Svalesisch

Das Svalesische ist die Amtssprache der Svalesischen Konföderation. Es zählt zu den Xyllabischen Sprachen. Vom Xyllabischen unterscheidet es sich durch seine komplexe Flexion erheblich.

Das Niemimische und das Saarische sind eigentlich Dialekte des Svalesischen. Sie stehen allerdings massiv unter dem Einfluss der Xyllabischen Sprache: nahezu das komplette Vokabular ist vom Xyllabischen übernommen worden, und die Markierung der Definiertheit wird ähnlich gehandhabt, außerdem sind Lokativ-Instrumental und Dativ zusammengefallen.

Laute

Konsonanten: b,c, d, f, g, j, k, l, m, n, p, r, s, sh, t, th, v, z, h

Vokale: a, e, i, ij (wie deutsch e in „See“), o,u, ou (wie u gesprochen), oa (wie Xyllabisches oa), ae (wie ä in deutsch „Ähre“)

Diphthonge: ei, ui, ai (alle wie ay in englisch „way“)

Grammatik

Substantive

Es gibt fünf Kasus (Nominativ, Genitiv, Dativ, Lokativ-Instrumental, Akkusativ), zwei Numera (Singular, Plural) und vier Usus (Nullform, Diminutiv, Augmentiv-Kollektiv, Feminin).

Sustantive haben auch ein Genus (Maskulin, Feminin, Neutrum).

Im Folgenden stehen die eckigen Klammern für die Aussprache, so sie von der Schribung abweicht).

Die o-Deklination

Bsp.: lugu „Stadt“

Singular Plural
Nominativ lugu [luge] luguc [lugec]
Genitiv lugur luguin
Dativ lugui lugousi
LI lugun lugusu
Akkusativ lug luguic [lugec]

Die Nomen der o-Deklination sind alle Neutra oder Maskulina.

Die a-Deklination

Bsp.: tora – „Turm“

Singular Plural
Nominativ tora torac
Genitiv torar torain
Dativ torai [tore] toroasi
LI toran torasu
Akkusativ tor toraic

Die Nomen der a-Deklination sind alle Feminina.

Die konsonantische Deklination

Bsp.: flumg [flung] – „Fluss“: zahlreiche, wortspezifische Auspracheveränderungen!

Singular Plural
Nominativ flumg [flung] flumc [flunc]
Genitiv flumer flumin
Dativ flumi flumsi [flunsi]
LI flumn [flum] flumu
Akkusativ flum flumic

Die Nomen der konsonantischen Deklination können jeden Genus haben.

Die stumpfe Deklination

Beispiel: rug – „Fels“

Singular Plural
Nominativ rug ruc
Genitiv rur ruin
Dativ rui rusi
LI run rusus
Akkusativ rum (!) ruic

Die Nomen der stumpfen Deklination sind überwiegend Maskulina, selten Neutra.

Die r-Deklination

Bsp. mandijr – „Stundent“

Singular Plural
Nominativ mandijr mandrec
Genitiv mandrer mandrin
Dativ manderi mandersi
LI mandern mandersu
Akkusativ mandre mandreic

Die Nomen der r-Deklination sind alle Feminina oder Maskulina.

Bildung der Usus

Die Usus werden gebildet, indem man an den Stamm eines Substantivs ein Suffix hängt:

  •  Diminutiv: -enca, z.B. tora –> torenca „Türmchen“
  • Augmentiv-Kollektiv: -oata, z.B. tora –> toroata „großer Turm“, mandijr –> mandroata „Studentenschaft“
  • Feminin: -eska, z.B. mandijr –> mandreska „Studentin“, luklu –> lukleska „Königin“

Adjektive

Ursprünglich richteten sich die Adjektive nach dem Genus der Substantive (so gab es z.B. im Nominativ Singular die Formen garnsu, garnsa, garns). Die Unterschiede wurden nicht mehr gesprochen, und so wurde sie in der Rechtschreibreform von 2495 eliminiert.

Adverbien werden abgeleitet, indem man ein i- vor den Stamm stellt

Deklination

Bsp.: krijge – „schnell“

Singular Plural
Nominativ krijge (krijg bei Neutra) krijgec
Genitiv krijger krijgen
Dativ krijge krijgesi
LI krijgen krijgu
Akkusativ krijg krijgec

Komparation

Adjektive:

  • Positiv: krijge
  • Komparativ: ankrijge
  • Suberlativ: shekrijge

Adverbien:

  • Postitv: ikrijg
  • Komparativ: ikrijger
  • Superlativ: ikrijgset

Für alle Formen, die mit Attributen gebildet werden („zu…“, „…genug“), wird das Adjektiv im Superlativ verwendet, z.B. ok shekrijge „zu schnell(er,e,es)“.

Pronomen

Pronomen bestehen aus einem Stamm, der der Nominativendung gleichkommt, und einer Deklinationsendung, die für die meisten Pronomen außer „wir“ und „ihr“ diesebe ist. Manche können auch adjektivisch gebraucht werden, dann wird ein -ve an den Stamm gehängt, und dieses adjektivische Pronomen wie ein Adjektiv dekliniert.

Adjektivisch gebrauchte Personalpronomen sind Possessivpronomen, z.B. mave (mein), tove (dein), naeve (sein) usw. Stattdessen können aber auch die Genitive der Personalpronomen verwendet werden.

Deklinationsendungen:

Singularische Plurale „so“
Nominativ so
Genitiv -r -in son
Dativ -i -osi sousi
LI -n -esu su
Akkusativ -m -ic sic

Stämme:

(Alle folgenden werden als Singularische dekliniert, sofern nicht anders vermerkt)

  • ich: go, der Stamm für alle anderen Kasus ist aber ma-
  • du: to
  • er: nae
  • sie: ja
  • es: siehe Demonstrativpronomen
  • wir: meg (Plural dekliniert! Possessivpronomen ist „gime“)
  • ihr: oh (Plural dekliniert! Possessivpronomen ist „ive“)
  • jeder: pa
  • wer/welcher: gve
  • niemand: nu
  • Relativpronomen Singular: de
  • Relativpronomen Plural: do (wie „so dekliniert!)
  • Demonstrativpronomen „dieser“ Singular: te
  • Demonstrativpronomen „dieser“ Plural: tes (Plural dekliniert!)
  • Demonstrativpronomen „jener“ Singular: tui (Dativ auch tui)
  • Demonstrativpronomen „jener“ Plural: tuis (Plural dekliniert!)

Verben

Verben unterscheiden Person und Numerus (diese wie im Deutschen), Tempus (Präsens, Präteritum, Perfekt) und Modus (Konjunktiv). Ein Genus Verbi wird nicht unterschieden, manchmal lexikalisch ausgedrück (je nach Verb mit dem Präfix nij, dem Suffix -ig, oder durch ganz andere Verben).

Normalform

  • im Präsens Grundform
  • in den ersten Personen (ich, wir) wird ein -om angehängt
  • im Präteritum tritt das Suffix -sha (-sham für ich, wir) hinzu
  • im Perfekt wird der Stamm redupliziert, ein -e (-em) tritt hinzu
  • im Präsens Konjunktiv wird -ia, im Präteritum Konjunktiv -er angehängt, keine Sonderformen für die ersten Personen
  • die infiniten Formen im Präsens sind der Infinitiv (mit -inea) das Partizip Passiv (mit -ite) und das Partizip Aktiv (mit -e)
  • den infiniten Formen im Präteritum wird ein ak- vorangestellt, die Endungen sind -shanea für den Infinitiv, -shate für das passive Partizip, -e für das Aktive

Beispiel:

go lijvom, to lijv, nae lijv, meg lijvom, oh lijv, so lijv – ich liebe, du liebst usw.

go lijvsham, to lijvsha, nae lijvsha, meg lijvsham, oh lijvsha, so lijvsha – ich liebte, du liebtest, usw.

go lilijvem, to lilijve, nae lilijve, meg lilijvem, oh lilijve, so lilijve – ich habe geliebt usw.

go lijvia, to lijvia – ich würde lieben, du würdest lieben

go lijver, to lijver – ich hätte geliebt, du hättest geliebt

lijvinea – lieben

lijvite – geliebt (er, e, es)

lijve – liebend (er, e, es)

aklijvshanea – geliebt haben

aklijvitu – geliebt worden seiend

aklijve – geliebt habend

go lijvigom – ich werde geliebt

Mit Präsensrweiterungen

Manche Verben sind von ihrem Stamm her Präteritumsverben. Dann tritt im Präsens Indikativ Finit das Suffix -an oder -esh auf, das Präteritum wird wie das Präsens der Normalformen gebildet, alle anderen Formen leiten sich vom Präteritum ab. Die Infiniten Formen haben im Präteritum weiterhin das Präfix ak-, jedoch kein -sha.

Beispiele:

Mit -an

go tuganom, to tugan, nae tugan – ich berühre usw.

go tugom. to tug, nae tug – ich berührte usw.

go tutugem, to tutuge – ich habe berührt usw.

go tugia – ich würde berühren

go tuger – ich hätte berührt

tuginea – berühren

tugite – berührt

tuge – berührend

aktuginea, aktugite, aktuge

mit -esh

go jureshom – ich finde

go jurom -ich fand

go jujurem – ich habe gefunden

go juria, go jurer

jurinea, jurite, jure

akjurinea, akjurite, akjure

Unregelmäßige

sein haben wollen gehen
Präsens
Sg1 amo com vlom ui
Sg2 ijs cos vles is
Sg3 ij co vle i
Pl1 ijsmo cosmo vlesmo ismo
Pl2 ijt cot vlet it
Pl3 ijshon coshon vleshon ishon
Infinitiv ijnea cea vlea inea
Partizip Passiv cote velte
Partizip Aktiv se ce vle je
Präteritum
Sg1 jamo cekom rodom arom
Sg2 jars ceko rodo aro
Sg3 jars ceko rodo aro
Pl1 jarsmo cekom rodom arom
Pl2 jart ceko rodo aro
Pl3 jarshon ceko rodo aro
Infinitiv jarnea cekea rodea arnea
Partizip Passiv cekte rote
Partizip Aktiv vese ceke rode are
Perfekt
Sg1 jarnem cecem vevlem ijgem
Sg2 jarne cece vevle ijge
Präsens Konjunktiv jania cia vlia aria
Präteritum Konjunktiv janer cer vler arer

Das v bei „vlom“ usw. wird meist nicht mitgesprochen, oder als „fl“.

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