Schmolltum

 

Heutiger Schmolly (Heiliges Symbol des Schmolltums)
Heutiger Schmolly (Heiliges Symbol des Schmolltums)

 

Allgemein

Einen Anhänger des Schmolltums nennt man Schmolk, Plural Schmölker, Adjektiv Schmölkisch (manchmal auch schmollistisch).

Die Schmölker glauben daran, dass – je nach nach Radikalität – übermäßige Ausgelassenheit bis Freude überhaupt Sünde ist (bei sehr konservativen Schmölkern sieht das so aus: Lächeln=schon in Ordnung, wenn nicht zu oft – Lächeln mit Zähnezeigen=möglichst vermeiden – Lachen mit Geräusch=wie Rülpsen – Witz=gotteslästerung; Angehörige einiger sekten der schmölker tätowieren sich im Gesicht so, dass ihre Mundwinkel immer nach unten zeigen).

Heiliges Buch: „Halbes Buch“ (hört mitten im Satz auf, wird der Legende nach beim Weltuntergang von den Göttern ergänzt)

radikale schmunniten übten terroranschlag auf halmsberg in der FRNX aus

Geschichte der Schmollzüge: bitte siehe hier

Mythos und Glaubensinhalt

Am Anfang zeugten Namis und Rupis alle Götter der zweiten Generation (Tohanden). Aus diesen ging dann über die Zeit die dritte Generation (Aumniden) hervor. Sie lebten gemeinsam in der großen Regenwolke (dem Blayrogk). Dann schuf Gausur die Welt. Als er sah, welch ein Werk er begonnen hatte, erschrak er und nahm sich das Leben. Deshalb sind die Schmölker der Meinung, man müsse, so lange man sich auf Ultos befinde, um dessen Schöpfer trauern. Die Götter wussten nicht, was sie tun sollten, ihnen war sehr langweilig. Also erschuf Yayam die Menschen, und die Götter teilten die Welt unter sich auf, um ein paar Aufgaben zu haben.

Nach seinem Tode verbringt jeder Mensch eine Zwischenzeit in der Regenwolke, wo ewige Trübsal und Langeweile herrscht. Denn die Tohanden können nicht fröhlich sein und lachen, deshalb neiden sie den Menschen die Freude. Die Aumniden sind aber Freunde der Menschen, und haben also den Kompromiss erwirkt, dass niemand ewig im Blayrogk verharren muss: Je weniger ein Mensch gefeiert hat und ausgelassen war, desto kürzer ist diese Zeit, denn diejenigen, die sich fähig zum Dulden und zum Stillsein und zur Trauer um Gausur zeigten, sollen belohnt werden. Alle anderen sollen zunächst die Langeweile der Tauhanden nachvollziehen. Nach der Zeit im Blayrogk wird man vor die Weltrichterin Yokram geführt. Befindet sie, dass man recht gelebt hat, kommt man in das „Gute Jenseits“, die Chwoka. Dies ist eine Welt, die (etwas) besser ist als diese hiesige, wo die Menschen ewig leben, Armut, Hunger, Seuche und Krieg nicht existieren. Hat man böse gelebt, löst man sich in der Regenwolke auf und regnet als Regentropfen auf Ultos (Dieser Vorgang nennt sich Julknod) .

Doch es wird nicht immer so bleiben. Die Tohanden (ausgenommen Yayam) mögen die Menschen und die Chwoka nicht (denn die Chwoka entzieht ihnen ja die Diener). Deshalb müssen sie besänftigt werden, muss ihnen geopfert werden. Viele Priester des Schmolltums sind überzeugt, dass dennoch ein Kampf zwischen den Göttern (der Moyom) ausbrechen wird, dessen Sieger das Halbe Buch vollenden werden. Der Moyom wird damit beginnen, dass Namis und Rupis sich zerstreiten. Die Tohanden werden auf Namis‘ Seite kämpfen. Als Gehilfen erschaffen sie zum einen Dämonen, zum anderen bewahren sie einige böse Menschen vor der Regentropfenwerdung (dem Julknod) – diese Menschen werden sie aber, sollten sie den Kampf gewinnen, letztendlich dennoch vernichten. Die Aumniden werden mit den Menschen auf Rupis‘ Seite kämpfen. Deshalb sollen sich die Menschen auf Ultos und in der Chwoka auf den Moyom vorbereiten. Die ständige Bedrohung ist ein weiterer Grund für die schlechte Laune der Schmölker, vor dem Ausbruch des Moyom warnen die schmölkischen Priester ständig.

Es gibt übrigens schmölkische Sekten, die sich zur Seite der Tohanden und zur kommenden Vernichtung der Menschheit (sich selbst eingeschlossen) bekennen. Man nennt sie die Moyomanen.

Religionsgründung

Sagenhafter Gründer der Religion ist Horst Schmolk. Er soll im Jahre 213 nzi von einer Biene gestochen worden sein. Daraufhin begann er drei Tage lang ununterbrochen zu reden. Sein Neffe zeichnete alle Worte auf (dies wurde das Halbe Buch). Mitten im Sprechen starb Horst Schmolk an Erschöpfung.

Obwohl mit einiger Gewissheit eine Person namens Horst Schmolk um 300 nzi in Heliagund gelebt hatte, geht man davon aus, dass dieser nicht der (einzige) Religionsstifter des Schmolltums ist. Er spielt im Glauben der Schmölker eine wichtige, allerdings nicht zentrale Rolle.

Urschmolly (wurde in Murabien als erstes Zeichen verwendet)
Urschmolly (wurde in Murabien als erstes Zeichen verwendet)

Brauchtum

Feste übers Jahr

  • Hamde
    • 12. September
    • Besänftigungsfest
    • Der Moyom soll nämlich an einem 13. September ausbrechen
    • Die Götter der ersten Generation werden gebeten, noch nicht mit dem Moyom zu beginnen; zugleich wird um Vergünstigungen im Hier und Jetzt gebeten
    • Opfergaben in Form von Brot, Wasser, Heul und Wein
  • Nafala
    • 1. Juli
    • Dankfest
    • Dankt Yokram für die Erschaffung der Chwoka
    • Einziges Fest, an dem Schmölker ausgelassen und fröhlich sein dürfen
    • Wird von Moyomanen nicht begangen
  • Gausurfeier
    • 22. November
    • Trauerfeier
    • Hauptfest des Schmolltums
    • Trauer um Gausur und Verstorbene
    • In-sich-Gehen
  • Klodre
    • 23. November (also gleich im Anschluss an die Gausurfeier)
    • Mahnfest
    • Predigten gegen Freude
    • häufig Anlass zu Ausschreitungen gegen Halloisten
  • Desweiteren Hauptgottfeiern an unterschiedlichen Daten, je nach Hauptgott, mit Opfergaben

Feste im Leben

Bräuche und Sitten

  • Kirchenmusik: Death-Metal
  • Gottesdienst am Mittwoch mit Predigt (die Welptig, Pl. die Welptigen)
  • Andachten am Dienstag, Donnerstag, Samstag Abend (der Hom, Pl. die Hömer)
  • Zu ihren Gottesdiensten und Andachten räuchern sie sich nicht mit Weihrauch zu, sondern mit Tränengas.

Überblick über Schmölkische Strömungen

Aus den Schriften geht nicht klar hervor, welcher der Hauptgott ist, dass heißt, wer die Götter leitet, deshalb sind sich die Schmölker darüber sehr uneins. Daher gibt es große Differenzen, und sehr viele verschiedene Strömungen. Sie zeigen sich in unterschiedlichen Bräuchen und mentalen Prägungen. Früher gab es zahlreiche gewaltsame Außeinandersetzungen zwischen den Strömungen, heute jedoch haben sich die Differenzen vollständig gegeben. Götter siehe unten.

  • Nungristen
    • Kampf ist eine der Haupttugenden
    • gelten als aggressiv
    • die meisten Nungristen leben auf Oi
  • Kodmisten
    • Weinen in der Öffentlichkeit gilt als ehrenhaft
    • gelten also als weinerliche Waschlappen
    • die meisten Kodmisten leben in Davien und auf den Karpatischen Inseln
  • Japhrodisten
    • Reden ist eine Sünde
    • sie haben ähnliche Sitten wie die Kommunizisten entwickelt
    • die meisten Japhrodisten leben in Aumen, Davien und auf den Blauen Karpaten
  • Yayamisten
  • Gausuristen
    • die meisten Gausuristen leben im südlichen Davien

Generell wird von allen Schmölkern Yokram als wichtigste Gottheit angesehen. Dies gilt nicht für die Moyomanen. Sie sind jene Schmölker, die sich zur Vernichtung der Menschheit und der Welt im Moyom bekennen, und gelten als besonders fanatisch (in einigen Staaten ist daher die Ausübung dieser Konfession schlichtweg verboten). Die Moyomanen sind überall auf der Welt verbreitet.

Moyomanischer Schmolly (in einigen Ländern auf Ultos ist er verboten)
Moyomanischer Schmolly (in einigen Ländern auf Ultos ist er verboten)

 

Oischer Schmolly/Schmollzugschmolly (wurde in den Schmollzügen verwendet)
Oischer Schmolly/Schmollzugschmolly (wurde in den Schmollzügen verwendet)

Götter des Schmolltums

  • Namis: Urgott
  • Rupis: Urgöttin

Die Tohanden:

  • Kodmia (Hauptgott nach der Ansicht der Kodmisten; Gott der Tränen, der Binnengewässer, des Regens; Schutzgott der Pilgerer)
  • Yayam (Hauptgöttin nach der Ansicht der Yayamisten; Frau des Kodmia; Göttin der Meere, Schutzgöttin der Frauen; erschuf die Menschen)
  • Nungro (Hauptgott nach der Ansicht der Nungristen; Gott des Zorns, des Feuers, des Gewitters, des Blutes, des Krieges und der Handtaschen)
  • Juroja (Frau des Nungro; Schutzgöttin der Soldaten und Fleischer)
  • Japhrod (Hauptgott nach der Ansicht der Japhrodisten; Gott des Schweigens, der Stratus-Wolken, des Nebels, des Todes, der Verwesung)
  • Lemura (Frau des Japhrod; Göttin der Einsamkeit, der Musik, der Kumulus-Wolken)
  • Gausur (Hauptgott nach der Ansicht der Gausuristen; Gott, der das Weltall erschaffen hat; beging Suizid)

Die Aumniden:

  • Olbro (Erster Sohn von Nungro und Juroja; Gott des Wahnsinns)
  • Orbrod (Zweiter Sohn von Nungro und Juroja; auch Gott des Wahnsinns)
  • Orlinde (Tochter von Nungro und Juroja; Göttin der Industrie)
  • Mamerfaj (Erste Tochter von Japhrod und Lemura; Göttin der Zeit)
  • Gorgera (Zweite Tochter von Japhrod und Lemura; Göttin der Dunkelheit)
  • Arsa (Erste Tochter von Kodmia und Yayam; Göttin der Kunst)
  • Horla (Zweite Tochter von Kodmia und Yayam; Göttin der Wissenschaft)
  • Miräa (Dritte Tochter von Kodmia und Yayam; Göttin des Glücks und des Humors, wird von den Tohanden verfolgt)
  • Muesly (Sohn von Kodmia und Yayam, Gott all dessen, was nicht wichtig ist)
  • Yokram (Zweite Tochter Japhrods uns Lemuras, Weltrichterin)
  • Smalkra (Erste Tochter Japhrods uns Lemuras, erschuf die Chwoka)
  • Lofara (Tochter von Gausur und ?; Göttin der Landwitschaft)
  • Ndrake (Gott der Landstreicher; war früher ein Mensch)

Es git noch mehr Götter der dritten Generation, ferner existiert eine vierte und eine fünfte. Doch die Schmölker sind sich untereinander nicht immer einig, welche

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