Der Großpakt Internationalen Friedens hat sich konstituiert.

Was Gularsks neues humanitäres Bündnis leisten will und kann – und wie Kjamon darauf Einfluss nimmt.

Mit dem Austritt von Lagland und Pahragrau aus der Internationalen Allianz Demokratischer Nationen und dem kurz zuvor stattgefunden bewaffneten Konflikt in Pahragrau hat Alfons Gularsk, Direktor der Trance Nation und des Staatenbundes Karpatischer Staaten angekündigt, einen Großpakt zu initiieren, der sich unabhängig von Politik und Ideologie mit humanitären Fragen beschäftigen soll. Was steckt hinter diesem Pakt und welche Chancen kann man ihm zusprechen?

Es ist durchaus verwunderlich, dass ausgerechnet seitens des radikal antidemokratischen Staatenbundes Karpatischer Staaten ein Bündnis ausgehen soll, das sich vordergründig um die Menschlichkeit in Krisengebieten bemüht. Die ausdrückliche Distanz von Ideologie und Politik kommt dabei allerdings sicherlich nicht von ungefähr, denn nach wie vor ist der SKS kein Mitglied der ITUF mehr. Doch kann der GIF ein erster Schritt zurück zum größten und wichtigsten Völkerbündnis Ultos werden. Letzten Endes wird in den Statuten des GIF im Artikel 2 Ausdrücklich ein Bekenntnis zur ITUF festgehalten: »(1) Der GIF nimmt die ITUF als höchstes Bündnis aller Völker Ultos war. (2) Die Förderung und Umsetzung der Beschlüsse der ITUF wird als selbstverständliche Verpflichtung aller Mitgliedstaaten konstituiert. (3) Die Mitgliedstaaten des GIF sind sich darüber einig, dass eine Mitgliedschaft bei der ITUF für eine friedliche Diplomatie zwingend notwendig ist.«

Eine Annäherung zur ITUF ist also nicht von der Hand zu weisen. Und dennoch ist jede Skepsis berechtigt, handelt es sich doch bei Alfons Gularsk um ein sehr willkürliches Staatsoberhaupt, welches De Facto über die Hoheit aller Mitgliedstaaten des Staatenbundes Karpatischer Staaten verfügt und zuvor mehrmals die Demokratie als gescheitertes Konzept abgelehnt hat. Der Umstand, dass ausgerechnet dieser Herr Gularsk nun die Demokratie zur Grundlage des neugegründeten – wohlgemerkt ausschließlich humanitären – Paktes erkoren hat ist durchaus verwunderlich. Es gilt allerdings die liberale Haltung des SKS auch aus seiner aktuellen politischen Situation heraus zu betrachten: Immerhin sind alle Bündnisstaaten geschlossen aus der ITUF ausgetreten, haben der Völkergemeinschaft den Rücken gekehrt. Mit dem neugegründeten Großpakt Internationalen Friedens will Gularsk seine Position vermutlich in den Hintergrund rücken. Man soll über den SKS nicht wegen seines ITUF Austrittes reden, sondern wegen seines neuen, revolutionären und humanitären Auftretens.

Auch wenn man den politischen Umstand nie aus den Augen verlieren darf, sind die Inhalte, die der GIF vertritt alles andere als ideologisch. Der Großpakt Internationalen Friedens unterstellt sich den Gulmer Konventionen der Menschenrechte und macht sich zur Kernaufgabe diese zu schützen und zu halten.

Heute gab der GIF im neu errichteten Hauptsitz in Härlighet Stad in Lagland eine erste Pressekonferenz. Hierzu sprach im Namen der Trance Nation der Staatssekretär und Föderalherr der Imagi-Inseln Emanuel Kjamon:

»Die Notwendigkeit und die Pflicht humanitär zu agieren, steht über allen anderen Pflichten der Menschlichkeit. Die Staatengemeinschaft Ultos hat sich bisher auf die Fähigkeiten und den Einsatz privater oder halbprivater Organisationen ausgeruht, die selbst aber mit keinen oder nur wenigen staatlichen Mitteln unterstützt wurden. Die Komission vom Roten Brett, mit welcher der GIF beispielsweise bereits in Kontakt getreten ist, beklagt sich regelmäßig über diesen Missstand. Finanzielle Mittel sind schwer zu beschaffen. Teilweise muss über groß angelegte Aktionen Menschen auf der Straße ansprechen und für Spenden werben.

Dass ein solches Verhalten notwendig ist um humanitäre Hilfe überhaupt anbieten zu können, ist ein Armutszeugnis und ein schweres Laster, das wir alle mit uns tragen mussten. Der GIF ist nun das erste rein staatliche Gremium dass sich um Einsätze in Krisengebiete bemüht.

Ich möchte deshalb nochmals ausdrücklich aufrufen, dem GIF beizutreten. Es geht hierbei nicht um Politik. Über Politik kann man sich unterhalten, wenn in den entsprechenden Krisengebieten keine Menschen mehr in Lebensgefahr schweben oder in menschenunwürdigen Verhältnissen leben müssen. Der erste und wichtigste Auftrag jeden Staates in einem jeden Konflikt ist der Schutz des Menschengeschlechtes, nicht der Ideologie. Wer seine ideologischen Grundlagen über die Grundlagen der Menschenrechte anordnet, stellt eine umittelbare Gefahr für die gesamte Welt dar. Denn aus solchen Haltungen entstehen, Tyrannei, Armut, Ausbeutung. Der GIF kann ein klares Zeichen für eine weltoffene und zivile Gemeinschaft sein.«

Mit diesem Apell setzt Kjamon ein eindeutiges Zeichen. Er bekennt sich zur internationalen Staatengemeinschaft strebt wie kein anderer im SKS eine Einigung an und will mit allen Mitteln die humanitären Ziele des GIF vor den ideologischen – auch den der Trance Nation – stellen. Die Aussage von Kjamon ist auch deshab brisant, weil die Vermutung besteht, dass er sich mit den Worten »Wer seine ideologischen Grundlagen über die Grundlagen der Menschenrechte anordnet, stellt eine umittelbare Gefahr für die gesamte Welt dar.« auch Position gegenüber der Trance Nation bezieht. Ein Statement Gularsks zu dieser Vermutung ist noch nicht bekannt.

Kjamon muss sich entscheiden

Für den Staatssekretär und Föderalherr Kjamon scheint sich die politische Situation zunehmend zuzuspitzen. Aus den einst starken und rhetorisch brillanten Bekenntnissen zum SKS und zur Trance Nation ist Stück für Stück eine etwas ruhigere und liberalere Haltung geworden. Unterschwellige Kritik am System Gularsks scheint sich zu häufen. Noch gelingt Kjamon der Spagat zwischen den strengen Prinzipien des Gularsk-Regimes und dem gemäßigten Ton. Doch könnte ihm das zum Verhängnis werden, denn in seiner Willkürlichlkeit hat Gularsk schon manchen Freund fallengelassen.

Auf den Imagi-Inseln ist Kjamon inzwischen ein gefeierter Held. Waren die Imagi-Inseln einst ein bloses Anhängsel der Trance Nation sind sie seit ihrer föderalen Separation ein Stück näher ihrer gewünschten Unabhängigkeit. Kjamon hat die Wahl und sicherlich auch die Möglichkeiten sich mit den Imagi-Inseln von Gularsk zu separieren. Abgeneigt von der Idee scheint er nicht zu sein, denn als Separatist hat er sich bereits für die Unabhängigkeit von Neu-Weimar stark gemacht und fährt auch gegenüber der EBR eine deutlich liberalere Linie als es im SKS Umfeld gewöhnlich ist. Diesbezüglich ist Kjamon der wahrscheinlich einflussreichste – wenn nicht gar der einzige – liberale Politiker im SKS. Die Vermutung liegt nahe, dass die Idee des Großpakt Internationalen Friedens auch seitens Kjamon liegt. Im Moment ist Gularsk auf die liberalen Ideen des Kjamon angewiesen. Denn gilt es für ihn eine Gradwanderung zu absolvieren, in den ungenauen Grauzonen zwischen ITUF-Mitgliedschaft und Anarchie. Der aktuelle noch souveräne Status des SKS ist vermutlich auf die Annäherungspolitik Kjamon zurückzuführen.

Kjamons Einsatz und das Auftreten des GIF sind wichtige Aspekte, die den SKS in Richtung ITUF bewegen. Und eine Annäherung zur ITUF ist inzwischen dringender den je. Schließlich ist der Austritt der Bündnismitglieder inzwischen fast ein halbes Jahr her. Nun steht Kjamon vor einer wichtigen Entscheidung. Denn auf der einen Seite hat er die Möglichkeit die Unabhängigkeit der Imagi-Inseln zu erwirken. Eine Möglichkeit, die Kjamon mit sicherheit bereits wahrgenommen hat. Aber das bedeute auf der anderen Seite, dass er sich deutlich vom SKS distanzieren muss. Damit würde er nicht nur Alfons Gularsk fallen lassen sondern auch 7 souveräne Staaten dem politischen Chaos aussetzen. Die Chance, die Imagi-Inseln ohne Gewalt zur Unabhängigkeit zu bewegen ist aktuell größer als zuvor, ebenso jedoch auch die Gefahr, dass sich in dessen Folge der SKS extrem radikalisiert.

Der Großpakt Internationalen Friedens als mögliche Doppellösung

Der Großpakt Internationalen Friedens kann aber auch als einzige Chance für Kjamon gesehen werden, einen politischen Spagat hinzulegen, wie es ihn zuvor nicht gegeben hat. Wenn es gelingt, die Trance Nation und den SKS an den GIF zu binden und anschließend unter der Regentschaft des pahrischen Rudolph Raath, ersten Generalsekretär des Großpaktes, sowohl die Imagi-Inseln als auch die SKS-Staaten in einem humanitären Bündnis zu halten. Denn klar ist auch, dass Gularsk nicht auf die liberale Linie verzichten kann, wenn ihm etwas daran liegt in die ITUF aufgenommen zu werden und den SKS zu erhalten.

Jedoch darf man den GIF und dessen Fähigkeiten nicht überschätzen, mit seinen aktuell 10 Bündnismitgliedern, davon 7 vom SKS ist er momentan noch sehr einseitig besetzt. Es gilt zu hoffen, dass sich dem GIF weitere Staaten anschließen und damit die SKS Staaten in die Schranken der Rechtstaatlichkeit und Demokratie zu weisen. Wenn diese Chancen wahrgenommen werden und die Trance Nation sich gemeinsam mit einer großen Staatengemeinschaft solidarisiert, könnte dies ein riesiger Schritt im sinne des wahren internationalen Friedens sein.

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