Bäscher Dialekt

Der Bäscher Dialekt ist ein Dialekt des Deutschen, und wird, seinem Namen nach, natürlich zunächst in Bäsch gesprochen. Jedoch findet er in ganz Diktatistan Anklang, viele Nicht-Muttersprachler lernen und verwenden ihn neben dem Hochdeutschen (dass lediglich offizielle Bedeutung hat). Die meisten Filme und Bücher der DVD werden in diesem Dialekt veröffentlicht, ferner sind darin häufig auch Reklameaufschriften verfasst, etc.

Das Bäschdeutsche zerfällt in zwei Dialekte, den Ost- und den Westdialekt. Letzterer ist maßgeblich.

Laute

Der Bäscher Dialekt besitzt eine vom Hochdeutschen abweichende Transkription.

Laut Aussprache Anmerkungen zu Unterschieden im Hochdeutschen
a kurzes a wie in „Affe“
á langes a wie in „Aal“
ai wie ei in „Ei“ ersetzt häufig langes e, z.B. im Bäschdeutschen Wort „sai“
au wie au in „aus“, Ostdialekt e-u ersetzt auch äu
c tsch ersetzt z
e kurzes e wie in „jetzt“ ersetzt kurzes ö
é langes e wie in „See“ ersetzt häufig langes ie, z.B. im Bäschdeutschen Wort „fér“ (vier)
h ch wie in „ach“ ersetzt h und ch
i kurzes i wie in „bitte“ ersetzt kurzes ü wie im Bäschdeutschen „hitte“
ie langes i wie in „Ziel“
o kurzes o wie in „offen“
ó langes o wie in „rot“  ersetzt häufig kurzes, manchmal langes u wie in „óre“ (unsere)
oi wie eu in „Eule“
r gerolltes r
s am Wortanfang vor p und t wie ch in „ich“, ansonsten wie deutsches s
sh vor und nach Konsonanten sowie am Wortende sch wie in „waschen“, sonst wie j in „Journal“
u kurzes u wie in „und“
ú langes u wie in „Mut“
v w
y wie ay in englisch „way“ ersetzt langes ü und ö, wie in „syd“ und „shyn“

Wichtig für das Verständnis des Bäschdeutschen ist die Unterscheidung von offenen (auf Vokal endenden), vollgeschlossenen (auf Plosiv oder c oder s endenden) und halbgeschlossenen (alle andere) Stämme.

Viele Wörter, die im Hochdeutschen geschlossen wären, sind im Bäschdeutschen offen, z.B. strai (streifen).

Grammatik

Substantive

Substantive unterscheiden Singular und Plural, ferner Nominativ, Genitiv und Akkusativ. Es gibt wie im Hochdeutschen die Genera Maskulin, Feminin und Neutrum, jedoch werden die Neutra im Bäschdeutschen häufig als Feminina aufgefasst (z.B. ist „Vasser“ ein Femininum).

Alle Präpositionen verlangen entweder Genitiv oder Akkusativ.

Im Folgenden werden folgende Zeichen verwendet:

  • {e} bei manchen Wörtern
  • [e] für geschlossene
  • (e) für vollgeschlossene
  • <…> besondere Endungen der Neutra
  • — keine Endung

Männliche Deklination

Singular Plural
Nominativ -[e]r
Genitiv -(e)s -[e]rn
Akkusativ -[e]m <—> -[e]rs <-[e]r>

Bsp.: man, mans, manem, maner, manern, maners

Weibliche Deklination

Singular Plural
Nominativ -{e} -[e]n
Genitiv -(e)s -[e]n
Akkusativ -[e]m <-{e}> -[e]ns <-[e]>

Bsp.: frau, fraus, fraum, fraun, fraun, frauns; haus, hauses, hausem, hausen, hausen, hausens

r-Deklination

Singular Plural
Nominativ -er -(e)ren
Genitiv -ers -(e)rer
Akkusativ -erm -(e)rer

Bsp.: fenser, fensers, fenserm, fenseren, fenserer, fenserer

Adjektive

Dekliniert werden Adjektive nur im Positiv und Komparativ, und dann nur in der Form, dass in allen Formen außer dem Nominativ Singular und dem Akkusativ Singular und Plural der Neutr ein -e angehangen wird.

Die Komparation werfolg über Suffixe: -er im Komparativ, -ist im Superlativ. Adjektive, die auf r im Stamm enden, verlieren dieses im Komparativ und erhalten die Endung -ser. Adjektive, die auf -ih enden, steigern -ir, -yst.

Bsp.: shnel, shneler, shnelist; shvér, shvéser, shverist; froidih, froidir, froidyst

Steht das Nomen im Nominativ oder Akkusativ Singular, stehen die Adjektive dahinter, ansonsten davor.

Bsp.: man shyn, shyne manes, manem shyne, shyne maner, shyne manern, shyne maners

Pronomen

Nominativ Genitiv Akkusativ
ich é main(e) meh
du dain(e) deh
er er sain(e) en
sie sie ér(e) se
es es sain(e) es
wir mér ór(e) ós
ihr ér yr(e) eh
sie sie sair(e) sy
Reflexiv selg aigen(aigne) seh
wer vér vés (vese) vén

Die in Klammern stehenden Zeichen stehen für die Possessivpronomen.

Das Reflexivpronomen besitzt eine eigene Deklination (die häufigste Variante steht jeweils zuerst)

Singular Plural
Nominativ te, vyh ti, vyhi, so
Genitiv ys teren
Akkusativ so, ys ty, so

Artikel

Die Wortart „Artikel“ umfassen im Bäschdeutschen auch einige Adjektivische Pronomen

Singular Plural
Nominativ -e -i
Genitiv -es -en
Akkusativ -em -y

Bsp.:

  • te, tese, gene – Demonstrativpronomen
  • alle Possessivpronomen
  • jede (Pl. ali) – jeder (alle)
  • kaine – kein
  • féli – viele
  • vyhe -welcher

Der Artikel steht immer direkt am Nomen, z.B. wie in „shyne ti fraun“ – „die schönen Frauen“

Verben

Indikativ

Präsens
offen halbgeschlossen vollgeschlossen
Sg1 -m -em -em
Sg2 -st -st -est
Sg3 -t -t
Pl1 -men -en -en
Pl2 -jet -et -et
Pl3 -jen -eng -eng
Infinitiv -m -n -en
Partizip I -nd -end -end
Partizip II (ai)-t (ai)-t (ai)-ih
Substantiv -de (f) -de, -e (f) -e, -ung (f)

(ai) ist optional, besonders im Ostdialekt verwendet, dort entfällt meist das -t beim Partizip II.

Ferner existiert noch das i-Partizip, -je bei offenen, -ie bei geschlossenen

Präteritum

Das Präteritum kann auf verschiedene Weisen gebildet werden

t-Präteritum

Personalpronomen + Partizip II

Bsp.: ih (ai)ságt – ich habe gesagt/sagte

Besonders im Mündlichen. Kann bei starken Verben nicht gebildet werden.

há-Präteritum

Stamm+eine Form von haben

Bsp.: saghám – ich habe gesagt/sagte, saghást – du hast gesagt

Besonders im Schriftlichen, insbesondere zur Kennzeichnung der Vorvergangenheit oder als Perfekt.

Starkes Präteritum

Präteritumsstamm+Präsensendung (außer bei Sg3, dort keine Endung)

Bsp.: shliem, shliest, shlie – ich schlief, du schliefst, er schlief

Mündlich wie schriftlich häufig bei starken Verben. Schwache Verben können es nicht bilden.

Futur

Stamm+vern (werden)

Bsp.: sagverem, sagverst, sagvert – ich werde sage usw.

Konjunktiv

Präsens

Stamm+(e)+móm (e bei vollgeschlossenen)

Bsp.: sagemóm, sagemóst, sagemót – ich würde sagen usw.

volmóm, volmóst – ich wöllte usw.

Präteritum

vi+t-Präteritum von Stamm+hám

Bsp.: vi ih saghát, vi dó saghást – ich hätte gesagt, du hättest gesagt

Emphativ

Präsens

i-Partizip+Personalpronomen

Bsp.: sagi ih, sagi dó, sagi er – ich sage wirklich, etc

háje ih, háje dó – ich habe wirklich, etc.

Präteritum

hám+i-Partizip

Bsp.: hám sagi, hást sagi – ich hatte wirklich, etc.

Imperativ

Normalerweise entspricht der Imperativ dem Stamm, es gibt jedoch zahlreiche Ausnahmen.

sag – Sag!

nim – Nimm! (ném – Nehmen)

y – Sei!

Die Konjugation von „sein“

Präsens Indikativ Präsens Konjunktiv Präteritum
Sg1 bin yrem vár
Sg2 bist yrst vást
Sg3 is, isk yrt vás
Pl1 sim ymen vámen
Pl2 said yt vát
Pl3 sin yden váden
Infinitiv sain aisy
Partizip I saind vesen

Andere Formen:

  • Futur: y+vern
  • Präteritum Konjunktiv: vese+hám
  • Emphativ Präsens: Personalpronomen + y
  • Emphativ Präteritum: hám+y

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