heer); rok → roxe (Stein → „Steinschaft“=Schotterebene)
  • Augmentiv: „-oka“ statt „-Vk“ (bei einsilbigen wird einfach nur –a angehängt): flumik → flumoka „Strom“; shek → sheka (Land → Kontinent)
  • Diminutiv: „-ońa“ statt „-Vk“ (bei einsilbigen wird das –ońa angehängt): flumońa – Flüsschen, Bach; rokońa – „Kieselstein“
  • Feminitv: „-ine“ statt „-Vk“ (bei einsilbigen wird das Femininum nie gebildet): mannine – Soldatin
3.1.1.4 Stumpfe Deklination

Die stumpfe (auch: gemischte) Deklination beinhaltet einsilbige Substantive, welche ursprünglich der e-Deklination angehören, aber optional auch nach der k-Deklination dekliniert werden können. Ersteres ist hoch-, letzteres umgangssprachlich. Die Usus werden allerdings in jedem Fall nach dem Schema der e-Deklination gebildet.

Bsp.: me/mek – „Ufer“
Me, mer, men, mesh, my, meri oder
Mek, mer, men, mesh, meky, mesu

Die auf –a endenden einsilbigen Nomen der e-Deklination sind ausnahmslos in die k-Deklination übergegangen.

3.1.2 Adjektive

3.1.2.1 Kongruenz
Singular Plural
Nominativ -e -a
Genitiv/Lokativ -en -y

 

Beispiel

Granshe – groß
Kase granshe – das große Haus
Kaser granshen – des großen Hauses
Kasen granshen – im großen Haus
Kasesh gransha – die großen Häuser
Kasy granshy – der großen Häuser
Kaseri granshy – in den großen Häusern

Substantivierte Adjektive werden nach der e-Deklination dekliniert!

(Granshe, gransher, granshen, granshesh, granshy, gransheri)

3.1.2.2 Komparation

Sie wird mittels Vorsilben vollzogen:
Gransh – groß (Positiv)
Angransh – größer (Komparativ)
Xegransh – am größten (Superlativ)
Ńegransh – zu groß (Hyperlativ)

Besonderheiten:

Gat – gut Nob – neu Mob – schlecht Kryg – schnell
Gata – besser Noba – neuer Moba – schlechter Kra – schneller
Gaxe – am besten Noxe – am neusten Moxe – am schlechtesten Kryxe – am schnellsten
Ńegat – zu gut Ńenob – zu neu Ńemob – zu schlecht Ńeryg – zu schnell

Anm. auch in der Schriftsprache erhalten die Komparative dieser Adjektive keine anderen Endungen.
Bildet man aber Substantive aus diesen Adjektiven, werden sie regelmäßig gesteigert

Gate – der/die/das Gute
Gater – des Guten
Usw.
Angate – der/die/das Bessere
Angater – des Besseren
Usw.
Xegate – der/die/das Bessere

Übrigens ist das –a, dass die unregelmäßigen als Komparativendung haben, die ursprüngliche Endung. Sie wird heute noch hochsprachlich in der Bedeutung „noch viel x-er als“ oder „sehr“ verwendet:

Kase gransha – Ein wirklich sehr großes Haus
Ńer kase er granshe, tamen ymi kase er gransha – Sein Haus ist groß, aber mein Haus ist noch viel größer.

Auch wird diese Form gebraucht, um „das x-ste von diesen“.
Shod kasesh er ymi loken. Gransha er ymi. Viele Häuser stehen in meiner Stadt, das größte davon ist meines.

3.1.2.3 Vergleiche

Um „x-er als“ auszudrücken, verwendet man „xe“:
Ńer kase er angranshe xe toaru“ – sein Haus ist größer als ein Turm

Um „genauso x wie“ auszudrücken, verwendet man „gla“, dem deutschen „gleich“ entlehnt.
Bezieht sich „wie“ auf ein Substantiv, muss dieses im Genitiv stehen. In der Umgangssprache ist dies aber nicht zwingend.
Ńer kase er granshe gla toarer. – Sein Haus ist genauso groß wie ein Turm.
Ńer kase er granshe gla toara. – Sein Haus ist genauso groß wie ein Turm. (ugs.)

3.1.2.4 Bildung von Adverbien

Entweder unterscheiden sich die Adverbien nicht von den Adjektiven (so meist in der Umgangssprache), oder sie erhalten ein e- vorangestellt (so meist in der Schriftsprache; wird nicht gemacht, wenn das Adjektiv mit Vokal, xe- oder ńe beginnt).

roadusht eprud – er fuhr vorsichtig
roadusht anprud – er fuhr vorsichtiger
roadusht ekryg – er fuhr schnell
roadusht ekra – er fuhr schneller
roadusht ńeryg – er fuhr zu schnell

roadusht ekra xe gim agmen – Er fuhr schneller, als wir dachten.
roadusht ekryg gla paler – Er fuhr so schnell wie ein Pfeil.

3.1.2.5 Imperativ der Adjektive

„Sei + Adjektiv!“ muss nicht mit „eri + Adjektiv“ ausgedrückt werden, es besteht die (schrift- wie ugs. fast ausschließlich verwendete) Möglichkeit „Adjektiv + i“:

z.B. tisi – sei leise (tis=leise)
ankrygi – sei schneller = fahr schneller

3.1.2.6 Derivation von Substantiven

Will man einen Träger einer Eigenschaft darstellen, wird die Endung –e wie eine Substantivendung behandelt:

Granshe – der/die/das Große
Gransher – des Großen
Granshen – mit dem/beim Großen
Granshesh – die Großen
Granshy – der Großen
Gransheri – mit/bei den Großen
Granshu– ein Großer
Granshur – eines Großen
Granshun – mit/bei einem Großen
Granshush – Große
Granshy – etwa: von Großen
Granshuri – mit/bei Großen

Will man eine Eigenschaft darstellen, wird die Endung –yba an den Stamm des Adjektivs gehangen:

Granshyba – die Größe
Granshyber – der Größe
Usw.
Meist werden diese Eigenschafts-Substantive aber in der unbestimmten Form verwendet:
Granshybu, -ur, -un, -ush,

3.1.3 Der implizierte Genus—veraltet—

Ein Genus existiert im Xyllabischen nicht mehr. Allerdings hinterließ der frühere Genus lexikalische Reste. Dies zeigt sich nur noch in der Wahl der Adjektive.
Es gibt zwei Genera: sächlich (Neutrum) und persönlich (Utrum), z.B. wird das Wort „bol“ nur für Utra, „kal“ nur für Neutra verwendet. Beide heißen „schön“

Kase kale – das schöne Haus
Mane bole – der schöne Mann

Solche Adjektive sind neben dem gegebenen Bsp. unter anderem (Neutrum/Utrum):
beke/anxe – alt
parbe/pike – klein
erme/klore – grün
Gume/osdrie – ewig
Gide/lede – hässlich
Sobole/narde – erhaben (auch im lokativen Sinn!), besonders
Usw.

Einige wenige Adjektive können sogar noch flektiert werden. Sie haben für Utra die Normalform. Ist das Nomen, von dem sie Abhängen ein Neutrum und steht im bestimmten Singular, so wird ihnen ein –p angehängt:

Gorse→gorsep unheimlich
Mane gorse – der unheimliche Mann
Loke gorsep – die unheimliche Stadt
Loker gorsep – der unheimlichen Stadt
Loku gorsu – eine unheimliche Stadt

Generell gilt:

  • Alle Menschen, Berufe sind Utra.
  • Abstrakta und Gefühle können sowohl Utra als auch Neutra sein, ersteres ist Hoch- und Schriftsprachlich, letzteres Umgangssprachlich.
  • Tiere sind Utra, wenn man von einzelnen, lebenden Individuen spricht, Neutra, wenn die Art im Allgemeinen bezeichnet wird.
  • Alle Substantive im Augmentiv sind Utra. (→kasoka bole)
  • Alle Substantive im Diminutiv sind Neutra. (→Maneńa kale)

Ferner gibt es noch einige Ausnahmen, z.B.
Ela – Dorf (ela anxe)
Qorbe – Trinker (qorbe beke)
Dofrek – Kriche (dofrek anxe)

3.1.4 Numerale

Die Kardinalzahlen 1 bis 4 richten sich nach dem impliziten Genus. Auch die Ordinalzahl „erster“, welche übrigen meist im Superlativ verwendet wird. Ein Nomen, das durch einen Numeral beschrieben wird, steht meist im Singular.

Deutsch Xyl. Kardinalzahl(Utrum/Neutrum) Xyl. Ordinalzahl
1 Igan/ńes Ige/rodeMeist: stige, sterode
2 Eskon/do Dolane
3 Mermon/terk Terlane
4 Solga/quar Quarlane
5 Epna Eplane
6 Seka Seke
7 Seta Sete
8 Oart Oarlane
9 Noany Noalane
10 Xek Xeke
11 Lat Talane,manchmal auch: xek-rode
12 Ńemer Ńeme
13 Xeterk Xek-terlane
14 Xequar Xek-quarlane
15 Xepna Xek-eplane
16 Xeseka Xek-seke
17 Xeseta Xek-sete
18 Xekoart Xek-oarlane
19 Xenoany Xek-noalane
20 Eskar Do-xeke
21 Eskar-ńes Do-xek-rode
22 Eskar-do Do-xek-dolane
Usw.
30 Mermar Terk-xeke
40 Solgar Quar-xeke
50 Epna-xek Epna-xeke
51 Epna-xek-ńes Êpna-xek-rode
60 Seka-xek Seka-xeke
Usw.
100 Simet Smilane
101 Simet-ńes Simet-rode
111 Simet-lat Simet-talane
122 Simet-eskar-do Simet-eskar-dolane
usw.
200 dosmet Do-smilane
254 Dosmet-epna-xek-quar Do-simet-epna-xek-quarlane
300 Tersmet Terk-smilane
400 Quarsmet Quar-smilane
500 Epna-simet Epna-smilane
600 Seka-simet Seka-smilane
Usw.
1000 Mil Mile
1 Mio Orflot Orflot-lane
234.515 Dosmet-mermar-quar-mil-epna-simet-xepna Do-simet-terk-xek-quar-mil-epna-simet-xek-eplane

3.1.5 Pronomen

Person Nominativ Genitiv LI Mit xe:
Ich EoE (häufig in Ugs.) ymiym (vor Vokalen, in der Ugs. immer) ymin xo (zu mir)
Du Toa ter tern xoa
Er/sie/es Ńa Ńer ńern xa
Wir Gmi (wird immer „gi“ ausgesprochen)Gim (vor Vokalen, in der Ugs. immer) Gmer (wird immer „ger“ ausgesprochen) gmern xim
Ihr Oi OaquiOam (vor Vokalen, in der Ugs. immer) Oaquin xoaqui (!)
Sie Su ser sern xu
Man BoB‘ (vor Vokalen) ber bern xe bo
Dieser Lu ler lern xe lu
Jener Ńen (von Deutsch „jener“) ńener ńenen xe ńen
Wer Quy – Wer? Quoa – Was?Qu‘ (vor Vokalen) Quer quern xy
  • Das Reflexivpronomen lauten: si („x-self“) sym („einander“)
  • Demonstrativpronomen „dieser/jener“ ist „ta“ („tar“ im Genitiv, „tari“ im LI, „xa“ mit xe), wird aber relativ selten verwendet, fast nur in Zusammenhängen wie „Ta magekt ymi“ „Das gefällt mir“
  • Dieser/Jener können NICHT adjektivisch wie im Deutschen („jener Stuhl“) verwendet werden! Zulässig nur substantivisch wie: „Lu saquo“ – „Dieser sagte“. Die beiden Pronomen dienen in der Schriftsprache als Abwechslung zu „ńa“, auch als „ersterer/letzterer“. Umgangssprachlich werden sie kaum verwendet.
  • Ein Pronomen „jeder/alle“ existiert nicht. Dafür wird der unbestimmte Plural verwendet. „Kasush er gransha“ Alle Häuser sind groß. Für jeder/alle substantivisch wird omush/omy/omuri (unbestimmter Plural von „Ome“ Mensch): Omush agroad. Alle fuhren.
  • Das Relativpronomen ist „ty“, vor Vokalen meist zu t‘ verkürzt (Genitiv: „tyr“; LI: „tyri“; mit „xe“: „xy“ (unterscheidet sich hier allso nicht vom Interrogativpronomen))

Beispiele für die Possessivpronomen

Ymi Kasa, ter Kasa, ńer Kasa, gmer Kasa, oaqui Kasa, ser Kasa
Ym aque, ter aque, ńer aque, gmer aque, oam aque, ser aque (aque – Wasser)
Ugs.: ym Kasa, oam Kasa

3.1.6 Verben

Das Xyllabische Verb unterscheidet 3 Personen in jeweils 2 Numeri (Singular, Plural). Es besitzt zwei Genera Verbi (Aktiv und Mediopassiv). Es gibt vier Modi: Indikativ, Imperativ, Optativ und Konditionalis. Folgende infinite Formen existieren: leere Person (in Nebensätzen, deren Subjekt das gleiche wie im Hauptsatz ist), den Infinitiv und das Partizip.

3.1.6.1 Konsonantische Konjugation

tapan (*tap-): schlagen

3.1.6.1.1 Infinitiv
Präsens Aktiv Präsens Passiv Präteritum Aktiv Präteritum Passiv
Sg1  tap-u tap-umek,-unk tap-umsh tap-ak
Sg2  tap- tap-esk tap-ush tap-axo
Sg3  tap- tap-ek tap-usht tap-ak
Pl1  tap-umu tap-unk tap-ushmu tap-ak
Pl2  tap-es tap-esk tap-usht tap-ak
Pl3  tap-  tap-unk tap-unsh tap-akun
Imperativ  tap-i  –  –  –
Infinitiv tap-an tap-unk  –  –
Partizip tap-unne  tap-ede tap-ekte  –
3.1.6.1.2 Optativ

Die Themenvokale werden durch -i- ersetzt

Präsens Aktiv Präsens Passiv Präteritum Aktiv Präteritum Passiv
Sg1  tap-i  tap-imek, -ink  tap-imsh  tap-ik
Sg2  tap-i  tap-isk  tap-ish  tap-ixo
Sg3  tap-i  tap-ik  tap-isht  tap-ishk
Pl1  tap-im(u)  tap-ink  tap-ishmu  tap-ik
Pl2  tap-is  tap-isk  tap-isht  tap-ik
Pl3  tap-i  tap-ink  tap-insh  tap-ik
3.1.6.1.3 Konditionalis

Hier wird ein -se- zwischen Stamm und Endung eingefügt

Präsens Aktiv Präsens Passiv Präteritum Aktiv Präteritum Passiv
Sg1  tap-s-y  tap-s-ymek, ynk  tap-s-ymsh  tap-s-ak
Sg2  tap-se  tap-s-esk  tap-s-ysh  tap-s-axo
Sg3  tap-se  tap-s-ek  tap-s-ysht  tap-s-ak
Pl1  tap-s-ym(u)  tap-s-ynk  tap-s-yshmu  tap-s-ak
Pl2  tap-se-s  tap-s-esk  tap-s-ysht  tap-s-ak
Pl3  tap-se  tap-s-ynk  tap-s-ynsh  tap-s-akun
3.1.6.2 u-Konjugation

lyboan (*lybu-) – lieben

Der Bindevokal -u- verschmilzt mit den Themenvokalen. Er schwindet im Falle der Endungslosigkeit, und vor de Imperativ -i.

u+i=y; u+e=o; u+a=oa

Präsens Aktiv Präsens Passiv Präteritum Aktiv Präteritum Passiv
Sg1 lybu lybumek, unk  lybumsh  lyboak
Sg2 lyb  lybosk  lybush  lyboaxo
Sg3  lyb  lybok  lybusht  lyboak
Pl1  lybum(u)  lybunk  lybushmu  lyboak
Pl2  lybos  lybosk  lybusht  lyboak
Pl3  lyb  lybunk  lybunsh  lyboakun
Imperativ  lybi  –  –  –
Infinitiv  lyboan  lybunk  –  –
Partizip  lybunne  lybode  lybokte  –

Optativ: lyby, lyby, lyby, lybym(u), lybys, lyby…

Konditionalis: lybusy, lybuse…

3.1.6.3 a-Konjugation

mendan (*menda-) denken

Der Bindevokal -u- verschmilzt mit den Themenvokalen. Er schwindet vor de Imperativ -i.

a+u=oa, a+e=a, a+i=e

Präsens Aktiv Präsens Passiv Präteritum Aktiv Präteritum Passiv
Sg1  mendoa  mendoamek, oank  mendoamsh  mendak
Sg2  menda  mendask  mendoash  mendaxo
Sg3  menda  mendak  mendoasht  mendak
Pl1  mendoam(u)  mendoank  mendoashmu  mendak
Pl2  mendas  mendask  mendoasht  mendak
Pl3  menda  mendoank  mendoansh  mendakun
Imperativ  mendi  –  –  –
Infinitiv  mendan  mendoank  –  –
Partizip  mendoanne  mendade  mendakte  –

Optativ: mende, mende, mende, mendem(u), mendes, mende, …

Konditionalis: mendasy, mendase, mendase, mendasym(u)

3.1.6.4 i-Konjugation

oten (*oti-) essen

Der Bindevokal -i- verschmilzt mit den Themenvokalen. Er schwindet im Falle der Endungslosigkeit.

i+u=y, i+a=e, i+e=i

Präsens Aktiv Präsens Passiv Präteritum Aktiv Präteritum Passiv
Sg1  oty  otynk, ymek  otymsh  otek
Sg2  ot  otisk  otysh  otexo
Sg3  ot  otik  otysht  otek
Pl1  otym(u)  otynk  otyshmu  otek
Pl2  otis  otisk  otysht  otek
Pl3  ot  otynk  otynsh  otekun
Imperativ  oti  –  –  –
Infinitiv  oten  otynk  –  –
Partizip  otynne  otide  otikte  –

Konditionalis: otisy, otise, otise, otisem(u)

Optativ: ra + Konditionalis: ra otisy, ra otise, ra otise, ra otisem(u)

—ab hier veraltet!—

3.1.7 Anmerkungen zum Satzbau

3.1.7.1 Wortstellung

Die Wortstellung ist fast immer SVO. Sie kann auch zu OSV variiert werden (beachte die feste Stellung der Personalpronomen am Prädikat!). An beliebiger Stelle können hier Adverbiale Bestimmungen eingefügt werden.

Eo lyb toa. Toa eo lyb. Ich liebe dich.
Toa lyb eo. Eo toa lyb. Du liebst mich.
Eo lybekt ter. Ter eo lybekt. Ich werde von dir geliebt.

Mane lyb ńer Kasa. Ńer Kasa mane lyb. Der Mann liebt sein Haus.

Eo doa xoa ńer librek. Xoa eo doa ńer librek. Ńer librek xoa eo doa. Ńer librek eo doa xoa. Xoa Ńer librek eo doa. Ich gebe dir sein Buch.

Ńu eo doa xoa ńer librek. Eo doa ńu xoa ńer librek. Eo doa xoa ńu ńer librek. Eo doa xoa ńer librek ńu. Eo ńu doa xoa ńer librek. Ich gebe dir heute (ńu) sein Buch.

Überall, wo in den unter diesem Abschnitt genannten Beispielen „xoa“ steht, kann auch „ter“ stehen.

Eo tap mane. Ich schlage den Mann.
Eo mane tap. Mich schlägt der Mann.
Mane eo tap. Den Mann schlage ich.

3.1.7.1 Nebensätze
3.1.7.2.1 Relativsätze

Relativsätze werden mit dem Interrogativpronomen eingeleitet. Wichtig ist die sogenannte Äquivalenz: Sind Bezugsnomen und Subjekt im Relativsatz gleich, ist die Kontextendung –at am Prädikat des Relativsatzes erforderlich. Fälschlicherweise wird sie in der Umgangssprache in jedem Relativsatz gesetzt.

Eo vyd mane ty ńa tap. Ich sehe den Mann, den er (ein anderer) schlägt.
Eo vyd mane ty ńa tapat = Eo vyd mane ty tapat ńa. Ich sehe den Mann, der ihn schlägt.

Für Relativsätze, die kein Bezugswort besitzen, d.h. diejenigen, die im Deutschen mit „was/wer“ umschrieben werden, wird bisweilen die Formulierung „ta ty“ (bisweilen auch „quy ty“) verwendet, wobei in der Umgangssprache meist nur das übliche „ty“ steht.
Um „wer“ zu umschreiben, wird dann „ome“ (Mensch), oder die unbestimmte Form, „omu“, benutzt.

Noa eo sap ta ty det saquat. Noa eo sap quy ty det saquat. Ich weiß nicht, was ich sagen soll.
Eo vyd ome ty agtapat toa. Ich sehe, wer dich schlug.
Eo vyd ome ty toagtap. Ich sehe, wen du schlugst.

Häufiger aber als dass man einen Relativsatz bildet, wird dieser gesamte Satz in ein Partizip verwandelt.

Eo vyd mane agtapekte. Ich sehe den geschlagenen Mann → Ich sehe den Mann, der geschlagen wurde.
Eo vyd mane ńer agtapekte. Ich sehe den von ihm geschlagenen Mann. → Ich sehe den Mann, den er geschlagen hat.
Noa eo sap det-saquekte. Ich weiß nicht das „gesagt werden Müssende“. → Ich weiß nicht, was gesagt werden soll/was ich sagen soll.

3.1.7.2.2 Subjekt- und Objektsätze

Hauptsätze, in welchen Subjekt- oder Objektsätze vorkommen, müssen die Wortstellung SVO haben, wobei der Subjektsatz stets das erste Satzglied, der Objektsatz stets das letzte Satzglied darstellt (einschließlich Adverbialbestimmungen!). Die Subjekt-/Objektsätze haben stets die Wortstellung OSV. In Subjektsätzen dürfen Adverbien niemals am Ende stehen. Objektsätze werden immer mit „ta“ (oder „tar“) eingeleitet. Bei Subjektsätzen ist dies nicht zwingend.

Ta tap lu pen eo. Tap lu pen eo. Dass er ihn schlägt, bedrückt mich.
Eo ońo ta quom. Ich vermute, dass er kommt.
Eo penekt tar quom. Ich werde davon bedrückt, dass er kommt.

Objektsätze benötigen die Kontextendung der Äquivalenz, –at, wenn sich Subjekt im Haupt- und Subjekt im Objektsatz gleichen.

Sap ta quom. Er weiß, dass er (ein anderer) kommt.
Sap ta quomat. Er weiß, dass er selbst kommt.

Handelt es sich allerdings bei diesem Subjekt nicht um ein Nomen, sondern ein Pronomen (außer ńa) kann die Äquivalenzendung durch Wiederholung des Pronomens ersetzt werden. Dies gilt jedoch als unelegant.

Eo sap ta quomat = Eo sap t’eo quom. Ich weiß dass ich komme.

In beiden Fällen wird diese Äquivalenz häufig durch eine Infinitivkonstruktion ersetzt, in welcher das Prädikat des Hauptsatzes das Hilfsverb, das des Objektsatzes das Hauptverb darstellt. Diese Konstruktion dient nur zum Darstellen „simpler“ Verhältnisse; kommen Tempera, Modi, Negationen hinzu, wird auf die Version mit „ta“ zurückgegriffen:

Gmi sap quom. Wir wissen, dass wir kommen.
Sap quom. Er weiß, dass er (selbst) kommt.
Eo sap det shaxo. Ich weiß, dass ich arbeiten muss.

Ogsap det shaxo. Ich wusste, dass ich arbeiten musste.
Sap ta ogdet shaxo. Sap ta agdet shaxat. Ich weiß, dass ich arbeiten musste
Ogsap ta eo det shaxo. Ogsap det shaxat. Ich wusste, dass ich arbeiten muss.

3.1.7.3 Kausalsätze

I Real:
Wenn x dann y wird durch x, y(mit dem Hilfswerb sol) ausgedrückt
Quom, eo sol tap ńa. Falls er kommt, schlage ich ihn.
Quom, toa sol tap ńa. Falls er kommt, schlägst du ihn.
Quom, tapi ńa. Falls er kommt, schlag ihn.

II Irreal:
Wenn x dann y wird durch x(im Konjunktiv), y(mit dem Hilfsverb sol) ausgedrückt
Ky quom, eo sol tap ńa. Wenn er käme, schlüge ich ihn.
Noa gmi kyr tis, gmi sol udekt. Wenn wir nicht leise wären, würden wir gehört.

3.1.7.4 Die Verwendung von „mak“

Eo mak ńa tap oi – ich bringe ihn dazu, euch zu schlagen
Eo mak oi tap ńa – ich bringe euch dazu, ihn zu schlagen.
Eo mak tapsi ńa – ich bringe ihn dazu, sich zu schlagen.
Eo mak tapsym oi – ich bringe euch dazu, einander zuschlagen
Eo makekt tap ńa – ich werde dazu gebracht, ihn zu schlagen.
Eo makekt tap ńa oaqui – ich werde von euch dazu gebracht, ihn zu schlagen.

3.1.7.5 Die Verwendung des Genitivs

Der Genitiv bezeichnet:
1. Den Besitzer: Dosor Libryk – Ein Buch Dosoks (das Dosok gehört). Der Besitzer steht stets VOR dem Besessenen.
2. Den Urheber im Passiv: Eo tapekt ńer – Ich werde von ihm geschlagen.
3. Das Substantiv hinter Präpositionen: Gim ant xe loker – Wir gingen in die Stadt. (In der Umgangssprache steht hier der Nominativ)
4. Häufig das Dativobjekt (dies ist auch eher hochsprachlich): Eo agdoa oaqui Librek ńer – Ich gab ihm euer Buch. Häufig wird dies auch mit xe umschrieben: Eo agdoa oaqui Librek xa (=xe+ńa).

3.1.7.6 Verwendung des Lokativ-Instrumental

Bei Orten bedeutet er so viel wie „in“ (auch gelegentlich „auf“), bei Dingen „mittels“, bei Personen manchmal „zusammen mit“, aber auch je nach Kontext „bei“.

Kasen – im Haus
Torun – in einem Turm
Flumyn – in einem Fluss
Lokeri – in den Städten
Maren – auf dem / im Meer (mare – Meer)
Marten – auf dem Markt (martek – Markt)
Kammyn – mit einem Hammer (kammik – Hammer)
Doson – mit/bei Dosok

Seine Bedeutung als „in, auf, bei“ kann durch die Präposition „yn“ umschrieben werden, die Bedeutung „mittels“ durch „pra“.

3.1.7.7 Verwendung des Interrogativpronomens

Das Interrogativpronomen ist ein solches, wenn die Kontextendung der Frage, -uf, zugleich auftritt.

Quy tapuf toa? Wer schlägt dich?

Tritt diese Kontextendung nicht auf, bedeutet das Pronomen „(irgend)jemand“:

Quy tap toa. Jemand schlug dich.

3.1.7.8 Verwendung der Tempera

Im Gegensatz zum Deutschen stellt das Präteritum keinen Erzähltempus dar. Ein Text, der sich ausdrücklich in der Vergangenheit handelt, hat einige Sätze im Präteritum; ferner können Wörter wie „damals“ etc. zur Verdeutlichung der Vergangenheit symbolisieren. Das Präteritum wird meist nur zu einleitenden Sätzen oder aber als Vorzeitigkeit, d.h. eigentlich als Perfekt/Plusquamperfekt benutzt.

Eo sap ta toagtra eo. Ich weiß, dass du mich betrogst/betrogen hast. Im erzählenden Text würde das übersetzt als: Ich wusste, dass du mich betrogen hattest.

Tyrga sap ta lugtra ńa. Damals wusste er, das er (ein anderer) ihn betrogen hatte.

3.1.7.9 Verwendung der Usus
  • Kollektiv: Bezeichnet eine Menge, die entweder als Gesamt erscheint, oder einfach unzählbar ist. Er erzeugt meist eine lexikalische Bedeutungswandlung, die für jedes Wort individuell ist. z.B.: reńa → renshare; Seufzer → „Seufzerschaft“ = Klage
  • Augmentiv:
    • Bezeichnet eine Vergrößerung. Loke → Lokota; Stadt → Großstadt
    • Interessant ist die Verwendung: fretrek → fretora; Bruder → „Großbruder“=älterer Bruder
    • Kene → kenota; Kind → „Großkind“=Erstgeborene(r)
  • Diminutiv: Bezeichnet die Verniedlichung oder Verkleinerung
    • Kene → Keneńe; Kind → Kindchen, Kleinkind, Baby
    • Fretrek → Freterńa; Bruder → Brüderchen, kleiner Bruder
    • Darüber hinaus wird der Diminutiv bei Substantiven, bei denen er andernfalls sinnlos wäre, d.h. insbesondere bei Dingen, wo unbestimmte, aber kleine Mengenangaben häufig auftreten (Nahrung), als Partitiv verwendet:
      • Xuker → Xukerńa; Zucker → „Zuckerchen“=etwas Zucker
      • Eo doashi xukerńa. Gib mir (etwas) Zucker.
      • Toa monuf kafeńa? Willst du (etwas) Kaffee?

3.2 Seltenere Formen

(nach absteigender Häufigkeit geordnet)

3.2.1 Die r-Deklination

Früher gab es auch Substantive, die im Bestimmten Nominativ Singular auf –er endeten. In der Schriftsprache werden sie immer noch häufig verwendet:

bestimmt

unbestimmt

Singular Plural Singular Plural
Nominativ -er -resh -ryk (-yr) -rysh
Genitiv -ers -ry -ryr   (-yrs) -ry
Lokativ -ern -eri -ryn (-yrn) -yri

Allerdings wurde früher häufig auch –ar, -ars, -arn für den bestimmten Singular verwendet. Diese Varianten finden sich noch in zahlreichen älteren Texten und Namen.
Die in Klammern angegebenen Formen sind seltener gebrauchte Varianten.

Beispiel:

Liber – das Buch
Libers – des Buches
Libern – mit dem Buch
Libresh – die Bücher
Usw.

Heute haben in der Umgangssprache r/l ihre Stellung mit dem e vertauscht, ein –k wurde angehängt. Somit werden diese Nomen wie normale aus der k-Deklination dekliniert.

Librek, Librer, Libren, etc.

Die ursprüngliche Zugehörigkeit zu einer anderen Klasse zeigt sich nur noch in der Bildung der Usus:

  • Kollektiv: mit –erga: liberga – Bücherschaft=Bibliothek
  • Augmentiv: mit –ora: libora – Foliant
  • Diminutiv : mit –erńa oder (moderner) -reńa : liberńa, libreńa
  • Feminitiv : mit –rixe : mendrek → mendrixe (StudentIn)

3.2.2 Der imperative Vokativ

Eine eher neuere Erscheinung ist der sogenannte imperative Vokativ. Er kennzeichnet das Subjekt, und bezeichnet, dass dieses aufgefordert ist, etwas zu tun. Im Grunde handelt es sich um eine Erweiterung des Imperativs der Adjektive. Der imperative Vokativ besteht im Grunde darin, dass die Kontextendung „-i“ nicht an die Verben, sondern an die Substantive gehängt wird. Dabei tritt in der e-Deklination die Besonderheit auf, dass die Singularendung verschlungen wird.

Mane → Mani
Beńa → Beńi
Dosok → Dosoki
Mannosh → Mannoshi
Mener → Menri

Dosoki, byt eo! Statt: Dosok, byti eo! – Dosok, warte auf mich!

3.2.3 Die besondere Form

Eine Form, die nur noch in der Schriftsprache (auch dort kaum im Textfluss, sondern fast nur in Überschriften) verwendet wird, ist die sogenannte „besondere“ Form. Sie wird in drei Zusammenhängen gebraucht:
1. Besondere Hervorhebung von Überschriften („Lokemio Quartersoak“ „DIE (besondere, großartige) Stadt Quartersoak“)
2. Sehr starker Ersatz für Demonstrativpronomen („Manemio“ „DIESER (eine, großartige) Mann“)
3. Förmliche Anrede („Presidentemio“ „(verehrter/sehr geehrter) Herr Präsident“)

Singular Plural
Nominativ -emio -Vmiti
Genitiv -Vmse -Vta

Es existieren weder LI noch unbestimmte Formen.
Substantive der k-Deklination verlieren ihr –k, setzen den Vokal davor für V (außer im Nom. Sg.) ein.
Substantive der e-Deklination setzen in V ihr „e“ ein, außer im Gen.Pl. – dort lautet die Endung –ota

Lokemio, Lokemiti, Lokemse, Lokota
Mannemio, Mannomiti, Mannomse, Mannota

3.2.4 Alter Genitiv

Früher bildeten alle Substantive den Bestimmten Genitiv Singular und Plural mit dem „roten Ablaut“ auf dem betonten Vokal des Wortstamms. Er besaß folgende Form:

Vokal Roter Ablaut
i y
e y
y i
a e
o o
u o
oa a

Heute verhalten sich noch folgende Substantive entsprechend:

Mane – Mann
Mitrek – Mutter
Pitrek – Vater
Fretrek – Bruder
Squetrek – Schwester (ugs. Meist „Quetrek“ gesprochen)
Kene – Kind
Ela – Dorf

Beispiel

Mane – der Mann
Mener – des Mannes
Manen – beim Mann
Manesh – die Männer
Meny – der Männer
Maneri – bei den Männern
Manu – ein Mann
Manur – eines Mannes
Manun – bei einem Mann
Manush – Männer
Many – von Männern
Manuri – bei Männern

3.2.5 Ablaute der Verben

Früher hatten die Verben den „gelben Ablaut“ im Plural Päsens (wozu auch „man“ zählt!) Aktiv:
Eo tap, toa tap, (ńer) tap, gmi toap, oi toap, (su) toap, bo toap

Im Passiv Präsens wiesen sie weiterhin den „blaue Ablaut“ auf, folgende Gestalt habend:

Vokal Blauer Ablaut
i ie
e ö
y ö
a e
o e
u ö
oa ö

Eo löbekt, toa löbekt, …
Eo tepekt, toa tepekt, …

Wie man sieht, enthält der „blaue Ablaut“ den im modernen Xyllabischen unbekannten Laut „ö“.

Beide Ablautformen werden nur noch in der Lyrik und in Kriegsberichten verwendet. Das „ö“ wird dabei al „y“ ausgesprochen.

3.2.6 Alter Genitiv

Der Akkusativ-Allativ kennzeichnet zum einen das Akkusativobjekt, zum anderen bedeutet er „zu … hin“. Er wird lediglich in erstarrten Wendungen („kylen“ – zum Himmel hin = WTH?) und in sehr gehobener Sprache verwendet. Er wirkt altertümelnd. Nur noch im Karpatischen Xyllabisch wird dieser Kasus noch häufig benutzt. Gebildet wird er mit dem „gelben Ablaut“ und den Lokativ-Instrumental.

Beispiel

Kase – das Haus

Kesen – zum Haus
Keseri – zu den Häusern
Kesun – zu einem Haus
Kesuri – zu Häusern

T’ant kesen. Du gingst zum/ins Haus
Gmi tap menun. Wir schlugen einen Mann.

4 Dialekte

Die Dialekte unterscheiden sich hauptsächlich hinsichtlich ihrer Aussprache. Es existieren folgende Dialekte:

  • Quartersoaker Dialekt, der im weiträumigen der Hauptstadt Xyllabiens gesprochen wird.
  • Nordxyllabisch, dass im Norden der Xyllabischen Landmasse,
  • Südxyllabisch, dass in deren Süden und
  • Kartoffelxyllabisch, dass an deren Osküste gerspochen wird.
  • Marine-Xyllabisch nennt sich der Dialekt, der auf Kaleńak verbreitet ist.
  • Das Karpatische Xyllabisch, grammatikalisch sehr altertümlich, in einigen Dörfern bei Ehj auf Jennig gesprochen.
  • In der Gegend bei Diss in Diktatistan dient einigen Immigranten ein Mischmasch aus verschiedenen Xyllabisch-Dialekten, Deutsch und Valjatanisch zur Verständigung – das Morlische.

Hier eine Tabelle über wichtige Aussprachedifferenzen:

Laut/Wort Hoch Standard Qu Nord Süd Kartoffel Marine Karpat. Morlisch
qu [kv] [v] [w] [x] [xv] [v] [v] [q] [v]
x [ks] [ks] [θ] [kh] [kθ] [kʃ] [ks] [tɕ] [ts]
sh [ʃ] [ʃ], [ʒ] [h] [z] [ʒ] [ʒ] [z] [ʒ] [ʃ]
ń [ɲ] [ɲ] [j] [ç] [ɲ] [dʒ] [ŋ] [ɲ] [j]
oa [ɔ:] [ɔ:] [œ:] [ɔƱ] [œƱ] [ɔ̃] [o:] [ɔ:] [o]
y [y] [y] [y] [ø] [œi] [εi] [y] [Y] [i]
r [ʁ] [ʁ] [ɹ] [R] [r] [r] [ʒ] [r] [ʁ]
g in ag- [x] [x] [ı] [x] [h] [h] [x] [g] [x]
k (final) [k] [x] [γ] [q] [x] [ʃ] [x] [x] [x]
b (f.) [b] [b] [v] [p] [p] [b] [g] [b] [p]
d (f.) [d] [d] [ð] [θ] [t] [d] [g] [d] [t]
g (f.) [g] [g] [ŋ] [kç] [k] [g] [g] [g] [k]
a [a] [a] [α] [a] [a] [ɔ:] [æ] [a] [a]
e [ε] [ε] [ǝ] [ε] [ε] [œ] [ı] [ε] [ε]
Eo (ich) [εɔ] [e] [ı] [æ] [ε] [e] [ε:] [ɔ] [e]
s Anlaut [s] [s] [s] [θ] [s] [s] [s] [s] [z]
s impurum [s] [s], [θ] [s] [θ] [θ] [θ] [θ] [θ] [s]
s zwischen Vokalen [s] [s] [ʒ] [ɕ] [s] [s] [s] [z] [z]
s bei sth. Konsonant [s] [s], [z] [z] [s] [s] [s] [s] [z] [s]

Hochxyllabische Aussprache wird ausschließlich zu förmlichen Anlässen, Reden, etc. verwendet. Für den Muttersprachler wirkt sie eher gekünstelt. Standardxyllabisch bezeichnet die dialektlose Umgangs- und Alltagssprache, bzw. die Sprache, in der Sprecher verschiedener Dialekte miteinander kommunizieren. Sie ist der Sprachtyp, den man lernen sollte.

Die Verteilung der Sprachvarianten als Alltags- und Umgangssprache auf dem Xyllabischen Festland:
Hochx.: <1%
Standardx.: 35%
Quartersoakx.: 16%
Nordx.: 10%
Südx.: 20%
Kartoffelx.: 18%

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