Torunismus

Der Torunismus wurde Anfang des 21.Jahrhunderts vom Staatstheoretiker und Mitbegründer der FRNX Eleker Torun ausgearbeitet. Er verfasste die Ideologie während des xyllabokanabischen Bürgerkrieges gegen Diktatur und Monarchie und Adel, als System für die nach dem Sieg erhoffte Republik.

Prinzipien

Antiautoritarismus

Besonders charakteristisch für den Torunismus  ist die strikte Ablehnung von Monarchie, Aristokratie, Diktatur oder anderen Systemen, die auf der Herrschaft eines Einzelnen oder einer bestimmten Gesellschaftsschicht basieren. Anderen autoritären Herrschaftsformen wird ebenfalls mit strikter Ablehnung begegnet.

Soziale Gleichheit

Generell ist es Ziel die Klassengesellschaft zu überwinden und eine möglichst homogene Gesellschaft zu errichten. In dieser Gesellschaft sollen alle Menschen den gleichen Lebensstandard und den gleichen politischen Einfluss genießen. Kulturelle und religiöse Vielfalt sowie die Individualität des Einzelnen dürfen dadurch keinesfalls gefährdet werden. Selbstverständlich wird die höchstmögliche Lebensqualität für das Volk angestrebt. Die soziale Gleichheit soll durch den Sozialstaat und dementsprechende gesetzliche Regulierungen erreicht werden, sowie einer unerschütterlichen Solidarität der Bürger untereinander. Torun beschrieb dies als unabdingbar für die gesellschaftliche Harmonie und Funktionalität eines Staates. Der Kapitalismus wird prinzipiell abgelehnt, jedoch nicht die freie Marktwirtschaft.

Demokratie

Die Demokratie ist das einzig wahre politische System. Monarchie, Diktatur und andere autoritäre Herrschaftsformen, sind die Quellen allen Übels.

„Erst wenn die demokratische Revolution auf der ganzen Welt erfolgreich war, jeder Tyrann besiegt und jeder Mensch gleich ist, kann ein endgültiger sicherer Frieden herrschen.“

Als Motivation und Moral etablierte sich im Kampf gegen Monarchie, Diktatur und Tyrannei der Schlachtruf: „Freiheit oder Tod!“  Er ist bis heute Wahlspruch der FRNX.

Im Gegensatz zur Auslegung vieler torunistischer Extremisten, sollte die Demokratie nach Torun nie gewaltsam und missionarisch verbreitet werden, da dies nicht nur moralisch verwerflich ist, sondern auch zu den Grundprinzipien der Demokratie widersprüchlich ist.

„Ein aufgezwungenes System ist kein gutes, kein fruchtbares System.“

Jedes Volk solle seine Revolutionen selbst tragen, die jedoch auf Wunsch, Solidarität und Unterstützung von anderen demokratischen Nationen erhalten sollen.

Gewaltenteilung

Auf Grundlage der Ideen und Werke karpatischer Philosophen und Vordenker der Aufklärung, entwickelte Torun das System der Gewaltenteilung. Die Staatsgewalten sollten so idealerweise in Legislative (gesetzgebende Gewalt), Exekutive (ausführende Gewalt) und Judikative (rechtssprechende Gewalt) aufgeteilt sein. Die meisten modernen Demokratien auf Ultos bedienen sich bis heute dieser Idee.

Balmanismus

Tôron plädierte desweiteren wie kaum ein Anderer für die neukanabisch-xyllabische Einheit.

„Gemeinsam können das xyllabische und das neukanabische Volk einen Staat schaffen, der bezüglich Stärke und weltpolitischer Macht, seinesgleichen sucht.“

Heute fasst man das gesamte Gebiet der FRNX daher auch als Torunien zusammen. Hier ist daher auch klar zwischen Torunern und Torunisten zu unterscheiden. Ersteres bezeichnet die Staatsangehörigen der FRNX, letzteres die Anhänger des Torunismus.

Als langfristiges Ziel sah Torun die Schaffung eines großbalmanischen Vielvölkerstaates. Er gilt daher auch als Ur-Vater des Balmanischen Bundes, auch wenn dieser erst über 400 Jahre später gegründet wurde. Torun war einer der ersten die sich für die Aussöhnung aller Völker und eine stärkere ultische Gemeinschaft einsetzte. Große Philosophen und Revolutionäre wie Anlandil Clendil, stützten ihre Lehren unter anderem auf den Torunismus.

Heute

In der Neukanabien und Xyllabien ist man bis heute sehr stolz auf die Revolution, den Sieg über die Diktatur und die darauffolgende Gründung der Republik. Die Ablehnung wenn nicht gar Hass gegenüber autoritären Systemen, ist bis heute fest in Staat und Bevölkerung verankert. Beziehungen zu Monarchien und Diktaturen sind daher bis heute stark belastet. Zu den parlamentarisch demokratischen Monarchien haben sich die Verhältnisse in den letzten Jahren entspannt.

Im Gegensatz zu vielen anderen politischen Bewegungen der Neuzeit, ging die demokratische Revolution und die Gründung der FRNX nicht mit nihilistischen oder atheistischen Ideen einher. Neukanabien und Xyllabien sind daher bis heute trotz der enormen Fortschrittlichkeit, sehr religiös. Atheisten machen weniger als 0,1% der Gesamtbevölkerung aus.

Das gesamte politische System der Föderalen Republik stützt sich auf den Torunismus. In vielen weiteren Staatssystemen und Ideologien lassen sich Grundprinzipien des Torunismus wiederfinden.

 

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