Parlamentswahlen in Dianien: „Schandwahl“

Bereits vor sechs Wochen wurden die verschobenen Wahlen der Zentral- und Teilparlamente in Dianien durchgeführt, erst jetzt steht das Ergebnis fest. Der Leiter der Zentrallstelle für Wahlüberwachung bezeichnete die Wahl als „Schande für Dianien“.

Terrorgefahr

Am 9. Juli gab Westo Tallmann, der Leiter der Zentralstelle für Wahlüberwachung, die Verschiebung der Wahl vom 13. auf den 20. Juli bekannt. Grund dafür seien Sicherheitsbedenken im Osten der dianischen Zentralrepublik. Die Terrorgruppe Dianian Untial ( deu. dianischer Mord) hatte mehrere Anschläge im östlichsten Teilstaat Nieed angekündigt. Bei einer Durchsuchung eines Gebäudes, welches sich laut Behörden im Besitz der Terrorgruppe DU befand, wurden mehrere Bris Munition und knapp 1000 Wahlzettel gefunden. Die Wahlzettel wären jedoch eindeutig als Fälschungen aufgefallen, trotzdem ließ man die Wahl, auch aufgrund von Sicherheitsbedenken, verschieben. Die DU steht im Verdacht, die Geiselnahme auf den Flughafen in Bradas durchgeführt haben.

Krisenregion Ostnieed

Im äußersten Osten, insbesondere in den Bezirken Torras und Ersttorras brodelt es schon länger. Über 50% der Bevölkerung sprechen Torassisch, ein Überbleibsel des Fürstentums Utahn, welches 1990 nach dem dianischen Krieg aufgelöst wurde und wesentlich mehr Gemeinsamkeiten mit den rythanischen Staaten teilte als es die dianische Zentralrepublik tut. Ein Zugehörigkeitsgefühl zur dianischen Zentralrepublik fehlt in den beiden Bezirken komplett, eine Abspaltung von der dianischen Zentralrepublik, die Neugrüdnung des Fürstentums Utahn, ein Anschluss an Torassia werden immer wieder gesellschaftlich als „Flucht vor der DZR“ diskutiert, sind politisch aber bedeutungslose Optionen.
Die DU findet hier fruchtbaren Boden, die Sicherheitsmaßnahmen vor den Wahllokalen wurden insbesondere in diesen Regionen verstärkt.

Das Ergebnis rückt in den Hintergrund

Angesichts dieser Probleme und der sechswöchigen Ergebnisprüfung rückt die Bedeutung des Wahlergebnisses in den Hintergrund. Insbesondere die dianischen Bürger in Torras und Ersttorras machen sich große Sorgen um ihre Heimat und ihre Zukunft, auch weil das Problem von der Zentralregierung bisher nicht angegangen wurde, auch die Teilregierung schiebt es lieber unter den Teppich. Die Bezirksmeister der beiden Bezirke erledigen keine Aufgaben, welche nicht unbedingt erledigt werden müssen, sie wirken wie kommisarische Angestellte mit dem Auftrag, bloß alles so zu lassen wie es ist und nur das zu tun, was getan werden muss. In den Bezirken herrscht absoluter Stillstand, das Ergebnis der Wahl ist hier bedeutungslos.

Micael Schiwov kann bleiben

Schiwovs Partei, die Dianisch-Demokratische Volkspartei, kann im Kreisabschnitt, dem Abschnitt des Zentralparlaments, welcher mit Kandidaten aus den 300 Wahlkreisen besetzt wird, mit genug Abgeordneten einziehen, um die absolute Mehrheit zu halten, er erhält mit Teilabschnitt 51,2%.
Der Teilabschnitt besetzt 90 der insgesamt 390 Sitze des Zentralparlaments und setzt sich anteilig so zusammen, wie viele Sitze eine Partei in allen drei Teilstaaten erhalten hat.
Während die DDVP ihr Ergebnis auf Zentralebene halten kann, muss sie in den Teilstaaten bittere Verluste einstecken. In Vaal fiel Schiwovs Partei auf einen historischen Tiefswert von 16,7%. Bisher regierte die DDVP hier gemeinsam mit der GP, diese konnte sich die absolute Mehrheit in Vaal sichern und regiert den Teilstaaten zukünftig allein. In Ricii jedoch, einer klassischen Hochburg der Gelben Partei GP, konnte ihre absolute Mehrheit nicht halten und ist mit 48,7% gezwungen, sich einen Koalitionspartner zu suchen. Die RP kommt in Vaal auf starke 21,4% und könnte ein attraktiven Koalitionspartner für die GP werden.
In Nieed kann die DDVP ihr Ergebnis von 36 Prozent halten, die seit 2516 bestehende Koalition mit der Republikanischen Partei kann weitergehen, auch wenn die RP kleine Verluste in Nieed einstecken muss und mit 22,6% klar hinter der GP liegt.

Veränderungen bleiben aus

Vieles bleibt im politischen Dianien gleich, große Veränderungen wurden nicht eingeläutet, insbesondere auf nationaler Ebene bleibt man Schiwov treu – anders bei der Akronorwahl, bei der die gelbe Partei vor der DDVP lag. Das die DDVP bei der Parlamentswahl trotzdem wieder vor der GP liegt, dürfte besonders mit Micael Schiwovs außenpolitischen Erfolgen zu tun haben. Ein Beitritt zum STAVA, der Akron und der akronoische Zollraum sind Erfolge, welche Schiwov in seiner Amtszeit umsetzen konnte und welche nicht spurlos an der Bevölkerung vorbeigehen könnten.

Umstände schaffen eine „Schandwahl“

So bleibt eine Sache im politischen Dianien besonders: Ruhe. Ganz im Gegensatz zur Situation in Ostdianien, und Dingen wie Terrorgefahr und Wahlbetrug.

Die Umstände dieser Wahl sind einem demokratischem Land wie wir es sind nicht würdig. Es ist eine Schande, was in Torras und Esttorras passiert, diese ganze Wahl und das drumherum sind eine Schande, eine wahre Schandwahl.

– Westo Tallmann, Leiter der Zentralstelle für Wahlüberwachung in einem Interview des Fernsehsenders RRT

Die Gesellschaft ist aufgewühlt, das bestätigt die breite Zustimmung in Sozialen Medien zu Tallmanns Aussage. Politisch ist diese Unruhe noch nicht angekommen, es scheint allerdings nur eine Frage der Zeit zu sein, bis sie das tut. Man bleibt sorgenvoll und gespannt zurück, nach dieser „Schandwahl“.

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